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Video: Was tun, wenn sich der Ball in den Sand gebohrt hat?

Beim Anvisieren des Grüns kann der Ball besonders ungünstig im Bunker landen. Eine LET-Proette weiß, wie Sie sich aus der misslichen Lage befreien.

Golf Video Trainingstipp Bunkerschlag
Was tun, wenn der Ball tief im Sand versenkt ist? (Foto: Screenshot)

Der sogenannte "plugged bunker shot" - der Schlag, der bei einem sogenannten "Spiegelei" erfolgen muss - ist laut der Ladies-European-Tour-Proette Isabelle Boineau "einer der schwierigsten Schläge im Golf". Deshalb erklärt sie im obigen Video, wie er funktioniert.

Wie kommt es zum "Spiegelei"?

Boineau gibt hierfür zunächst ein Beispiel, wie die missliche Lage überhaupt zustande kommt, aus der es sich mittels Bunkerschlag zu befreien gilt: Man ist auf einem Par-5, hat versucht, mit dem Sandwedge das nahe Grün zu treffen und wollte eigentlich, dass der Ball zwischen Fahne und Bunker auf dem Grün landet - der aber fliegt stattdessen in hohem Bogen in den Bunker und bohrt sich dort in den Sand.

Mit einem Bunkerschlag geschickt aus der Misere

Um den Ball aus dem Bunker zu befreien, muss der Schläger tief in den Sand. Boineau empfiehlt, kein Sand Wedge zu nutzen, sondern stattdessen ein Pitching Wedge, das weniger Bounce hat und sich daher leichter in den Bunkersand hinein gräbt. Die Schlagfläche sollte hierfür ein wenig geöffnet werden, allerdings nicht zuviel. Der Schlag sollte von außen nach innen erfolgen, damit der Ball aus dem Bunker hinaus katapultiert werden kann.

Mit dem Pitching Wedge ist allerdings nur erfolgreich, wer einen Bunker erwischt, dessen Kante nicht besonders hoch ist. Wenn die Bunkerkante höher ist, muss stattdessen doch das Sand Wegde her. Damit der Schläger trotzdem tief genug in den Bunker eintaucht, um den Ball aus seinem sandigen Grab zu befreien, sollte der Schläger gerade gehalten, die Schlagfläche also weder geöffnet,  noch geschlossen werden. Der Schlag selbst sollte wieder ein wenig von außen nach innen erfolgen. Auf dieser Weise fliegt der Ball auch über höhere Bunkerkanten hinaus.

Es gibt allerdings noch eine dritte Möglichkeit, immerhin ist das erklärte Ziel zunächst lediglich, den Ball aus dem Bunker hinaus zu befördern - besonders, wenn er so tief feststeckt, dass nur noch die Oberseite zu sehen ist. Hierfür gilt grundsätzlich: Je geschlossener die Schlagfläche, desto besser. Boineau demonstriert das mit einem Eisen 8.

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