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European Tour: Danny Willett gewinnt Saisonfinale, Francesco Molinari sichert sich Gesamtsieg

Danny Willett holt sich den Titel der DP World Tour Championship auf der European Tour, während Francesco Molinari das Race to Dubai gewinnt.

Francesco Molinari (li.) sichert sich das Race to Dubai, während Danny Willett sein Comeback-Sieg in Dubai feiert. (Foto: Getty)
Francesco Molinari (li.) sichert sich das Race to Dubai, während Danny Willett sein Comeback-Sieg in Dubai feiert. (Foto: Getty)

Zwei Masters Champions gingen im letzten Flight am Finaltag an den Start, um sich ein Battle zu liefern. Jedoch spielte Patrick Reed anfangs kein gutes Golf, so dass es die Chance für Danny Willett war hervorzuragen. Zum Schluss sollte es jedoch noch einmal spannend bei der DP World Tour Championship auf der European Tour werden, doch letztlich behielt Danny Willett die Überhand.

Die Gesamtwertung des Race to Dubai gewann Francesco Molinari, der eine hervorragende Saison gespielt hat und sich so den Sieg verdient hatte. Martin Kaymer war fernab des Geschehens an der Spitze auch mit von der Partie und spielte am Finaltag mit einer 71, die stärkste Runde seines Turniers. Mit einem Ergebnis von insgesamt +4 landet der einzige Deutsche im Feld auf dem geteilten 55. Rang.

Martin Kaymer beendet die European Tour 2018 mit Unter-Par-Runde

Für Martin Kaymer ging es am Finaltag nicht mehr um viel, denn die zuvor gespielten Runden boten dem Mettmanner keine Möglichkeiten mehr einen aussichtsreichen Rang zu erreichen. So ging es für Kaymer nur um eine gute letzte Runde zum Abschluss der Saison 2018 zu erzielen. Am Ende wurde es eine 71 auf dem Earth Course des Jumeirah Golf Estates. Zum Schluss seiner Runde konnte er dabei ein Birdie erzielen und kann so vielleicht noch einmal einen positiven Impuls aus der Finalrunde entziehen. Kaymer beendet das Turnier auf dem 55. Rang und dem 50. Rang im Race to Dubai.

Danny Willett schnappt sich das Zepter nach hiesigem Wettstreit

Wer hätte an ein Comeback von Danny Willett gedacht? Nach seinem Sieg im Jahre 2016 beim Masters, hat Danny Willett nicht viel von sich hören lassen. Tatsächlich war dies sein letzter Sieg eines Turnieres und ausgerechnet beim Saisonfinale der European Tour, drehte der Engländer voll auf und triumphierte über die besten Spieler, die die European Tour zu bieten hat. Dabei startete er direkt eindrucksvoll mit einem Eagle an Loch 2 und baute seine Führung über die kommenden Löcher noch weiter aus. Jedoch brachte sich der Engländer mit seinen Bogeys auf Loch 10 und 13 in Schwierigkeiten und sein Landsmann Matt Wallace nutzte diesen kurzzeitigen Schwachpunkt von Willen als Gelegenheit sich ebenfalls an die Spitze zu spielen.



Doch an Loch 14 konnte Willett sich dann mit einem Birdie aus den Klauen des Matt Wallace befreien und so gewann er das Zepter, welches die Trophäe der DP World Tour Championship darstellt. Auch Jon Rahm galt neben Wallace als Gefährder des Willet-Triumphs, der Spanier, der bereits im Jahr 2017 den Saisonabschluss der European Tour gewinnen konnte, spielte eine sehr starke vier unter Par zum Abschluss des Turniers und landete schließlich auf dem geteilten vierten Rang.

Der in der letzten Gruppe gestartete Patrick Reed, fand zunächst nicht gut in die Runde und verabschiedete sich kurzzeitig mit zwei Bogeys auf der Front Nine vom Geschehen an der Spitze. Nichtsdestotrotz kämpfte er sich mit drei Birdies auf den Löchern 10 bis 14 wieder zurück ins Geschehen und wollte so seinem Kontrahenten Willet noch einmal das Leben schwer machen.




