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Ryder Cup 2022: Keith Pelley gießt Öl auf die Wogen des Zweifels

Spieth und Co. als Hochzeitsgäste, Koepka vor dem Comeback, Wimbledon braucht Platz und ein guter Rat für Trump. Die Back Nine.

Keith Palley, Chef der European Tour, hat keine Zweifel an der italienischen Ryder-Cup-Bewerbung. (Foto: Getty)
Keith Palley, Chef der European Tour, hat keine Zweifel an der italienischen Ryder-Cup-Bewerbung. (Foto: Getty)

Italienische Verhältnisse: Der Volksmund bemüht gern die Zustände im mediterranen Stiefelstaat, wenn ein Synonym für unsichere Angelegenheiten her muss. Ein bisschen gilt das auch für den Ryder Cup 2022, seitdem sich die European Tour für den Marco Simone Golf & Country Club nahe Rom als Austragungsort entschieden hat. Es ist von Finanzierungsschwierigkeiten die Rede; von Problemen, die staatliche Garantie zu stemmen. Keith Pelley freilich gießt Öl auf die Wogen des Zweifels. „Ich weiß nicht, woher alle diese Gerüchte kommen“, wird der European-Tour-Chef anlässlich der Wiedereröffnung des irischen Resorts Adare Manor im Portal „Golf, by TourMiss“ zitiert: „Italien ist bis zur Stunde ein wunderbarer Partner.“ Man sei noch nicht soweit, das finale Design des Golfclubs zu definieren, „aber wir planen ein paar tolle Sachen, speziell für die Eröffnung, und da ist auch das Kolosseum im Gespräch. Doch zuvorderst haben wir natürlich Paris und den September im Fokus“.

Pelleys Besuch in Adare Manor und vor allem seine Gespräch mit dem Besitzer und schwerreichen irischen Unternehmer J. P. McManus werden als Zeichen gewertet, dass die Tour den von Tom Fazio spektakulär überarbeiteten Platz für den Ryder Cup 2026 auf dem Radar hat.

„Spring Break Boys“ bei Kaufmans Trauung

Alternativ-Programm: Eigentlich wär‘s Zeit für die klassische Frühjahrssause der golfenden „Spring Break Boys“. Doch Jordan Spieth, Rickie Fowler und Justin Thomas sind nicht ans Meer gefahren, sondern nach Birmingham/Alabama. Dort fand nämlich die Hochzeit von „SBB“-Buddy Smylie Kaufman mit seiner Herzdame Francie Harris statt. Es ist per Social Media dokumentiert, das die Boygroup auch dort mächtig Spaß hatte. Spieth ist übrigens laut der jüngsten Umfrage von „Golf Digest“ in der Szene der netteste und beliebteste Typ auf der PGA Tour, gefolgt von Tony Finau und Adam Scott.

US-Open-Champion wieder im Einsatz

Comeback: Was macht eigentlich Brooks Koepka? Immerhin steht demnächst bei der US Open Mitte Juni in Shinnecock Hills die Titelverteidigung an. Nach viermonatiger Tour-Abstinenz kehrt der 27-Jährige am Wochenende zur Zurich Classic wieder ins Turniergeschehen zurück. Ein partieller Sehnenabriss im Handgelenk setzte Koepka außer Gefecht. Der Sieger von Erin Hills 2017 hatte sich schon bei der Hero World Challenge und beim Tournament of Champions mit der Verletzung herumgeplagt und war jeweils Letzter geworden. „Der Abriss war doch erheblicher als ursprünglich angenommen“, sagte Koepka, der 90 Tage lang keinen Schläger in der Hand hatte.



