Premiere mit Honma: Und plötzlich entfalten die BERES-Eisen ihre Magie
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Premiere mit Honma: Und plötzlich entfalten die BERES-Eisen ihre Magie

Die Einweihung des neuen Schlägersatzes wird zum perfekten Ausklang der Golfsaison. Ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Golf Post hat die Honma Berres Eisen Mal genau unter die Lupe genommen. (Foto: Michael Basche)
Golf Post hat die Honma Berres Eisen Mal genau unter die Lupe genommen. (Foto: Michael Basche)

Besser kann ein Golfjahr nicht ausklingen als mit diesem herbstmilden Novembertag: Bei 14 Grad und strahlender Sonne aus nahezu wolkenlosem Himmel reichen langärmeliges Shirt und die geliebte graue Weste, auf dem Rücken klappert bei jedem Schritt leise das Golfbesteck und in der Ferne rahmt die Ostsee blau den Horizont.

Start ins zweite Golferleben

Aber nicht allein deswegen ist dieser Tag ein besonderer, er markiert vielmehr – diese Erhöhung mag erlaubt sein – so etwas wie den endgültigen Start ins zweite Golferleben. Begonnen hat diese Saison 2018 mit einer orthopädischen OP, nachdem die schmerzhaften Folgen eines lang zurück liegenden Skiunfalls nicht nur den Schwung restlos zu ruinieren drohten; nun endet sie mit dem Platzdebüt eines neuen Eisensatzes.

Das erste Rendezvous mit den Honma BERES IS 06 – wegen temporärer Aussetzer des Autors auf der Driving Range phasenweise eher ein Blinddate – ist ein paar Wochen her, zwischenzeitlich wurden die künftigen Klingen in der japanischen Manufaktur konfiguriert und haben den Weg von Sakata zum Golf Club Hamburg-Holm gefunden, wo Dennis Schieder als Honma-Repräsentant für Norddeutschland mit dem „GolfStore“ von Club Professional Gordon Mackintosh kooperiert und mir überreicht, was mein Dasein auf den Fairways fürderhin wesentlich erleichtern soll.

Ideal für geringes Schwungtempo

Es ist eine ziemliche Binse, dass sich Karbonschäfte gerade bei geringem Schwungtempo als außerordentlich hilfreich erweisen; und die ARMRQ X von Honma sind durch ihre manuell aufgetragenen und handgerollten Kohlenstofffaserlagen einzigartig auf dem Markt. 47 Gramm hat meine Schaftversion mit Standard-Flex, ein wahres Leichtgewicht im Vergleich zu den Stahlstecken, mit denen ich bislang hantierte, tapfer das fortschreitende Alter und den Umstand ignorierend, generell kein Schnellschwinger zu sein. „Mal sehen, wie sich das auf dem Platz anfühlt“, sagt die innere Stimme, während ich in beinahe zeremoniellem Ernst die Schlägerköpfe von ihrer Schutzverpackung befreie.

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Premiere: Mit den BERES IS-06 beginnt das zweite Golferleben. Foto: Michael F. Basche



In der Tat, die Umstellung hat‘s in sich. Die ersten Schwünge kommen mir vor wie eine Trockenübung mit dem „Luftschläger“. Meine stählernen Ben Hogan Apex mit der Elastizität einer Bahnschwelle haben mich – so kommt es mir vor – beim Abschwung förmlich nach unten gezerrt. Die BERES hingegen wollen tatsächlich geführt werden. Dank der in zehn Achsen verwobenen Graphitfasern und deren sternförmiger Anordnung in der äußersten Schaftschicht spielen sie dann aber auch perfekt mit. Im Wortsinn, denn sie lassen sich mühelos beschleunigen und bügeln mit ihrem enorm guten Torque-Wert auch unsaubere Treffmomente aus. Je höher und enger verflochten der Karbon-Anteil ist, desto mehr Sterne hat der Schaft, desto torsionsärmer ist er. „Selbst Bälle, die nicht im Sweetspot getroffen wurden, haben kaum Längen- und Richtungsverluste“, hat Honma-Repräsentant Schieder versprochen.

