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European Tour: Junger Österreicher vor Premierensieg?

Ein Duo setzt sich an die Spitze der Porsche European Open. Der Masters-Champion und Matthias Schwab lauern dahinter .

Matthias Schwab hat am Finaltag der Porsche European Open die Chance auf seinen ersten European-Tour-Sieg. (Foto: Getty)
Matthias Schwab hat am Finaltag der Porsche European Open die Chance auf seinen ersten European-Tour-Sieg. (Foto: Getty)


Moving Day bei der Porsche European Open vor den Toren Hamburgs, doch das Wetter spielte heute nicht so ganz mit. Waren am Donnerstag und Freitag noch Temperaturen über 30 Grad und keine Wolke weit und breit zu sehen, kam es heute am Nachmittag zu einer fast dreistündigen Regen- und Gewitterunterbrechung. Letztendlich konnte alle Spieler die dritte Runde zu Ende bringen und Bryson DeChambeau und Richard McEvoy gehen als Führende in das Finale.

Spannender Moving Day auf der European Tour

An der Spitze des Leaderboards wurde es vor dem Finale richtig eng. Das amerikanische Duo um Patrick Reed und Bryson DeChambeau spielte wie in den Tagen zuvor auf dem Green Eagle Course in Winsen unter Par und hält sich weiter ganz oben. "Golf-Professor" Bryson DeChambeau trumpfte nicht so stark auf wie bei seiner 66 am Donnerstag, doch der PGA-Tour-Spieler machte nicht viele Fehler und konnte sich das ein oder andere Birdie einheimsen. Zwei unter Par hieß es am Ende für den 24-Jährigen und er geht zusammen mit Richard McEvoy als einer der Topfavoriten in das mit Spannung erwartete Finale.

Mit Richard McEvoy rechneten die wenigsten vor Beginn des Turniers, doch er spielt vor den Toren Hamburgs groß auf und kam mit einem Sieg bei der Le Vaudreuil Golf Challenge im Rücken mit viel Selbstvertrauen nach Winsen. Am Moving Day zeigte er keinerlei Nerven und bis auf ein Bogey an Loch 6, an welchem er in dieser Woche zum dritten Mal einen Schlagverlust einsteckte, rief er souverän sein Spiel ab. 69 Schläge hieß es am Ende des Tages und mit -12 insgesamt bildet er mit Bryson DeChambeau den letzten Flight morgen.



Dort will aber auch Matthias Schwab ein Wörtchen mitreden. Der Österreicher blickt weiterhin seinem ersten Titel auf der European Tour entgegen und geht mit Reed und einem Schlag Rückstand auf das Führungsduo ins Finale. Ingesamt spielte Schwab am Moving Day sehr solide auf und notierte sich am Ende ein 71 auf der Scorekarte.

Patrick Reed blieb bis auf ein Bogey an Bahn 13 fehlerfrei und verzeichnete vier Birdies. Die 69 auf dem Par-72-Kurs reichte am Ende für den Masters-Champion 2018, um von einem geteilten zweiten Platz in das Finale zu starten. 

Deutsches Trio in den Top 20

Allen John vom Golfclub St. Leon-Rot behauptet sich weiterhin im oberen Drittel des Feldes. Der Amateur zeigte am Moving Day in Winsen (Luhe) seine zweite unter-Par-Runde des Turniers und notierte eine 70 (-2). Natürlich war John damit "zufrieden". Er habe am Anfang zwar einige Probleme gehabt, in die Runde zu finden, so der 30-Jährige anschließend, doch er habe ebenso gewusst, wie er den Platz bei windigen Bedingungen zu spielen habe und habe es nach besagten Startschwierigkeiten auch umsetzen können. John startet nach drei Birdies und nur einem Bogey vom 16. Platz aus in die Finalrunde.



Max Kieffer blieb am heutigen Tag erneut unter Par und brachte eine 71er Runde ins Clubhaus. Mit vier Birdies und drei Bogeys am Moving Day beläuft sich sein Gesamstcore auf fünf unter Par und "Kiwi" geht als geteilter 16. in das Finale.

Philipp Mejow hatte zu Beginn seiner Runde etwas Startschwierigkeiten und musste innerhalb der ersten sieben Löchern gleich drei Bogeys hinnehmen und lediglich auf Loch 9 holte er sich einen Schlag zurück. Auf der Back Nine machte er durch ein Bogey und zwei Birdies noch einen Schlag gut. Bei einem Ergebnis von -5 geht er neben Kieffer und John in den Sonntag. Nur einen Schlag hinter dem Trio befindet sich Sebastian Heisele. Der 2,03 Meter große Pro teilt sich nach einer Par-Runde den 26. Rang bei -4.


Marcel Siem: Man sollte eigentlich ganz ruhig anfangen"

Marcel Siem gelang am Moving Day der Porsche European Open wenig, immerhin kam er vor der rund eineinhalbstündigen Gewitterunterbrechung durch. Mit drei über Par (75) war sein Ergebnis allerdings nicht zufriedenstellend: "Strategie war heute großgeschrieben und da habe ich heute zweimal richtig..." - der Rest war nicht jugendfrei. Schon auf Bahn 1 fing sich der 38-Jährige das erste Doppelbogey. "Da sollte man eigentlich erstmal ganz ruhig anfangen und nicht gleich so ein Theater machen. Das sind Sachen, die sind doof", bilanzierte Siem. Mit einem weiteren doppelten Schlagverlust auf Bahn 6 war die Runde gelaufen, ehe sie wirklich begonnen hatte. Immerhin zeigte der Ratinger auf der Back Nine noch vier Birdies, doch auch die waren nur Schadensbegrenzung und konnten Siem nicht besänftigen: "Ich bin sehr verägert, dass ich taktische Fehler gemacht habe. Als Routinier darf mir das nicht passieren, das hat mich auch während der Runde zerfressen."

Staben und Kolbing verlieren weiteren Boden

Auch Benedikt Staben und Jonas Kolbing konnten den dritten Turniertag auf der European Tour nicht nutzen, um sich nach vor zu spielen. Lokalmatador Staben, der nach der ersten Runde nur einen Schlag hinter dem Führenden lag, konnte seine 67 vom Donnerstag auch am Moving Day nicht bestätigen. Das Mitglied im Green Eagle legte der 77 (+5) vom Freitag eine 75 (+3) nach und rutschte bis auf den 73. Platz ab. Kolbing brachte eine 74 (+2) ins Clubhaus und geht vom 61. Rang in den Finaltag der Porsche European Open.

 

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