Elektro-Trolley im Test: Der GolfQuant 3E
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Elektro-Trolley im Test: Der GolfQuant 3E

Mehr als vier Wochen und auf über zehn Runden testete unser Redakteur den GolfQuant 3E Elektro-Trolley. Das Feedback gibt's nun hier.

Unser Redakteur hat den GolfQuant 3E Elektro-Trolley ausgiebig getestet und nunmehr sein Urteil gefällt. (Foto: GolfQuant / Golf Post)
Unser Redakteur hat den GolfQuant 3E Elektro-Trolley ausgiebig getestet und nunmehr sein Urteil gefällt. (Foto: GolfQuant / Golf Post)

Wenn man unseren Redakteur aus Golfer-Perspektive beschreiben müsste, würden Attribute wie sportlich, locker, minimalistisch und entspannt aber immer mal wieder aufbrausend sicherlich am besten zutreffen. In Shorts und lässigem Outfit geht es ihm mit dem Tragebag auf dem Rücken einfach nur um das Spiel. Gut gefittete Schläger und ein halbwegs akzeptabler Ball sind die einzigen Equipment-Bestandteile die ihm wichtig sind, wenn es darum geht das Handicap nach unten zu treiben. Überhaupt steht für ihn eigentlich nur der Spaß am Spiel und die Geselligkeit im Vordergrund. Ihn also mit einem Elektro-Trolley auszustatten ist gelinde gesagt ungewöhnlich.

Doch genau dies ist der Knackpunkt und die Idee des vergangenen Produkttests mit unserem Partner GolfQuant. Die Trolley-Experten aus der Nähe von Frankfurt haben unseren Redakteur mit ihrem E-Trolley-Modell, dem 3E, ausgestattet, um ein unverfälschtes und ehrliches Feedback zu ihrem Top-Modell zu bekommen und den Golf Post Lesern gegebenenfalls zu beweisen, dass ein Elektro-Trolley etwas für jeden Golfer sein kann.

3E Elektro-Trolley im Test - "Am Anfang war ich skeptisch"

Unter den beschriebenen Voraussetzungen startete der Test des GolfQuant 3E Elektro-Trolleys in den Ausläufen des traumhaften Golfsommers. Unser Redakteur hatte pünktlich zum Test zwei Wochen Urlaub geplant und diese standen im Zeichen von "Golf Non-Stop". Der Trolley wurde demnach auf über zehn Runden und auf diversen Plätzen mit unterschiedlichster Topographie getestet und an seine Grenzen getrieben.

Geliefert wurde das Modell in einem Paket, welches zunächst keinen Elektro-Trolley vermuten ließ. Zu klein war der erste Gedanke. Doch dem kaum größer als einem klassischen Ikea Beistelltisch anmutenden Paket entsprang tatsächlich der 3E Elektro-Trolley. Den ersten Pluspunkt hatte sich GolfQuant damit schon einmal gesichert, denn unserem Redakteur schwante selbst hier schon böses. Wie sollte der Trolley überhaupt in den beschaulichen Kofferraum passen, wo doch schon das Golfbag fast allen Platz beansprucht. Diese Bedenken konnten schnell bei Seite geräumt werden und es ging los auf große "Golf-Trolley-Test-Tour". In fünf Tagen wurden sieben Runden Golf im Rhein-Neckar-Gebiet gespielt, wo an anderer Stelle ebenfalls ein ausführlicher Erfahrungsbericht zu folgt.

Angekommen auf der ersten Golfanlage fiel unserem Redakteur schnell ein, dass er nicht wie üblich, einfach losstürmen und den Platz einnehmen kann, sondern zuerst den Trolley aufbauen muss. Mit leichtem Augenrollen wurde die Tasche inspiziert und der 3E erstmals in all seiner Pracht bewundert. Überrascht stellte unser Redakteur fest, dass es lediglich drei bzw. vier Bestandteile des Trolleys gibt. Neben dem Hauptgerüst bestehend aus Vorderrad, Deichsel und "Unterteil" findet man beim 3E von GolfQuant noch eine Querstange und zwei größere, seitliche Räder. Zudem der Akku und schon war es das. Nach einem geschulten Blick auf die Bestandteile des Trolleys und einer kurzen Rückversicherung unter Zuhilfenahme der Bedienungsanleitung war schnell klar, welche Teile wo hin gehören.

Der GolfQuant 3E im Test - "Der Aufbau und die Bedienung sind kinderleicht"

Und siehe da! Der Trolley war im ersten Anlauf in nicht einmal einer Minute aufgebaut und betriebsbereit. Überrascht von dieser rasanten Inbetriebnahme folgte Überraschung Nummer zwei auf dem Fuße. Die Bedienung des 3E Elektro-Trolleys erschloss sich unserem Redakteur kinderleicht. Die Bedieneinheit unterhalb des hochwertigen Ledergriffes ist logisch wie einfach. Sechs Knöpfe, von den vier für vorwärts und rückwärts, sowie rechts und links dienen und je einer, der die Start-Stopp-Automatik regelt bzw. die seitlichen Räder sperrt und entsperrt.

Mit einfachen Klicks auf den "Vorwärts-Knopf" startet der Trolley und erhöht bei mehrmaligem Drücken seine Geschwindigkeit. Diese kann wiederum durch bedienen der "Rückwärts-Taste" gedrosselt werden, wobei der Start-Stopp-Knopf den 3E auch direkt zum Halten bringt. Sehr einfach und angenehm zu bedienen also. Einzig negativer Aspekt an der Bedieneinheit ist seine Optik. Während der 3E Elektro-Trolley ein sehr futuristisches und ansprechendes Gesamtbild abgibt und dank seiner geschwungenen Linien und dem "Torso" aus Titan einen sehr edlen Eindruck macht, wirkt die Bedieneinheit in seiner kreisrunden Form aus Kunststoff etwas unglücklich und unpassend an dem sonst optisch überzeugenden Modell.

