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Italian Open: Tyrrell Hatton nach spannendem Kampf erneut siegreich

Tiefe Scores beim Finaltag der Italian Open versprachen ein hochspannendes Rennen. Am Ende machte es Hatton erneut. Max Kieffer schrammt haarscharf an Top 10 vorbei.

Ein glücklicher Tyrrell Hatton nach seinem Sieg bei der Italian Open 2017. (Foto: Getty)
Ein glücklicher Tyrrell Hatton nach seinem Sieg bei der Italian Open 2017. (Foto: Getty)

Das fünfte Turnier der hoch dotierten Rolex Series fand in Mailand statt. Für die Spieler zählte jeder Euro im Race-to-Dubai-Kampf. Im Golf Club Milano, direkt an der Formel Eins Rennstecke Monza, herrschten am Finaltag sommerliche Temperaturen und Windstille. Ideale Bedingungen, um bei der Italian Open tief zu scoren. Einem gelang das Besonders gut: Tyrrell Hatton sicherte sich den Titel, während Max Kieffer bester deutscher Spieler wird.

Kieffer verpasst Top-10-Platzierung  bei der Italian Open

Maximilian Kieffer, der in dieser Woche sehr gut aufspielte und den Finaltag auf dem geteilten sechsten Rang begann, musste zurückstecken. Nach einem bogeyfreien dritten Tag kam der Hubbelrather nicht richtig in Fahrt und verzeichnete zu wenig Schlaggewinne. Ein Eagle an Bahn 14 ließ ihn dann aber doch noch einmal stark zurückkommen. Am Ende belegte er einen guten geteilten 15. Rang mit ingesamt 15 Schlägen unter Par und wird bester deutscher Teilnehmer.

Im Kampf um die Tour-Karte wird das Eis für Florian Fritsch langsam dünn. Eine Even-Par-Runde war heute einfach zu wenig, um für den Münchener entscheidene Punkte mitzunehmen. Durch gute Ergebnisse seiner Konkurrenten rutschte er im Leaderboard nach unten auf den geteilten 38. Platz.


Bernd Wiesberger, als Zehnter der europäischen Geldrangliste in das Turnier gestartet, sorgte mit einer 69er Runde für einen versöhnlichen Abschluss. Für seine Ansprüche dennoch viel zu wenig, da er in der Gesamtbetrachtung nur den geteilten 45. Rang erreichte. Seine Konkurrenten in der Race-to-Dubai-Wertung um Jon Rahm (T15 ) und Titelverteidiger Francesco Molinari (T6) spielten deutlich besseres Golf. Der Spanier Rahm zeigte immer mal wieder, welch überragendes Ballgefühl in ihm steckt.



Super Scores am Finaltag

An der Spitze des Leaderboardes tümmelten sich so einige Spieler. Die Top-Bedingungen auf dem Platz ließen Birdies in Serie purzeln. Bereits früh am Tag setzte der Engländer Jordan Smith ein Ausrufezeichen mit einer 63er Runde und deutete an, dass der Milano Course heute einiges hergab, um tief zu schießen.

Auf der Back Nine kristallisierte sich dann langsam heraus, wer bis zum Ende mithalten kann. Einer von ihnen war Ross Fisher. Der Engländer, der in den vergangenen Woche eine Fabelrunde von 62 Schlägen auf dem Old Course in St. Andrews bot, bewies auch am heutigen Tag sein ganzes Können. Präzise Schläge und super Putts brachten ihn ganz nach vorne. Mit 20 Schlägen unter Par (-8 am heutigen Tag), setzte sich der fünffache Tour-Sieger auf dem geteilten ersten Rang fest. 



Hatton entscheidet Dreikampf

Lange Zeit sah Kiradech Aphibarnrat nach einem möglichen Sieger aus. Doch der für sein Ballgefühl bekannte Thai-Profi, zeigte auf der 16. Bahn Nerven und musste ein Doppelbogey notieren. Es war bereits sein 23. in dieser Saison. So wurde es hinten raus noch einmal richtig spannend, denn Aphibarnat setzte sich ebenfalls mit 20 Schlägen unter Par auf den geteilten ersten Rang. Tyrrell Hatton, der vergangene Woche die Alfred Dunhill Links Championship gewann, legte zum Endspurt an und puttete an Bahn 15 fulminant zum Birdie.





Am Ende lagen drei Professionals auf dem geteilten ersten Platz, bevor Tyrrell Hatton die 18. Spielbahn betrat. Alles sah nach einem Stechen zwischen den drei Kontrahenten aus, doch Hatton lochte in souveräner Manier zum Birdie ein und schnappte sich den Titel. Es ist sein zweiter Sieg innerhalb von sieben Tagen.

Wahnsinns Hole-Out

Der Schlag des Turnier gelang Matt Wallace am 17. Loch. Ein fantastischer Chip, nach einem Free Drop, ließ ihn nochmal an die drei Führenden herankommen. Alleiniger Vierter hieß es am Ende für den jungen Engländer.

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