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Bryson DeChambeau: Der Fehlerverzeihende liebäugelt mit dem Ryder Cup

Bauchschmerzen für Björn, Patzer auf dem Woods-Mickelson-Poster, Pech und Profit beim Putten, Fischen an der Fahne. Die Back Nine.

Bryson DeChambeau darf nach seinem Sieg bei der Northern Trust auf den Ryder Cup in Paris hoffen. (Foto: Getty)
Bryson DeChambeau darf nach seinem Sieg bei der Northern Trust auf den Ryder Cup in Paris hoffen. (Foto: Getty)

Der Mann ist auf einer Mission, und seit gestern ist er dem Ziel wieder ein sehr gutes Stück näher gekommen. „Ich will unbedingt meine Füße da ins Wasser stellen“, sagt Bryson DeChambeau in gewohnter Kryptik – gemeint ist der Ryder Cup Ende September in Paris. Nach dem Gewinn der Northern Trust, dem zweiten Erfolg und der sechsten Top-Fünf-Platzierung auf der PGA Tour in diesem Jahr, kommt US-Skipper Jim Furyk am Captain‘s Pick für den 24-jährigen Texaner kaum vorbei. Zumal DeChambeau mit Tiger Woods, neuerdings sein Partner bei allerlei Übungsrunden von Sawgrass bis Carnoustie, einen mehr als prominenten Fürsprecher hat. „Er ist ein taffer Bursche“, sagt der Superstar, der als Vize-Kapitän in Frankreich definitiv dabei ist, gleichwohl ebenfalls auf eine Wildcar für den aktiven Einsatz auf Le Golf National hofft. „Wir alle wissen, wie extrem intelligent er ist. Aber dazu kommt sein Herz... Er ist einer, der alles gibt. Und er will immer noch besser sein. Wir treten in Übersee an, in einer ziemlich gegen uns eingestellten Atmosphäre. Da brauchen wir solche Typen mit Feuer.“

Der dieserart Gelobte lässt dazu wissen, dass es „nichts besseres gibt als für sein Land zu spielen!“. Und beim Statement nach dem Sieg zum Auftakt des FedEx-Cup-Play-off gab DeChambeau zudem eine neue Kostprobe, warum er den Spitznamen „Verrückter Wissenschaftler“ trägt: „Ich lasse Toleranzen zu und ich verzeihe mir Fehler, denn irren ist menschlich. Man kann nicht alles zu jeder Zeit kontrollieren. Selbst wenn ich meine Biomechanik perfektioniere – was ohnehin unmöglich ist –, also, wenn ich dem wirklich sehr nahe käme, dann läge die Fehlertoleranz [meiner Schläge] immer noch jedes Mal bei 1,5 bis 1,8 Metern. Allein schon, weil niemand jemals die Bedingungen auf dem Platz zu 100 Prozent kontrollieren kann.“ So liest sich das, wenn ein studierter Physiker über Golf spricht – aber: recht hat er!

Björn und die Entscheidung „Vier aus Fünf“

Qual der Wahl: Es wird nicht einfacher für Thomas Björn. Nachdem sich Thorbjørn Olesen mit seinem Sieg bei der Italian Open in die Punkteliste gespielt und Ian Poulter verdrängt hat sowie selbst kaum mehr zu verdrängen ist, muss Europas Ryder-Cup-Kapitän nächste Woche eine schwierige Entscheidung zwischen fünf Weltklassespielern treffen, um sein mit Rookies überbesetztes Team optimal zu ergänzen. Zur Wahl stehen Henrik Stenson, Sergio Garcia, der seit langem als designierte Ryder-Cupper nach Europa zurückgekehrte Paul Casey, „Mr. Ryder Cup“ Poulter und schließlich Rafael Cabrera-Bello. Nur bedingt einfacher wird die Entscheidung dadurch, dass Garcia derzeit völlig unter Form spielt…

Spielt Woods beim Gigantenduell einen „Lefty“-Driver?

