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Ryder Cup 2018: Deutliche Führung für Team Europa

Ein spannender Nachmittag endet im Unentschieden und Europa geht mit einer starken Führung in die Single-Matches beim Ryder Cup 2018.

Justin Rose und Henrik Stenson erleichtert nach ihrem Match-Sieg beim Ryder Cup 2018. (Foto: Getty)
Justin Rose und Henrik Stenson erleichtert nach ihrem Match-Sieg beim Ryder Cup 2018. (Foto: Getty)

Mit neuer Energie starteten die Amerikaner in die zweite Nachmittagssession des Ryder Cup 2018 und sorgten für spannende Fourballs. Team USA begegnete den Europäern nach dem Rückstand vom ersten Tag am Samstag auf Augenhöhe. Das spiegelte sich in dem 2:2 Ergebnis des Nachmittags. Mit zehn Punkten geht Team Europa mit einer deutlichen Führung in den Sonntag, die USA können eine Gesamtbilanz von sechs Punkten aufweisen.

Match 1: Stenson und Rose zittern sich zum Sieg

Bereits am ersten Loch des Samstagnachmittag setzten Dustin Johnson und Brooks Koepka ein Zeichen: Team USA würde sich nicht unterkriegen lassen. Ungeachtet des Rückstandes würden sie alles geben, um sich am Sonntag eine Chance offen zu halten. Aber mit ihrer ganzen Ryder-Cup-Erfahrung ließen sich Justin Rose und Henrik Stenson nicht beirren und holten sich nach und nach die Löcher von den Amerikanern.

Es gelang ihnen, sich einen 2Up-Vorsprung zu erspielen, sie konnten aber nicht so davonziehen wie am Vortag. Als die beiden Trainingspartner anfingen, Löcher erneut für sich zu entscheiden, wurde es noch einmal spannend. Mit einer 1Up-Führung zitterten sich die Europäer bis zum 17. Loch, wo Stenson einen unglaublich wichtigen Parputt zum Sieg lochte.

Justin Rose

Henrik Stenson

< 2&1

Dustin Johnson

Brooks Koepka

Match 2: Garcia und Noren unterliegen beim Ryder Cup 2018

Am Vortag hatten Sergio Garcia und Alex Noren ihre amerikanischen Gegner dominiert wie kein zweites Team, doch am Samstag war der Wurm drin, besonders bei dem Schweden. Kein Putt fiel für ihn, kein Schlag wollte so richtig überzeugen. Garcia versuchte, seinen Spielpartner aufzubauen, aber Noren kam auf keinen grünen Zweig am Samstag. Seine beste Aktion blieb der Abschlag an Loch 16, den er tot an den Stock legte - aber zu spät.

Bubba Watson und Webb Simpson, tags zuvor von McIlroy und Poulter vernichtend geschlagen, sicherten sich ein Loch nach dem anderen. Gerade mal zwei Löcher überließen sie den Europäern und beendeten das Match am 16. Loch. Besonders kurios war in dieser Begegnung allerdings das zweite Loch, ein Par-3, bei dem das Wasserhindernis sehr herausfordernd ins Spiel kommt. Beide Teams teilten sich das Loch - mit einem Triplebogey. "Das könnte ein Rekord gewesen sein", scherzte Watson nach seiner Runde.

Sergio Garcia

Alex Noren

3&2>

Bubba Watson

Webb Simpson



Match 3: Aller guten Dinge sind vier

Zum vierten Mal traten Francesco Molinari und Tommy Fleetwood gemeinsam an. Zum dritten Mal standen sie Tiger Woods gegenüber und auch von der Kombination mit Bryson DeChambeau ließen sich die beiden nicht "einschüchtern", wie es DeChambeau vor dem Ryder Cup über einen möglichen Flight mit Woods vorhergesagt hatte. Fünf Löcher gewann das neue europäische Dreamteam auf der Front Nine ohne auch nur eines an die Amerikaner abzugeben. In einem kurzen Zwischenspurt gelang es Woods und DeChambeau, sich zumindest zwei Löcher zu sichern, aber es reichte nicht, um die geballte Power von Molinari und Fleetwood aufzuhalten. Mit 5&4 besiegten sie die Amerikaner und gehen ungeschlagen in die Single-Matches am Sonntag. Noch keinem europäischen Zweiergespann war es zuvor gelungen, vier Matches bei einem Ryder Cup zu gewinnen.

Natürlich war davon auch Thomas Bjorn begeistert: "Was kann man dazu sagen?", fragte der europäische Kapitän und gab die Antwort gleich selbst. "Nicht viel. Es ist eine beeindruckende Leistung. Die Paarung entstand aus vielen Gesprächen mit beiden. Die Zwei haben gesagt, sie möchten es versuchen. Ich habe mir die Statistiken angeschaut und auch die sprachen nicht dagegen." Besonders den Italiener hob der Däne am zweiten Tag des Ryder Cups hervor: "Ich weiß nicht, auf welchem Planeten Molinari lebt, aber er lebt nicht auf demselben wie die anderen Spieler." Vor allem das Eisenspiel Molinaris beeindruckte den Kapitän dabei.

Dennoch sei es eine Teamleistung, fügte Bjrn an. Nicht nur die Spieler, die die Punkte auf dem Platz holten, hätten einen Anteil am momentanen Erfolg, sondern das gesamte Team. Denn es gehe bei einem Ryder Cup auch um alles, was abseits des Le Golf National innerhalb der Mannschaft passiere.

Francesco Molinari

Tommy Fleetwood

<5&4

Tiger Woods

Bryson DeChambeau

Match 4: "Poults" und "Rors" lassen Federn

Ian Poulter und Rory McIlroy starteten heiß in ihr Nachmittagsmatch und legten mit 2Up nach zwei Löchern ordentlich vor. Dann aber verloren sie an Boden als Jordan Spieth und Justin Thomas aufdrehten. "Poults" und "Rors" kämpften, konnten aber kein einziges Loch mehr für sich entscheiden. Die beiden erfahrenen Ryder Cupper gaben sechs Löcher an das erfolgreichste amerikanische Team der ersten beiden Tage ab und gerieten in einen 4Down Rückstand. Schlimmeres konnten sie sie krampfhaft bis zum 15. Loch verhindern, mussten sich aber den insgesamt sechs Birdies der beiden Amerikaner geschlagen geben.



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