Die besten Wedges 2016: Top 5 Wedges im Vergleich
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Könige des kurzen Spiels – Die fünf besten Wedges 2016

Mit ihnen wird angenähert, eingelocht und manchmal auch gezaubert. Die Wedges sind eine Waffe und ein Mysterium zugleich. Die besten fünf aus 2016 gibt es hier!

Die besten fünf Wedges der vergangenen Saison im Vergleich. (Foto: Cleveland/TaylorMade/Titleist/Callaway/Ping)
Die besten fünf Wedges der vergangenen Saison im Vergleich. (Foto: Cleveland/TaylorMade/Titleist/Callaway/Ping)

Wedges gelten in den richtigen Händen als wahre Waffen und ihre Designer und Ingenieure werden in der Equipment-Industrie teils als Helden verehrt. So kennt jeder die magischen Schläge von Phil Mickelson, der als einer der besten Wedge- bzw. Kurzspiel-Virtuosen im Golfsport gilt, oder hat schon einmal von Bob Vokey und Roger Cleveland gehört.

Diese beiden Herren gehören zu den besten Wedge-Designern der Welt und werden Ihnen in den folgenden Top 5 über den Weg laufen. Welche Wedges 2016 darüber hinaus die besten Leistungen gezeigt haben und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen, erfahren Sie in unserer Top 5 der Wedges 2016.

Titleist Vokey SM6 - Das Beste vom Besten

Alle zwei Jahre bringt Titleist gemeinsam mit einem ihrer wohl wertvollsten Mitarbeiter neue Wedges auf den Markt. Unter der Schirmherrschaft des amerikanischen Equipment-Spezialisten werden dann die von Bob Vokey designten, neuen Wedges präsentiert und meist sofort zum Kult. Die Vokey-SM-Serie hat inzwischen die ganze Welt erobert und gilt als das Beste, was es im Wedge-Segment zu kaufen gibt.

So auch 2016, wo die Vokey SM6 Wedges von Titleist von fast 40 Prozent der PGA- und European-Tour-Spieler genutzt wurden und zahlreiche Sieger begleiteten. Dementsprechend schaffen sie es problemlos und ohne Frage in die Top 5 der besten Wedges 2016 und haben wahrscheinlich auch die Spitzenposition inne.

Pro Contra
Gefühl: Die Vokey SM 6 fühlen sich im Treffmoment butterweich an und sehen dazu auch noch fantastisch aus. Besonders die mattschwarze Version. Preis: Die Vokey SM 6 spielen in einer eigenen, leider extrem hohen Preisklasse und heben sich dadurch von den anderen Modellen ab. Preis und Leistung stehen nur so eben noch im Verhältnis.
Backspin: Die Groove-Technologie ist perfekt ausgefeilt, sodass die Bälle gefühlt auf einem 5-Mark-Stück zum halten gebracht werden können.
Distanzkontrolle: Die Wedges gibt es in verschiedensten Bounce- und Grind-Variationen und sie werden beim Fitting perfekt auf den jeweiligen Spieler zugeschnitten, sodass die optimalen Gaps erzielt werden.



Cleveland 588 RTX 2.0 - Perfektion seit Jahrzehnten

Ebenso wie Titleist bringt Cleveland seit vielen Jahren unter der Leitung von Designer und Ingenieur Roger Cleveland Wedges auf den Markt, die neue Maßstäbe setzen. Dabei stehen die Wedges aus dem Hause der Amerikaner schon so lange für beste Qualität und Leistung wie kaum ein Zweiter.

In der vergangenen Saison waren es die 588 RTX 2.0 Wedges, die die beste Leistung brachten und auf die die meisten Spieler vertrauten. Im ständigen Vergleichskampf mit den Vokey SM Wedges machen Cleveland und Titleist fast 80 Prozent der im Profigeschäft gespielten Wedges aus. Daher ist es nur logisch, dass diese beiden auch das Ranking der Top 5 in 2016 anführen, und zwar mit weitem Abstand.

Pro Contra
Preis: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in den Top 5 bieten die Cleveland RTX 588. Ein absoluter Pluspunkt, wenn man bedenkt, dass es sich um einen der besten Wedge-Fabrikanten der letzten Jahre handelt. Ballverbrauch: Die perfekten und extrem unnachgiebigen Grooves haben lediglich einen Nachteil und der wirkt sich auf die Bälle aus. Die etwas zu scharfen Kanten sorgen für einen höheren Verschleiß am Ball.
Haltbarkeit: Die "Lebensdauer" der Wedges ist wesentlich höher als üblich. Die neue Laser-Groove-Technologie sorgt für eine wesentlich geringere Abnutzung.
Spin: Genau diese Laser-Groove-Technologie sorgt auch für perfekt geschliffene Grooves, die maximalen Spin bieten und dementsprechend perfekte Kontrolle auf den Grüns.

Callaway Mack Daddy 3 - Die Waffen des Virtuosen

Die Mack Daddy Wedges stehen ebenfalls seit einigen Jahren für beste Leistungen und neuste Technologien, was gewiss daran liegt, dass Roger Cleveland bei der Entwicklung seine Finger im Spiel hat. Den meisten Spielern sind sie jedoch durch die Zaubereien von Phil Mickelson bekannt. Der König des kurzen Spiels bedient sich ihrer zu immer unglaublicheren Schlägen und setzt mit den Mack Daddy 3 Wedges neue Maßstäbe.