Die Optik und das Design jedoch im Auge des Betrachters belassend, ging es unserem Redakteur vielmehr um die Funktionalität und den Betrieb des 3E Elektro-Trolleys.

"So ein Elektro-Trolley kann ja richtig was"

Nach erfolgter Inbetriebnahme ging es also darum Runde um Runde den Elektro-Trolley zu testen und alle erdenklichen Situationen zu simulieren. Auf zunächst sehr ebenen Plätzen ohne viel Up and Down schnurrte der 3E wie ein Kätzchen. Sehr ruhig und ohne jegliches "Ruckeln" begleitete er unseren Redakteur auf den ersten Runden. Nachdem es dann im zweiten Teil des Tests in hügeligere Gefilde ging, zeigte sich der 3E Elektro-Trolley weiterhin unbeeindruckt. Keinerlei "ächzen" war zu vernehmen, weshalb ihm in Sachen Sound ein hervorragendes Ergebnis attestiert werden kann.

Doch neben dem Sound zählt schließlich auch die Performance. Und diese stellte unser Redakteur vielleicht am meisten in Frage, wusste er nämlich nicht wirklich, warum ein Elektro-Trolley überhaupt notwendig oder geschweige denn hilfreich sein soll und kann.


Die Feuertaufe und gleichzeitig der Härtetest für die Performance des 3E sollte schließlich im Rahmen des "Golfwochenendes in OWL" erfolgen. An zwei Tagen spielte unserer Redakteur drei Runden, von denen zwei die Paderborner Stadtmeisterschaften bildeten. Mit großen Ambitionen und Erwartungen und eben dem Test-Trolley im Gepäck antretend, zeigte sich an diesem Sonntag im Spätsommer, warum ein Elektro-Trolley hilfreich sein kann und warum unser Redakteur vielleicht etwas blauäugig auf die elektrischen Helfer herabgeblickt hatte.

Voll fokussiert und tatsächlich mit gutem Golf unterwegs schaffte es unser Redakteur zwei Runden in Folge sehr starkes Golf zu spielen und merkte besonders in der Mischung aus geistiger und körperlicher Frische über 36 Loch den Einfluss des Elektro-Trolleys. Dank der mitgelieferten und gegen einen zusätzlichen Betrag zu erwerbenden Fernbedienung steuerte unser Redakteur den 3E immer wieder Richtung nächstes Tee und konnte so den Fokus voll unf ganz auf das Spiel legen. Die Fernbedienung funktionierte dabei ebenso simpel und einwandfrei wie der Auf- und Abbau und die Bedieneinheit am Trolley selber und bietet über weite Entfernungen absolute Verlässlichkeit.

Nach besagtem Wochenende war also der Zweifel und die Frage nach dem Sinn und Nutzen eines Elektro-Trolleys fast beseitigt und der GolfQuant 3E und unser Redakteur hatten ein Schlüsselerlebnis hinter sich gebracht, das zu einer ernsthaften Annäherung der beiden führte. Es folgten diverse weitere Runden im Bergischen Land, genauer gesagt im GC Felderbach und GC Gut Frielinghausen, bei denen die Power und Widerstandsfähigkeit des Elektro-Trolleys getestet wurden. Und was sollen wir sagen? Auch hier wurde unser Redakteur überrascht. Mit ordentlich Zug und Dampf versehen, erklomm der 3E Berg um Berg und war stets vor unserem Redakteur am Grün, Tee oder Ball. Auch der Akku, zu dem bisher nichts gesagt wurde, hält einwandfrei mehr als 36 Loch aus und ist schnell und einfach zu laden mit dem dazugehörigen Ladegerät.

Das ein oder andere Mal musste sich der Elektro-Trolley zwar den extremen Steigungen geschlagen geben, sodass er hinten über kippte, doch dies tat dem Gesamteindruck keinen Abbruch, wenn man weiß, welche Höhen es im Bergischen Land hier und da zu erklimmen gilt. So klang der Test nach knapp vier Wochen und mehr als 15 Runden aus und es blieb ein gescholtener und überzeugter Golf Post Redakteur zurück. Seine Vorurteile wurden fast zur Gänze ausgeräumt und der GolfQuant 3E überzeugte fast auf ganzer Linie. Die Einschätzung in den verschieden Test-Bereichen und die Vor- und Nachteile hat unser Redakteur im Überblick noch einmal zusammengefasst und eine Kaufempfehlung wird trotz des enorm hohen Preises von 4390,- Euro (Grundausstattung) ausgesprochen.

Der GolfQuant 3E Elektro-Trolley im Test - Fazit im Überblick

Vorteile Nachteile
 Schneller und einfacher Auf- und Abbau  Design der Bedieneinheit
 Ansprechendes Design  Sehr hoher Preis
 Leistung, Power und Widerstandsfähigkeit

sind außergewöhnlich gut

 Fernbedienung, Schirmhalter und Co. mit

teils hohem Aufpreis

 Ruhig und angenehm während des Betriebs
 Fernbedienung ist eine enorme Hilfe
 Packmaß ist erstaunlich gering
Was wurde getestet? Bewertung (0-5 Sterne)
 Design & Sound  ⭐️⭐️⭐️⭐️
 Auf- & Abbau / Packmaß  ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
 Performance & Widerstandsfähigkeit  ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
 Bedienbarkeit  ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
 Pflege  ⭐️⭐️⭐️⭐️
 Gesamteindruck  ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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