Aktuell. Unabhängig. Nah.

Mizuno JPX900 Eisen

Mizuno bringt zur Saison 2016 die JPX900 Eisen auf den Markt. Hier gibt es alle Infos!

JPX900 Hot Metal

Die Hot Metal Eisen der 900er Serie kommen mit einem neuen Material in der Golfschlägerherstellung daher. Mizuno hat Chromoly-Stahl für die Schlägerköpfe verwendet, was eine hohe Flexibilität versprechen soll und normalerweise in der Herstellung von Fahrrad-Rahmen eingesetzt wird. Damit konnten die japanischen Schlägermacher die dünnste Schlagfläche aller bisherigen Mizuno-Eisen formen, was zu einer maximalen Ballgeschwindigkeit und Performancevorteilen führen soll. Die Hot Metal Eisen versprechen laut Hersteller eine Verstellbarkeit wie geschmiedete Eisen, ohne dass sie tatsächlich geschmiedet sind. Damit rückt Mizuno erstmals von seinem Credo ab, Eisen aus einem Stück Stahl zu schmieden. Dies erlaubt den Fittern genauere und mehrere Einstellungsmöglichkeiten beim Lie und Loft, sodass die Eisen noch individueller auf die Spieler zugeschnitten werden können.

Die breite Sohle der Hot Metal Eisen, die ausgeglichene Gewichtsverteilung zwischen heel und toe und der große Sweetspot sollen dieses Modell zu einem fehlerverzeienden Allzweck-Eisen machen, dass von Anfängern und hohen Handicappern gespielt werden kann. Im Golf Post Test hat es auch tatsächlich mit einem sehr guten Feedback überzeugt. Schläge, die nicht im Sweetspot getroffen wurden, vermittelten eine positivere Rückmeldung, als es bei den geschmiedeten Modellen der Fall war. Das "weichere" Chromoly generierte gute Längen bei off-center-Treffern und konnte die Fehlerverzeihung unterstreichen. Optisch wurde ein ansprechendes Cavity Back verbaut, sodass Sound, Gefühl und Optik ein stimmiges Bild ergeben. Die Hot Metal Eisen lassen sich sehr angenehm spielen und bedürfen keiner extrem hohen Schlägerkopfgeschwindigkeit, was sie besonders für Anfänger und höhere Handicapper zum richtigen Schläger macht. Es kann festgehalten werden, dass der Einsatz des neuen Materials zu einem verbesserten Sound und Gefühl geführt hat und die Hot Metal Eisen sehr gut ausbalanciert sind. Die Performance ist absolut zufriedenstellend und wird von der Mizuno-typischen ansprechenden Optik abgerundet.

JPX900 Forged

Die Mizuno JPX900 Forged Eisen sind bereits die zweite Generation geschmiedeter Eisen, in denen die Japaner den Stahl mit Boron versetzt haben. Der Vorteil dieses recht seltenen Halbmetalls ist seine Verformbarkeit. So konnten die Ingenieure von Mizuno das Element verflüssigen und an den passenden Stellen im Schlägerkopf wieder verfestigen. Dies soll die optimale Gewichtsverteilung gewährleisten und "schlechter" getroffene Schläge, abseits des Sweetspots, verzeihen. Zusätzlich dazu bietet das kleinere Cavity Back die Möglichkeit 21,5 Gramm auf die äußeren Kanten des Schlägerkopfes zu verteilen. Mizuno verspricht damit einen perfekt ausbalancierten Schläger, mit optimaler Performance.

Diese Performance zeigte sich auch in der Praxis, wo der JPX900 Forged neben stabilem Ballflug und gutem Feedback vor allem durch seine hohe Fehlerverzeihung überzeugen konnte. Die Gewichtsverteilung hat den Sweetspot tatsächlich vergrößert, was allerdings zu einer Vernachlässigung der Flughöhe geführt hat. Im unteren Bereich des Schlägerkopfes fehlt es demnach an Gewicht und der Ball startet sehr flach, was besonders bei den kürzeren Eisen von Nachteil ist. Dies schmälert die Leistung des Forged-Modells jedoch nur marginal, da das Gesamtpaket an sich stimmig ist und das Spielgefühl überzeugt.

JPX900 Tour

Die JPX900 Tour Eisen sind für die spielstärksten Golfer gemacht und weisen dementsprechend die Performance eines Blades auf. Anders als bei den typischen Mizuno-Blades ist jedoch das Design. Wo die MP-Blades der Japaner kein Cavity Back aufweisen und in klassisch glänzendem Stahl gehalten sind, kommt das Tour-Modell der JPX900er Serie mit einem angedeuteten kleinen Cavity Back und in etwas matterer Optik daher. Dies hat natürlich auch technische Gründe und macht das für spielstarke Golfer konzipierte Eisen auch für ambitionierte Spieler mit noch etwas höheren Handicaps zu einer Alternative. Erneute Gewichtsoptimierungen für verbesserte Schläge die nicht im Sweetspot getroffen wurden ziehen sich durch die gesamte Serie und sind auch im Tour-Modell zu finden.

Dies spiegelt sich auch im Praxistest wieder, wo die JPX900 Tour Eisen trotz schwieriger Spielbarkeit gute Performance offenbart haben. Die Probleme mit dem niedrigen Abflugwinkel konnten hier nicht beobachtet werden und die Treffer abseits des Sweetspots trieben unserem Tester keine Schmerzen in die Glieder, wie es bei den MP-Blades schnell einmal der Fall sein kann. Ebenso ist das Schlaggefühl wesentlich weicher als bei herkömmlichen Blades und orientiert sich damit an dem Trend, weichere Schlagflächen für mehr Gefühl auf die Blades zu bauen, was schon bei den Ping iBlades zu beobachten war.

Weitere Produkte in der Kategorie Eisen

Mizuno Produkte in der Saison 2017