Shinnecock wächst dem Major entgegen

Einstimmung: Der Shinnecock Hills Golf Club in Southampton im Bundesstaat New York ist bereit für die US Open Mitte Juni. Die Zelte sind bereits gewachsen, jetzt muss das Rough noch nachziehen. Und weil es immer noch Sportkameraden gibt, die sich über nicht-sattgrüne Golfwiesen wundern: Ja, Gras schläft, wenn es ihm zu kalt oder zu trocken ist. Es ist dann braun, aber nicht tot – wartet auch in diesem Fall nur auf den Frühling…

Concession Cup: USA watscht Gegner ab

Eindeutige Angelegenheit: Es gibt den Ryder Cup und den Solheim Cup für Profis, den Walker Cup für Amateure, und es gibt den Concession Cup für sogenannte „Mid-“ und „Senior-Amateurs“, die Altersklasse ab 25 Jahre und einem Handikap von mindestens 3,4. Und alle bedeutenden Teamwettbewerbe des Golfsports sind fest in amerikanischer Hand, nachdem die US-Riege jetzt im Concession Golf Club zu Bradenton/Florida der Auswahl von Großbritannien und Irland eine vernichtende 4,5:23,5-Niederlage beigebracht hat. Die Amerikaner, u. a. mit Masters-Teilnehmer Matt Parziale, benötigten in den Einzeln nur noch zwei Punkten, verließen aber mit elf Siegen den Platz. Peter McEvoy als GB&I-Kapitän blieb da nur das Eingeständnis: „Wir haben eine schwere Schlappe erlitten.“

Vice kooperiert mit US-Basketball-Liga

Logo-Ware: Das Golfball-Unternehmen Vice hat sich mit der amerikanischen Basketball-Profi-Liga NBA zusammen getan und produzierte demnächst Murmeln mit den Emblemen der 30 Clubs. TaylorMade und Nike hatten diese Möglichkeit zuvor, machten davon aber keinen Gebrauch. Vice spekuliert darauf, dass ein Drittel der amerikanischen Golfer, rund 8,5 Millionen, gleichermaßen NBA-Fans sind. Damit ist der potenzielle Markt allein in diesem Bereich größer als der gesamte europäische Golfmarkt. Und die passionierten Golfer unter den Basketballern wie der „Golden State Warrior“ Steph Curry können fürderhin Kugeln mit dem Wappen ihres Brötchengebers abschlagen.



Tennis-Mekka will Golfclub vereinnahmen

Expansion: Der All England Lawn Tennis & Croquet Club, wo alljährlich unter dem Namen seines Londoner Stadtteils Wimbledon das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt ausgetragen wird, platzt beim Saisonhöhepunkt aus allen Nähten. Zu viele Courts, oft ohne Tribünen, drängeln sich auf dem 10,5-Hektar-Areal. Der benachbarte Wimbledon Park Golf Club soll eigentlich zur Erweiterung des Tennis-Mekka herhalten. Das Gelände von 18,25 Hektar gehört dem Tennisclub ohnehin, ist aber bis 2041 an den Golfclub vermietet. „Wimbledon“ bietet mittlerweile 50 Millionen Pfund (57,1 Millionen Euro) für einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Mietvertrag. 450 der 750 Mitglieder könnten in diesem Fall auf eine sechsstellig Abfindung hoffen, weil sie dem Golfclub länger als zehn Jahre angehören. Eine 25-Millionen-Pfund-Offerte indes wurde 2015 bereits abgelehnt.

Trumps Ex: Golf spielen statt Wiederwahl

Guter Rat: Ivana Trump, einstiges Model und erste Gattin des amtierenden US-Präsidenten, weiß wie es 2020 mit der politischen Karriere von „The Donald“ weitergehen soll. Es sei nicht nötig, dass Trump sich zur Wiederwahl stelle: „Vielleicht sollte er einfach die Bühne räumen, nur noch Golf spielen und sein Vermögen genießen“, sagte die 69-Jährige mit tschechisch-österreichischer Herkunft und US-Pass laut dem britischen Blatt „Daily Mail“. Tja, man sollte ja bekanntlich immer auf seine Frau hören, auch wenn es die Ex ist... Und bei der Sanierung von Turnberry, Doonbeg oder Doral hat der Golfanlagen-Mogul sich unstreitig auch verdient gemacht.

Bilder von der Range

Zum Schluss: Andere Länder, andere Golfsitten. Auf dieser philippinischen Golfrange  Thailand ... Ach, schauen Sie einfach selbst. Die Älteren unter uns fühlen sich vielleicht an die Augsburger Puppenkiste und deren Blechbüchsenarmee erinnert…

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