Darüber hinaus konnten mit ihrer Hilfe 2016 zwei Majors gewonnen werden (Henrik Stenson und Danny Willett), was sie selbstverständlich in die Top 5 katapultiert. Nebenbei haben sie es in den letzten Jahren auch wieder vermehrt in die Bags der Amateure geschafft und sind spätestens seit der Mack Daddy e Serie wieder ernstzunehmende und richtig gute Wedges.

Pro Contra
Design: Die Mack Daddy 3 Serie ist die schönste unter den Top 5. Besonders das mattschwarze Finish sieht einfach spitze aus. Herstellung: Für einige mag es von Nachteil sein, dass die Wedges entgegen des marktüblichen Prozesses nicht geschmiedet sind.
Weiterentwicklung: Die Gewichtsentnahme und der zusätzliche breitere Grind (W-Grind) sorgen für noch bessere Spielbarkeit und die perfekte Mischung. Auswahl: Für die Experten und "Equipment-Nerds" von Vorteil kann die große Auswahl Laien und Einsteiger etwas überfordern. Unser Tipp: Immer ein Fitting machen.
Auswahl: Mehr Bounce- und Grind-Varianten findet man bei keinem anderen Anbieter, sodass für wirklich jeden Spieler die richtige Wedge-Kombination dabei ist.

Ping Glide - Die Cavity-Back-Lösung

Ping war und ist auf dem Wedge-Markt noch keine große Nummer und hat noch einiges aufzuholen. Mit ihrem Glide Wedge haben sie 2016 jedoch den Grundstein gelegt und sich besonders mit ihrem außergewöhnlichen und Wedge-untypischen Design in den Fokus gerückt.

Wo fast 90 Prozent der Wedges gegossene Blade-ähnliche Modelle sind, kommt Ping mit einem angedeuteten Cavity Back in seinen Glide Wedges daher und bespielt wieder einmal die ganze Palette an Golfern. Vom Einsteiger bis zum Single-Handicapper findet jeder das passende Glide-Modell. Damit hat sich Ping allein mit dem Wagnis, dieses Wedge auf den Markt zu bringen, einen Platz in den Top 5 verdient und bestätigt diese Platzierung noch mit unglaublich guter Performance.

Pro Contra
Herstellung/Form: Das Ping Glide Wedge ist nicht geschmiedet und bietet ein kleines Cavity Back. Dieser Bruch mit Konventionen überzeugt und begeistert. Sohlenauswahl: Die Auswahl der Sohlenschliffe ist etwas zu weit gefasst und kann daher verwirren. Daher auf jeden Fall ein Fitting vereinbaren, um das richtige Setup zu finden.
Gefühl: Das verwendete Material und das Cavity Back erzeugen ein sehr weiches und angenehmes Gefühl im Treffmoment und sorgen für ein rundum gutes Gefühl im Spiel.
Unterstützung: Die gut durchdachten Griffe der Wedges sind mit Markierungen versehen, die Einsteigern die richtige Griffhöhe schnell und einfach vermitteln sollen. Typisch Ping!





TaylorMade Tour Preferred - Die Wedges der Champions

TaylorMade Wedges wurden 2016 zwar nicht von so vielen Profis gespielt wie die Wedges von Titleist oder Cleveland, aber sie haben großartige Siege begleitet und zu diesen beigetragen. Allein die Goldmedaille von Justin Rose und der US Open Sieg von Dustin Johnson müssten schon zu einem Platz in den Top 5 führen, doch damit nicht genug. 90 Prozent aller TaylorMade Staff Spieler vertrauten in diesem Jahr auch auf die Tour Preferred Wedges.

Dies ist in dem Maße außergewöhnlich, dass Wedges häufig nicht in Schlägerverträgen integriert sind und von den Spielern individuell ausgewählt werden. Bis vor einiger Zeit griffen daher viele TaylorMade-Spieler auf andere Marken zurück. Dies ist seit dem aktuellen TP-Modell jedoch Geschichte, weshalb es das Wedge auch in die Top 5 geschafft hat. So viele Spitzenspieler können einfach nicht falsch liegen.

Pro Contra
Distanzkontrolle: Die Tour Preferred Wedges von TaylorMade liefern, wie zu erwarten war, die beste Kontrolle was die Länge als auch den Spin angeht. Gewicht: TaylorMade Wedges sind seit jeher etwas schwer geraten und daher nicht für jeden Spielertypen geeignet. Etwas weniger Gewicht würde der nächsten Generation daher gut tun.
Design: Sehr puristische Wedges an denen nichts zu viel oder zu wenig ist. Besonders auffällig und ansprechend ist das Design im Ansprechen. Feedback: Bei Off-Center-Treffern liefern die TP von TaylorMade ein sehr unangenehmes Feedback. Bei den anderen Modellen nicht so gravierend.
Spin: Das speziell "mikro-gefräste" Schlägerblatt verfügt neben den sichtbaren Grooves noch über zahlreiche "Mini-Grooves", die einen überaus guten Spin generieren.

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