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Greenfee pro Stunde statt Greenfee pro Runde

Mit einem Experiment will ein amerikanischer Club allen helfen: Das Greenfee soll nach Spielzeit berechnet werden. Praktikable Lösung oder gutgemeinter Versuch?

Ein Golf Club im US-Bundesstaat Missouri will Greenfees zukünftig nach Spielzeit abrechnen. (Foto: Getty)
Ein Golf Club im US-Bundesstaat Missouri will Greenfees zukünftig nach Spielzeit abrechnen. (Foto: Getty)

Das Lake of the Ozarks Resorts im amerikanischen Bundesstaat Missouri will seinen Mitgliedern und Gästen 2017 ein neues Konzept der Greenfee-Erhebung anbieten. Statt wie üblich pro Runde abzurechnen, will der zu Four Seasons gehörende Golf Club auf seinen beiden Kursen The Cove und The Ridge die Preise nach Spielzeit erheben.

"Da sind wir definitiv die ersten", sagte Matt Tausig, Golf-Verantwortlicher im Resort, der Lake News Online über das neue Konzept. "Ich arbeite seit 25 Jahren in der Golfindustrie und habe noch nie einen Golf Club gesehen, der diese Art der Bezahlung anbietet." Vorerst sollen pro Stunde zehn Dollar pro Person (inklusive Cart, zuzüglich Steuern) anfallen. Die Preise, so der Club, könnten aber je nach Tag und sogar Uhrzeit variieren.


Greenfee pro Stunde soll Club und Spielern entgegenkommen

Die Idee zu dem Experiment kam Tausig und seinem Head Pro Chris Lash aufgrund eines altbekannten Problems: "Eine der größten Herausforderungen, der Golfer sich stellen müssen, ist, dass Golf ein sehr zeitfressendes Spiel ist." Mit der neuen Methode, die Preise zu berechnen, würden nun gleich zwei Probleme angegangen: Zum einen bekämen die Spieler ein faireres Preis-Leistungs-Verhältnis, die ohnehin nicht planen, eine ganze Runde zu spielen, zum anderen könne der Club freie Startzeiten so besser vergeben.

Golf gegen Greenfee (pro Runde) soll es auf beiden Plätzen übrigens weiterhin geben. Kann das funktionieren? Was, wenn ein einzelner zwei Stunden gebucht hat und hinter einer Gruppe hängt, die das volle Greenfee bezahlt hat und keine Eile verspührt? "Wir betonen, dass alle respektvoll sein müssen", sagt Head Pro Lash. "Wenn wir einzelne Spieler gegen den Stundentarif auf die Runde schicken, erinnern wir sie daran, dass es wichtig ist, auf die anderen Gruppen Rücksicht zu nehmen und sie nicht zu stören."
Ob die Aktion eine praktikable Lösung mit Vorteilen für alle Seiten ist, oder ob es als gutgemeinter Versuch in die Geschichte eingeht, wird sich zeigen.



Was meinen Sie, kann das Konzept funktionieren? Würden Sie sich in Ihrem Club ein ähnliches Angebot wünschen? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

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1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Brigitte Roessel

    stundenweise – das gäbe kein gutes Gefühl, wenn man finanziell nicht so gut aufgestellt ist, oder wenn Schnecken im flight vornean sind – oder wenn man im eigenen Flight jemanden hat, der den Fairway nicht findet und ausführliche Suchen angesagt sind – und dann an den Flight dahinter denken, was die wohl denken ? Wenn ich wenig Zeit habe, freu ich mich über pfiffige Kurzplätze oder 6 – 9 Loch-Runden – das kostet auch weniger Zeit und ist doch entspannt. Bei uns klappt das übrigens mit dem Überholenlassen ganz gut – warum ist davon eigentlich nie die Rede ?

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