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Mehr Pferdestärken für das Golfbag

Zahlreiche namhafte Automobilhersteller haben mit der Entwicklung eigener Golfschläger experimentiert. Wir stellen die spannendsten Produkte vor.

Der Automobilhersteller Bentley hat seine Golfkollektion auf der PGA Show 2016 vorgestellt. (Foto: Bentley)
Der Automobilhersteller Bentley hat seine Golfkollektion auf der PGA Show 2016 vorgestellt. (Foto: Bentley)

Ferrari, Bentley und Lamborghini. Wer diese Namen hört denkt an schnelle und kostspielige Autos. Doch diese Marken sorgen nicht nur auf den Straßen für hohe Geschwindigkeiten sondern auch auf dem Golfplatz - und das hat gute Gründe.

Von der Industrie inspirierte Golfschläger

Die Ingenieure von Automobilen und Golfschlägern stehen, trotz massiven Größenunterschieden, vor sehr ähnlichen Herausforderungen. Sie müssen die äußere Form ihrer Produkte möglichst aerodynamisch gestalten. Wenig Luftwiderstand sorgt für höhere Geschwindigkeiten, sowohl bei Autos als auch bei Schlägern. Zudem sorgt die ständige Weiterentwicklung von Materialien für mehr Widerstandsfähigkeit und weniger Gewicht.

Es ist naheliegend, dass die Expertise aus beiden Bereichen vorteilhaft bei der Entwicklung neuer Produkte sein kann. So gab es bereits einige Versuche von Automobilherstellern eigene Golfschläger zu entwickeln, die wir euch im Folgenden vorstellen.

Bentley Golf

Auf der PGA Merchandise Show 2016 stellte Bentley seine erste Golfschläger Kollektion vor. Die Eisen sind aus Karbonstahl gefertigt und werden im japanischen Ort Ichikawa handgeschmiedet. Die Driver bestehen aus Titan und sind mit 9°, 10,5° und 12° Loft erhältlich.

Die Bentley Golf Kollektion. (Foto: Bentley)

Die Bentley Golf Kollektion. (Foto: Bentley)



Das 14-teilige Set verkauft der britische Automobilhersteller für 3.500 US-Dollar. Wer es lieber exklusiv mag, kann sich seine Schläger individuell anpassen lassen. Für dieses Extra, inklusive einer Reise nach Japan, muss man allerdings weitaus tiefer in die Tasche greifen.

Ferrari Golf Collection / Cobra

Dieser kunstvolle Driver ist das Ergebnis einer Kollaboration zwischen Ferrari und Cobra Puma Golf. Ingenieure des italienischen Autobauers nahmen sich Cobras ZL als Grundlage und modifizierten die Form des Originals um schnellere Schlaggeschwindigkeiten zu erreichen.

Ferrari

Der COBRA Ferrari Driver. (Foto: Cobragolf)

Der Schlägerkopf besteht aus Titan sowie Kohlefasern in Krone und Sohle. Um den Schläger seinem Set hinzuzufügen muss man derzeit 799 US-Dollar bezahlen.



Lamborghini / Callaway

2010 fanden sich Ingenieure von Callaway und dem Automobilhersteller Lamborghini zusammen um an einem Material zu arbeiten, welches sowohl für Autos als auch für Golfschläger verwendet werden kann.

Lamborghini

Der Callaway RAZR Hawk. (Foto: Callaway / Lamborghini)

Das Ergebnis dieser Kollaboration nennt sich „Forged Composite“, eine weiterentwickelte Kohlefasertechnologie. Das neue Material wurde für die RAZR Hawk und Diablo Octane Driver von Callaway verwendet.

Mercedes AMG

Auf der PGA Merchandise Show 2012 sorgte ein Schlägerset für Aufsehen, welches im Mercedes AMG Design gestaltet war. Die Firma WSH Inc. kollaborierte für die Entwicklung eng mit dem Formel Eins Team und konnte Technologien aus der Rennserie in ihr Golfequipment integrieren. Zum Starttermin wurde der Driver zu einem Preis von 399 US-Dollar verkauft.

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Der Mercedes AMG Golf SA188. (Foto: Mercedes AMG)





Aston Martin

Im Jahr 2014 produzierte MD Golf ein Equipment Set in Zusammenarbeit mit dem britischen Autoproduzenten Aston Martin. Die Schläger sind mit einem 55g leichten Schaft sowie einem Griff aus Känguruleder ausgestattet. Der Titan Driver hat einen Loft von 10,5° und wird für 449,99 US-Dollar angeboten.

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Der Aston Martin Golf Driver. (Foto: Aston Martin)

Boeing / Callaway

Boeing ist zwar kein Automobilhersteller, dennoch ist diese Kollaboration ein tolles Beispiel von externer Technologie, die in Golfequipment eingeflossen ist. Für seine XR16 Driver Reihe hat sich Callaway mit den Aerodynamik Experten des Luftfahrtunternehmens zusammengesetzt.

Boeing

Der Callaway XR 16. (Foto: Callaway)

Das Ziel der Zusammenarbeit war die Entwicklung eines Drivers, der durch seine Größe Fehler verzeiht und trotzdem ein Maximum an Geschwindigkeit liefert. Durch eine weiterentwickelte Krone wird der Luftstrom näher am Kopf entlanggeführt, der Widerstand verringert und in Folge die Schlaggeschwindigkeit erhöht. Auch uns hat der 399 Euro teure XR 16 im Test überzeugt.

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