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Abu Dhabi HSBC Championship: Martin Kaymer an der Spitze!

Auch am zweiten Tag denkt Martin Kaymer nicht daran, vom Gaspedal zu gehen. Einige andere Deutsche verpassen das Wochenende.

Martin Kaymer Abu Dhabi HSBC Championship 2017 Tag 2 Ergebnisse
Erneut demonstriert Martin Kaymer, wie sehr der Abu Dhabi Golf Club ihm liegt. (Foto: Getty)

Martin Kaymer beweist wieder einmal, dass Abu Dhabi sein Steckenpferd ist: Die deutsche Nummer eins führt das Feld bei -12 ins Wochenende, dicht gefolgt von dem Spanier Rafa Cabrera-Bello auf dem zweiten bei elf Schlägen und auf dem dritten von einem internationalen Trio, bestehend aus dem Engländer Tommy Fleetwood, dem Iren Paul Dunne und dem Thailänder Kiradech Aphibarnrat bei zehn Schlägen unter Par.

Während Max Kieffer und Bernd Wiesberger sich über gelungene Runden freuen können, dürfen drei der deutschen Spieler am Wochenende nur noch zuschauen.

Gestatten: Martin Kaymer, Abu-Dhabi-Kenner

In Abu Dhabi auf einen Top-10-Platzierung von Martin Kaymer zu setzen, ist eine ziemlich sichere Bank. Nicht umsonst konnte der Mettmanner das Turnier bereits dreimal gewinnen und bekundete auch in einem Blogeintrag auf der European-Tour-Seite nochmals seine Liebe zum Platz. Er war bereits auf dem geteilten zweiten Platz gestartet, sodass er problemlos Kurs auf die Spitze nehmen konnte.

Zwar musste er an der 6, als er das erste Mal vom Par abwich, ein Bogey hinnehmen, das er aber an der 8 mit einem gekonnten Eagle mehr als nur egalisierte. Auf der Back Nine schließlich notierte er sechs Birdies und einem Bogey, was ihm mit seiner zweiten 66 in Folge bei zwölf Schlägen unter Par die alleinige Führung ein- und einem Sieg Nummer vier bedeutend näherbringt. Zumindest, wenn er noch mehr solche Schläge in Petto hat:



"100-prozentig glücklich bin ich immernoch nicht mit meinem Spiel", resümiert der Mettmanner im Interview mit Sky Sports nach seiner Runde. Es sei aber "toll, wenn man einfach loslassen kann."

Max Kieffer kratzt an den Top 10

Die vergangene Saison war für Max Kieffer gänzlich anders verlaufen als erhofft und auch die ersten Turniere in der neuen ließen mit einigen verpassten Cuts und maximal dem geteilten 54. Platz zu wünschen übrig. Nun aber scheint der Düsseldorfer den schwachen Runden den Kampf angesagt zu haben: Mit einer 70 ins Turnier gestartet, ließ er eine 67 folgen, sechs Birdies zieren die Scorekarte und bringen ihm trotz eines kleinen Ausrutschers an der 12 einen Sprung von ganzen 27 Plätzen ein. Damit liegt er, genau wie der Österreicher Bernd Wiesberger, der seinen 68er Auftakt mit einer 69 ergänzte, mit acht Schlägen unter Par auf dem geteilten elften Platz.



Deutsches Trio verpasst den Cut

Bei Marcel Siem hingegen schien rein gar nichts nach Plan zu laufen. Der 36-Jährige, der nach längerer Verletzungspause nun schon seit einiger Zeit wieder zurück auf der European Tour ist, hatte in Abu Dhabi bereits mit einer Runde über Par begonnen und auch mit der nachfolgenden gelang ihm kein Ausgleich, lag er doch bereits nach seinen ersten neun Löchern erneut zwei Schläge über der Platzvorgabe. Auch die zweiten Neun begannen mit einem Doppelbogey wenig erfreulich und auch der nachfolgende Endspurt mit insgesamt vier Birdies konnte nichts mehr ausrichten, ein abschließendes Bogey besiegelte die Runde dann endgültig.

Auch Alexander Knappe muss schon vorzeitig seine Sachen packen. Nachdem seine erste Runde mit einer soliden 70 abgeschlossen hatte, lief in der nächsten nichts mehr zusammen. Auf seinen ersten Neun setzte er dem vereinzelten Bogey zwar noch zwei Birdies entgegen, auf der Back Nine regnete es dann allerdings Schlagverluste: Vier Bogeys und ein Doppelbogey katapultierten ihn mit insgesamt drei Schlägen über Par aus dem Cut.

Wirklich knapp wurde es einzig bei Bernd Ritthammer, der dank seiner zweiten Parrunde in Folge längere Zeit nur einen Schlag von der Cutlinie entfernt lag. Diese aber verrutschte im Laufe des Turniertages nicht mehr zu seinen Gunsten, sondern im Gegenteil noch auf -2. Somit bleibt auch ihm das Wochenende verwehrt. Allerdings wähnt er sich da in guter Gesellschaft: Auch Masters-Champion Danny Willett (+6) und der letzte Ryder-Cup-Captain Darren Clarke (ebenfalls +6) werden die nächsten zwei Tage ihre Schläger stillhalten müssen.





Titelverteidiger Rickie Fowler fängt sich

Rickie Fowler hatte sich für den Turnierbeginn sicher eine andere Runde erträumt als die tatsächliche Parrunde, die es letztendlich geworden war. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, dachte sich der Amerikaner - und setzte prompt mit einer 68 nach. Einzig gegen Ende schwächelte er kurz mit einem Bogey an der 17, ansonsten blieb er fehlerfrei und hatte besonders mit seinen vier Birdies an den Löchern 8 bis 10 einen grandiosen Lauf:

Curtis Luck macht seinem Namen alle Ehre

Der amtierende US-Amateur-Champion Curtis Luck macht seinen Namen in Abu Dhabi zum Programm. Der Australier, der in einem Flight mit Alexander Knappe die ersten beiden Runden bestritt und der bereits einen Platz im Teilnehmerfeld der diesjährigen US Open sicher hat (vorausgesetzt, er behält den Amateurstatus), hatte mit einer auf den ersten Blick unauffällig anmutenden Auftaktrunde begonnen - auf den zweiten entbehren ein Eagle an der 2 und ein Birdiefinish nicht einer gewissen Spannung -, die zweite Runde aber glückte ihm gänzlich fehlerlos, dafür aber mit ganzen sieben Birdies, die ihn von den Top 10 aus ins Wochenende starten lassen.

Hanson schießt 66 - und muss prompt zum Doping-Test

Mit einer 71 zum Auftakt hatte das Event für den Engländer Chris Hanson nicht ganz nach Plan begonnen, über seine 66 am zweiten Tag aber konnte er sich nicht beschweren. Unter seine Erleichterung darüber, knapp außerhalb der Top 10 aus ins Wochenende einzuziehen, mischte sich recht bald Amusement, musste er sich doch nach seiner Runde gleich einem Doping-Test seitens der European Tour unterziehen:

Aktuelle Ergebnisse der Abu Dhabi HSBC Championship

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