Fortan war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Engländer und dem Amerikaner. Die beiden Masters-Sieger spielten auf den letzten fünf Löchern des Earth Golf Courses "Catch me if you can". Am Ende behielt der Gejagte Danny Willett die Nase mit zwei Schlägen vorne und gewann die DP World Tour Championship mit einem Gesamtscore von -18, da sich Reed mit einem Bogey an Loch 17 vom zweiten Rang schoss. Matt Wallace beendete seine Runde hingegen mit einem Birdie an Loch 18 und belegte somit den alleinigen zweiten Rang vor Reed.


"Es war sehr viel harte Arbeit," verriet Danny Willett der European Tour im Interview. "Es war schwierige. Ich bin unendlich stolz auf mich und jeden um mich herum." Er fügte noch hinzu: "Man weiß nie, wann ein Sieg auf einen wartet und mit allem was bisher geschehen ist, war ich mir nicht mehr ganz sicher, ob es jemals wieder passieren würde."





Francesco Molinari gewinnt das Race to Dubai

Nach einer grandiosen Saison mit zwei Siegen, einmal bei der BMW PGA Championship in Wentworth, der andere bei der Open in Carnoustie, holt sich Francesco Molinari auch den Gesamtsieg im Race to Dubai. Für den Italiener, der beim Ryder Cup zusammen mit seinem Vierer-Partner Tommy Fleetwood zur Ryder Cup Legende wurde, ist es die erfolgreichste Saison seiner bisherigen Karriere.

Beim Finaltag der DP World Tour Championship war für ihn relativ früh klar, dass ihm den Sieg des Race to Dubais keiner mehr nehmen könnte. Tommy Fleetwood (-10|T16) belegt den zweiten Rang der Order of Merit und somit steht das Duo "Moliwood" erneut ganz oben an der Spitze der europäischen Golf-Welt. Molinari ist zudem der erste Italiener, dem es gelingt, die Geldrangliste der European Tour zu gewinnen. Er beendet das Turnier mit -6 auf dem geteilten 28. Rang.

"Wir haben dieses Jahr viele Herausforderungen gemeistert. Ich habe zuvor noch nie ein Ryder Cup Match gewonnen und ich gewann fünf von fünf. Carnoustie war nie wirklich mein Favorit, zumindest nicht vor diesem Jahr, und ich gewann dort," sagte ein begeisterter Molinari der European Tour.

Über seinen Ryder-Cup-Partner Fleetwood verlor Molinari noch folgende Worte: "Er ist ganz klar ein großartiger Typ und ein sehr talentierter Spieler und ich bin mir sicher, da er jünger als ich ist, wird er noch einige Race to Dubais für sich entscheiden.

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1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Jürgen Schumann

    Wie kann man nach so einer Saison von Kaymer und dem Ergebnis im Finale überhaupt noch positive Worte zu seiner Leistung finden ? Totale Verdrängung und fehlende Selbstkritik ! Das wird leider zu keiner Wende führen. Er meint immer noch er kann auf Dauer mit der Spitze mithalten, dabei ist er hinteres Mittelfeld mit ab und zu sehr seltenen Ausreißern. Der gewohnte Trott geht weiter. Warum muß er eine unbedeutende Doppelkonkurenz nächste Woche spielen, anstatt sich eines der wesentlich besseren Turnieren auf einer der beiden Touren auszusuchen ??
    Hier muss er versuchen in den Tritt zu kommen und zu punkten, zumal wieder das Damoklesschwert mit der erforderlichen Turnieranzahl über ihm schweben wird.
    Immer kann man sich nicht mit Verletzungen herausreden und auf die Gnade der Offiziellen hoffen. Ich sehe leider für die schon laufende neue Saison ziemlich schwarz.

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