Ziemlicher Patzer: Haben Sie sich das Plakat des Gigantenduells zwischen Tiger Woods und Phil Mickelson am US-Erntedank-Wochenende im November in Las Vegas mal genauer angeschaut? Phil Mickelson hat‘s getan, und nicht nur dem Neu-Tweeter ist aufgefallen, dass Woods auf dem Poster einen TaylorMade-M3-Driver für Linkshänder schwingt:



Da hat jemand in der zuständigen Grafikabteilung bei der Gestaltung des Motivs ziemlich daneben gegriffen… Derweil übte sich „Phil the Thrill“ bei der Northern Trust schon mal im verbalen Vorgeplänkel zum Duell mit dem Tiger. Als ein Fan bei diesem Par-3-Abschlag von „Lefty“ ein „Sei besser als Tigers [Ball]“ dazwischen rief, entgegnete Mickelson noch bevor sein Ball auf dem Grün landete: „Oh ja, das ist er!“

Jordan Spieth und sein frustriertes Tap-in

Putting, die Erste: Das kommt davon, wenn man frustriert und zu nachlässig den gerade noch missglückten Bogey-Putt stopfen will; quasi im Vorbeigehen und mit einer Hand, so wie Jordan Spieth bei seinem ziemlich vermasselten 18. Loch am Freitag der Northern Trust:



Statt des Tap-in aus 15 Zentimetern war‘s am Ende dann ein Triple-Bogey, das aber wieder beidhändig exerziert.

Peterson und Stufe 2 des Golf-Ruhestands

Putting, die Zweite: John Peterson ist jener US-Pro, der seinen Golf-Ruhestand angekündigt hat, sofern er nicht die Rückkehr auf die PGA Tour schafft. Nun scheint der 29-jährige Texaner die nächste Phase des „Early Retirement“ eingeläutet zu haben, in dem er schon mal seine Ausrüstung zerlegt. Oder wie anders ist dieser Umgang mit dem Putter bei der Nationwide Children’s Hospital Championship auf der Web.com-Tour zu verstehen? Peterson hat übrigens die Runde mit dem Wedge zu Ende geputtet…





Tyrell Hatton und sein Glückskauf aus Frust

Putting, die Dritte: So schnell kann man Schwächen auf dem Grün kurieren. Nach einer unterirdischen dritten Runde bei der Northern Trust mit 73 Schlägen und davon 34 Putts schmiss Tyrrell Hatton seinen etatmäßigen „Flat Stick“ in die Ecke, marschierte vor lauter Frust in den Golfladen um die Ecke, kaufte sich dort einen neuen Putter und kam in der Finalrunde prompt mit einer 64 (-7) aus der Ecke. Mit dem „Ping Sigma G Darby“ für 149 Dollar plus Kord-Griff für 12,99 Dollar benötigte der 26-jährige Engländer nur noch 27 Putts. Der geteilte 20. Platz bescherte Hatton locker das schon verspielt geglaubte Ticket zur nächsten Bühne des FedEx-Cup-Playoff in Boston – entsprechend euphorisch fiel sein Tweet aus:

Augusta poliert die „Eisenhower Cabin“ auf

Hausputz: Im Augusta National Golf Club polieren sie weiter an der Makellosigkeit. Nach der Errichtung von Merchandising-Shop und Medien-Center, beides phänomenale Bauwerke, sowie parallel zur Erweiterung des Platzes im Bereich des 5. und des 13. Lochs legt man im Masters-Mekka jetzt auch Hand an ein Wahrzeichen. Die „Eisenhower Cabin“, jene 1953 für US-Präsident Dwight D. Eisenhower und seine Frau Mamie gebaute Lodge, wird kernsaniert. Das dreistöckige Bauwerk mit dem Präsidenten-Siegel am Eingangsgiebel, größtes der zehn Häuschen auf dem Golfplatzgelände, nahe dem 10. Abschlag und dem Übungsgrün gelegen, wird laut eines Club-Sprechers „in seiner Infrastruktur auf modernen Standard gebracht und gleichermaßen in seiner historischen Substanz erhalten“. In gewohnter Augusta-Effizienz soll das nach ein paar Wochen Arbeitszeit im Oktober abgeschlossen sein.

Die Eisenhower Cabin im Augusta National. (Foto: Getty)

Die Eisenhower Cabin im Augusta National. (Foto: Getty)

Golfer von verirrtem Schuss getroffen

Querschläger: Auf einem Golfplatz in Grande Prairie in der kanadischen Provinz Alberta wurde ein 23-Jähriger während eines Turniers angeschossen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kugel kam indes nicht von einem erbosten Flightpartner, wie man vermuten könnte, sondern von einer benachbarten Schießanlage, wo offenbar ebenfalls ein Wettbewerb des „Wapiti Shooters Club“ stattfand. Der verirrte Schuss traf den Golfer ins Bein, er wurde aber bereits wieder aus der Klinik entlassen.

Birdie geangelt

Zum Schluss: „Lads Golf“ zeigt uns, wie man Golf und Angeln miteinander verbindet und damit ein Birdie an Land bzw. ins Loch zieht. Sieht ganz easy aus, und die Choreographie ist wirklich perfekt:

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