Wunderbar leicht und geschmeidig

Eine derartig hohe Verwindungssteifigkeit ist allerdings nichts für Shotmaker, habe ich mir sagen lassen. Was Wunder auch, wenn der fehlerverzeihende Schaft sich gegen alle Versuche stemmt, den Ball zu shapen. Spielern solcher Güteklasse empfiehlt Dennis Schieder allenfalls den Zwei-Sterne-ARMRQ oder gleich die sportliche „Tour-World“-Linie, deren „474“-Modellreihe in den nächsten Tagen gelauncht wird, passend zum Geschehen auf der European Tour, die gerade mit der Honma Hong Kong Open in die nächste Saison startet.

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Das Ostsee Golf Resort Wittenbeck: Perfekter Platz für solch einen Anlass. Foto: Michael F. Basche

Für einen Graukopf im Ende des fünften Lebensjahrzehnts hingegen sind die Drei-Sterne-BERES fast Zauberstäbe. So stehe ich jetzt auf dem Fairway und blinzele in Richtung Fahne, während die gold-schwarz lackierten Schäfte in der tiefstehende Nachmittagssonne glitzern. Man muss das Bicolor-Design der Schläger mit jeder Menge Gold am Stil und in der Rückseite des Kopfs mögen, so wirklich japanisch puristisch ist es nicht. Oder es kann einem egal sein – wie mir, weil nicht zählt, was draufsteht, sondern was drin steckt. Und die IS-06 spielen sich wunderbar leicht und geschmeidig, „führig“ ist ein schöner Begriff. Ach so, wo bin ich eigentlich? Im Ostsee Golf Resort Wittenbeck, jener traumhaft oberhalb des charmanten Seebads Kühlungsborn gelegenen 27-Loch-Anlage. Was wäre auch idealer für eine Premiere als die gefühlte sportliche Heimat…



Lofts um ein paar Grad steiler als gewohnt

Dennoch brauche ich neun Loch, um warm zu werden. Weniger mit den Honma-Eisen, sondern wegen all der Gedanken, die man in so einen Anlass packt. Besonders gut soll‘s doch werden. Nach einem verheißungsvollen Auftakt mache ich mir mal wieder das Leben schwer. Die BERES kommen dabei kaum zum Einsatz, weil ich den nagelneuen Waffen nicht die Hackerei aus dem Rough zumuten will, in das ich den einen oder anderen Drive versenke. Dafür nehme ich lieber meine alten Wedges.

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Die Kombination macht's: Mit Honma und Golf Post im Wortsinn auf Kurs. Foto: Michael F. Basche

Am Abschlag meines zehnten Lochs auf dem optisch grandiosen und ziemlich anspruchsvollen „Eikhof“-Kurses, in diesem Fall die Bahn eins mit dem „verführerischen“ Bachlauf auf der rechten Seite, bin ich entspannt genug, um meine Runde endlich genießen zu können. Prompt entfalten die Honma-Eisen ihre Magie. Zumal ich mittlerweile daran gewöhnt habe, dass die Lofts um ein paar Grad steiler ausfallen als bei den bislang gewohnten Hogans und der Satz deswegen zwei Schläger mehr hat.

Wofür braucht man ein Eisen 11?

Auf der Par-3-Zwei befördert ein locker geschwungenes Eisen 5 den Ball über gut 150 Meter „Pin high“ ins rechte Vorgrün, was mir mit Stahlschäften lange nicht mehr gelungen ist. Anschließend beantwortet sich auch die Frage, wofür man eigentlich ein 10er oder gar ein 11er Eisen braucht? Der kürzeste Schläger in meinem neuen Ensemble hat 46,5 Grad, mein Chip locht die Murmel fast ein. Der Rest der Runde ist pures Vergnügen, die nächste Golfsaison kann kommen, ich freue mich drauf wie der in Berlin sprichwörtliche „Bolle auf‘m Milchwagen“!
Hinweis: Der Schlägersatz Honma BERES IS-06, Eisen 5 bis 11, wurde von Honma Golf Europe kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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