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Abu Dhabi: Tommy Fleetwood verteidigt Titel

Mit einer überragenden Leistung auf der Back Nine gewinnt Tommy Fleetwood das Turnier in Abu Dhabi. Martin Kaymer gelingt eine Top-30-Platzierung.

Tommy Fleetwood gewinnt die Abu Dhabi HSBC Championship 2018. (Foto: Getty)
Tommy Fleetwood gewinnt die Abu Dhabi HSBC Championship 2018. (Foto: Getty)

Mit einer beeindruckenden Aufholjagd auf den zweiten neun Spielbahnen gelingt Tommy Fleetwood die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Abu Dhabi HSBC Championship 2018. Der Engländer überholt auf den letzten Spielbahnen mit einem Birdie-Spektakel seinen Landsmann Ross Fisher und triumphiert bei teilweise stürmischen Bedingungen. Martin Kaymer und Bernd Wiesberger haben mit dem Ausgang des Turnier nichts zu tun und rangieren außerhalb der Top-10-Platzierungen.

Kaymer verpasst Top 20, Wiesberger mit seiner schwächsten Runde

Die Woche in Abu Dhabi begann sehr zuversichtlich für Martin Kaymer. Der Düsseldorfer präsentierte sich bei seinem ersten Auftritt des Jahres auf der europäischen Bühne des Golfsports richtig gut, musste an den letzten beiden Tagen in Abu Dhabi aber etwas federn lassen. Wie schon am Moving Day kam Martin Kaymer nicht über eine Par-71-Runde hinaus. Immer wieder zeigte er seine ganze Klasse und schoss fünf Birdies, aber zu viele Bogeys (vier an der Zahl) verwehrten ihm eine bessere Platzierung im Leaderboard. Am Ende des Tages musste sich Deutschlands bester Golfer mit einem geteilten 27. Rang und neun Schlägen unter Par zufrieden geben.

Auch Bernd Wiesberger konnte nicht an seine Leistungen der letzten Tage anknüpfen und verpasste den Sprung nach ganz oben. Der Österreicher zeigte ähnlich wie Kaymer immer wieder klasse Schläge und konnte Birdiechancen erfolgreich nutzen, doch vier Schlagverluste waren dann doch zu viel, um in die Nähe der Top 10 zu kommen. Der 32-jährige Wiener brachte eine 72 ins Clubhaus und verabschiedet sich mit einem geteilten 15. Rang aus Abu Dhabi. Ein um Haaresbreite verpasstes Ass an Loch 15 wäre sicherlich eine gute Entschädigung für die schwächere Schlussrunde gewesen:

Tommy Fleetwood mit überragender Back Nine zum Sieg bei der Abu Dhabi Championship

Lange sah es danach aus, als würde Ross Fisher das Rennen um den Titel in Abu Dhabi für sich entscheiden und Vorjahressieger Tommy Fleetwood, Thomas Pieters und Rory McIlroy hinter sich lassen. Zwischenzeitliche vier Schläge Vorsprung von Fisher ließen ihn und seine Fans hoffen, den sechsten Erfolg auf der European Tour zu feiern. Doch die Rechnung machte Ross Fisher ohne Tommy Fleetwood. Der Race-to-Dubai-Sieger aus 2017 präsentierte sich in glänzender Verfassung und bot besonders auf der Back Nine teilweise weltklasse Golfschläge:



Mit acht Birdies, davon sechs auf den zweiten neun Spielbahnen, ließ Fleetwood seinen Landsmann Fisher in der entscheidenen Phase „links liegen“ und feierte seine erfolgreiche Titelverteidigung (ingesamt -22). Das gelang bis dato nur Martin Kaymer in den Jahren 2010 und 2011. Ross Fisher musste an der 18. ein Eagle spielen, um noch ins Stechen zu gelangen. Dies gelang ihm nicht, er lochte zum Par und landete mit -20 ingesamt auf dem zweiten Platz. Auch Rory McIlroy zeigte sich nach einer Pause von knapp drei Monaten in prächtiger Verfassung und teilte sich am Ende den dritten Platz mit Matthew Fitzpatrick (beide -18). Der Nordire wirkte gut gelaunt, körperlich in Topform und zeigte seine ganze Klasse während der vier Tage.


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