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Ping: Der Präsident geht – Eine neue Ära beginnt

Der Präsident und COO der amerikanischen Schlägermanufaktur Ping verlässt nach 45 Jahren das Unternehmen und lässt die nächste Generation ans Werk.

Der langjährige Präsident von Ping, Doug Hawken wird seinen Posten nach 45 Jahren im Unternehmen räumen und in den Aufsichtsrat aufsteigen. (Foto: YouTube.com)
Der langjährige Präsident von Ping, Doug Hawken wird seinen Posten nach 45 Jahren im Unternehmen räumen und in den Aufsichtsrat aufsteigen. (Foto: YouTube.com)

Am 24. Oktober 2016 gab Ping das Ende einer großen und langen Ära bekannt. Der Präsident und COO (Chief Operating Officer) Doug Hawken wird seine Ämter beim amerikanischen Schläger-Riesen zum 31. Januar 2017 niederlegen und in das "Ping Board of Directors" einziehen. Das Board, welches in Deutschland mit einem Aufsichtsrat vergleichbar ist, wird damit um einen unermüdlich für Ping agierenden "alten Hasen" der Branche reicher.

Doug Hawkens und Ping - eine Erfolgsgeschichte

Die Wege von Doug Hawkens und Ping kreuzten sich erstmalig nach Hawkens Studienabschluss an der Arizona State University im Jahr 1971. Als frischgebackener 22-jähriger Akademiker war er damals auf der Suche nach einem Job und ist nach eigener Aussage heute noch unendlich dankbar, dass der damalige Firmeninhaber Allan Solheim ihm diese Chance anbot.

Vom Assistenten in der Produktion zu ihrem Leiter arbeitete sich Hawkens schließlich 1999 bis zum Präsidenten und COO von Ping hoch und lebte damit seinen ganz persönlich "American Dream". Jetzt, im Jahr 2016, kommt die Erfolgsgeschichte zu ihrem vorläufigen Ende und Hawkens scheidet nach 45 Jahren aus dem operativen Geschäft aus. Seine Identifikation mit dem Unternehmen drückt Hawkens auf seine Zukunft im Aufsichtsrat blickend wie folgt aus. "Ich bin der Familie Solheim sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sie mir eröffnet haben und geehrt nun in den Aufsichtsrat von Ping aufsteigen zu dürfen."

Die Verdienste des Kaliforniers sind dabei "zu lang um sie aufzulisten", wie Ping-CEO John Solheim in einer Stellungnahme sagte. Hawkens professionalisierte in seiner Zeit bei Ping die Produktion von Golfschlägern und sonstigem Equipment und führte bei den Amerikanern das sogenannte "lean manufacturing" ein, dass aus der Automobilproduktion bekannt ist und enorme Einsparungspotenziale verspricht. Hierdurch legte Hawkens einen Meilenstein und machte Ping zum ersten und einzigen amerikanischen Equipment-Hersteller, der ein ISO-Zertifikat für sein Qualitätsmanagement bekam und immer noch hält.

Ping-CEO spricht von beispielloser Karriere

Ping-CEO John Solheim ist voll des Lobes für seinen langjährigen Kollegen und Freund Doug Hawken. (Foto: Getty)

Ping-CEO John Solheim ist voll des Lobes für seinen langjährigen Kollegen und Freund Doug Hawken. (Foto: Getty)



Dankbarkeit ist das Erste was dem Ping-CEO John Solheim in den Sinn kommt, als er auf Hawkens Ausscheiden angesprochen wird. "Im Namen der gesamten Solheim und Ping Familie möchte ich mich bei Doug für sein Engagement und seinen Einfluss in den letzten 45 Jahren bedanken." Die Verdienste seines langjährigen Mitarbeiters und Freundes kann Solheim nicht genug würdigen. "Seine zahlreichen Ideen und Initiativen haben uns erst zu dem weltweit führenden Unternehmen gemacht, das wir heute sind. Dabei hat ihn seine offene und freundliche Art zu einem der respektiertesten Akteure in unserer Branche gemacht."

Neben dem Respekt und der Anerkennung gegenüber Hawkens spricht Solheim aber auch die Zukunft an und blickt positiv auf Kommendes. "Mit Dougs Ausscheiden geht auch ein Wandel einher, den wir seit einigen Jahren vorbereiten. Die nunmehr dritte Generation der Solheims wird nun in Führungspositionen aufsteigen und ich freue mich darauf, diese neue Garde und unser Unternehmen in die Zukunft zu führen."

Mit Doug Hawkens im Aufsichtsrat, Solheim selbst an der Spitze und jungen, motivierten Nachkommen ist sich der CEO daher sicher, dass Ping weiterhin gut aufgestellt ist und erfolgreich in die Zukunft gehen wird. "Unser Team ist stärker und enger zusammengerückt, als es das jemals war."

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