Jochen Schulz organisiert die Tour Series
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Tour Series – Der FedExCup für Amateure

Ein FedExCup für Amateure? Tour Series! Die Turnierserie von Jochen Schulz bietet Ranking und Finale. Golf Post hat mit ihm gesprochen.

Tour Series Jochen Schulz
Jochen Schulz ist Organisator der Tour Series. (Foto: Getty)

Zum Golf gekommen ist Jochen Schulz durch Zufall. Nachdem er eine Weile als Tischtennisspieler unterwegs war, entschied er sich, auch mal einen anderen Sport mit einem ähnlich großen Ball auszuprobieren. So blieb der Hannoveraner am Golfsport kleben, war zeitweilig Kapitän einer Jungseniorenmannschaft. Dort kam ihm auch die Idee zur Tour Series.

Die Tour Series - "Eine Art FedEx-Cup"

Der Plan zur Tour Series entstand, als Schulz den Leistungsstand "seiner Jungs" in der Mannschaft prüfen wollte, um die Spieler klug aufstellen zu können. Zu diesem Zweck überlegte er sich "eine Art FedEx-Cup, erstmal nur für die Mannschaft". Schnell wurde das Amateur-Ranking beliebt im ganzen Club und wurde schnell auf die ganze Region ausgeweitet. Seit letztem Jahr können schließlich Spieler in ganz Deutschland ihre Leistungen vergleichen.

Wie das funktioniert? Anders als beim FedEx-Cup wird nicht eine Reihe bestimmter Turniere gewertet, zu denen alle Spieler antreten müssen, die Punkte sammeln wollen. Stattdessen zählen alle vorgabewirksamen Turniere im Heimatclub und auswärts. Ist der Club Mitglied bei der Tour Series, werden die Ergebnisse aller Spieler, die sich für das Ranking angemeldet haben, automatisch verbucht. Die besten sechs gespielten Turniere fließen in die Wertung für das jeweilige Jahr ein. Mit wem sie sich vergleichen möchten, ist den Spielern selbst überlassen. "Die erste Ebene des Wettbewerbs", sagt Schulz, "ist immer im Golfclub, der mitmacht." Natürlich kann man seine Motivation auch aus dem Vergleich mit Spielern aus der Region - oder eben aus ganz Deutschland - ziehen.

Das begehrte Finale

Am Ende der Saison schaffen es die besten Spieler im Dezember zum "Master Finale" auf Lanzarote. Vier Tage Golfen inklusive Live Scoring - "da fühlt man sich ein bisschen wie ein Profi", so Schulz. Wer eine Tour Series Card gekauft hat und damit am Ranking teilnimmt, kann es theoretisch bis auf die Insel schaffen. Die stärksten Spieler werden entweder sofort nach Lanzarote eingeladen, oder müssen erst im Zwischenfinale bestehen. Die Wahrscheinlichkeit, es von dort aus ins endgültige Finale zu schaffen, ist mit 50/50 recht hoch.



"Wir sorgen für Leben im Golfsport"

Zu den Highlights gehört für Schulz, dass die Tour Series "für Leben sorgt im Golfsport". Freizeitgolfer stacheln sich gegenseitig an, spielen mehr Turniere. "Gerade gegen Schluss der Saison, wenn die Rankings immer näher zusammenrücken und die Leute noch Punkte brauchen", würden vermehrt Turniere gespielt, so Schulz. Die zehn Prozent Bonus bei "Auswärtsspielen" motivieren außerdem, auch mal woanders zu spielen als auf dem Heimatplatz. Ab diesem Jahr gibt es zudem einen Teamwettbewerb, bei dem die Ergebnisse der einzelnen Teammitglieder addiert werden, die Spieler können also quasi eine eigene kleine Mannschaft bilden.

"Golf wird in Deutschland mit übertriebenem Ehrgeiz betrieben"

So sehr er seinen Sport liebt, weiß Schulz aber auch klar zu beantworten, was ihn am Golf am meisten stört: "Es wird in Deutschland mit übertriebenem Ehrgeiz betrieben." In Schweden zum Beispiel ginge es "entspannter zu" und trotzdem nicht weniger sportlich. Dass die Tour Series diesen Ehrgeiz schürt, lehnt er entschieden ab - hierbei ginge es darum, den "sportlichen Gedanken beim Golf mal wieder aufleben zu lassen".

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