Alle zwei Jahre schaut die Welt im Herbst auf den Kontinentalwettstreit im Golf. Der Ryder Cup, bei dem Team Europa und Team USA gegeneinander antreten, findet abwechselnd in den Vereinigten Staaten und auf europäischem Boden statt.

Ryder Cup: Duell mit Tradition zwischen Europa und den USA

Ein britischer Samenhändler gab dem Cup seinen Namen. Der 1858 in Preston geborene Samuel Ryder begann erst mit 50 Jahren Golf zu spielen. Der durch den Verkauf von Pflanzensamen in Kleinstmengen zu Vermögen gekommene Engländer hoffte, auf dem Rasen gesünder zu werden. 1927 stiftete er einen Pokal, den Ryder Cup. Dazu animiert hatte ihn ein Match zwischen englischen und amerikanischen Golfern. Doch er änderte das Spielformat. Den ersten Ryder Cup im amerikanischen Worchester (Massachusetts) entschieden die Amerikaner mit 9,5 zu 2,5 Punkten deutlich für sich.

Seitdem treten alle zwei Jahre – mit Unterbrechung während des Zweiten Weltkrieges und einer Verschiebung wegen der Terroranschläge am 11. September 2001 – die besten Golfer Europas und der USA in Mannschaften à zwölf Spielern gegeneinander an. Die Austragungsorte wechseln kontinuierlich.


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Der Modus des Ryder Cup

Während man im Golf üblicherweise "gegen den Platz" spielt, wird der Ryder Cup im Matchplay-Modus durchgeführt. Im Messen "Mann gegen Mann" müssen die Golfer neben ihren technischen auch ganz besonders ihre mentalen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Pro Sieg gibt es einen Punkt für das Team, bei Gleichstand bekommen beide Teams einen halben Punkt zugesprochen. Besitzen zum Turnierende beide Teams gleich viele Punkte, wird der Titelverteidiger zum Sieger erklärt.

Wer schafft es in die Ryder Cup Teams?

Beide Mannschaften haben jeweils einen Kapitän, der strategisch das Sagen hat und in der Regel von mehreren Vize-Kapitänen unterstützt wird. Pro Team bestimmt der Kapitän die Reihenfolge seiner zwölfköpfigen Gruppe, wie sie im Turnier antreten sollen. Zuvor werden die zwölf Teilnehmer pro Kontinent durch ein Qualifikationssystem ermittelt.

Neun Golfprofis dürfen automatisch am Ryder Cup teilnehmen. Auf europäischer Seite werden die ersten vier Team-Mitglieder über die Ryder-Cup-European-Points-List ermittelt. Weitere fünf qualifizieren sich über die Ryder-Cup-World-Points List. Die letzten drei Plätze können frei vom Kapitän besetzt werden - das sind die sogenannten "Captain's Picks". Bis dato unterstützten zwei deutsche Spieler die Europäer im Kampf gegen die Amerikaner: Bernhard Langer und Martin Kaymer befanden sich beide schon im Team.

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