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Martin Kaymer und seine Spuren in der Ryder Cup Geschichte

Mit einem einzigen Putt machte Martin Kaymer sich unvergesslich in der Geschichte des Ryder Cup. Drei Mal verhalf der Mettmanner Team Europa zum Sieg gegen die Amerikaner. Ein Rückblick.

Martin Kaymer feiert den Siegputt beim Ryder Cup 2012. (Foto: Getty)

Martin Kaymer sorgte beim Ryder Cup für unvergessliche Gänsehaut-Momente, mit denen er sich in den Annalen des Wettbewerbs verewigte. Drei Mal siegte der Mettmanner mit dem europäischen Team und trug einen enormen Teil zu den Erfolgen bei. Besonders an den Finalsonntagen erwies er sich als wichtige Waffe für Team Europa. So wird sein Putt, der das "Wunder von Medinah" perfekt machte, unvergessen bleiben.

2010: Martin Kaymer und der Ryder Cup

Aber fangen wir von vorne an. 2010 betrat Martin Kaymer zum ersten Mal die Ryder-Cup-Bühne. Durch seinen Sieg bei der PGA Championship 2010 in Whistling Straits sicherte sich der 25-Jährige einen Platz im Team von Colin Montgomery. Mit zwei Siegen, einem geteilten Match und einem verlorenen Singles-Match gegen Dustin Johnson machte Kaymer bei dem europäischen Sieg in Newport, Wales keine schlechte Figur.


2012: Das Wunder von Medinah

Seine größte Rolle spielte Martin Kaymer jedoch zwei Jahre später, beim Ryder Cup 2012, der als "Wunder von Medinah" in Erinnerung bleiben würde. Vier Punkte Rückstand hatte das europäische Team auf die Amerikaner vor den Single-Matches in Medinah, Illinois am Sonntag. Einen solchen Rückstand konnte noch keine Mannschaft auswärts aufholen - bis zu diesem 30. September. Luke Donald, Ian Poulter, Rory McIlroy, Justin Rose, Paul Lawrie, sowie Sergio Garcia und Lee Westwood gewannen ihre Matches und überließen den Amerikanern nur drei Punkte. Es stand 13:13 und die letzten beiden Matches würden den Wettbewerb entscheiden: Martin Kaymer, der mit einem Loch vor Steve Stricker führte und Francesco Molinari, der ein Loch gegen Tiger Woods zurück lag.

Stricker lochte an der 18 zum Par und brachte Martin Kaymer unter Zugzwang. Der 28-Jährige hatte sich einen anderthalb bis zwei Meter langen Putt gelassen, den er lochen musste, um Europa den einen, entscheidenden Punkt zu sichern, der die erfolgreiche Verteidigung des Ryder Cup bedeuten würde. Wäre dieser Putt vorbei gegangen, wäre für die USA noch der Sieg drin gewesen. Die gesamte Golfwelt hielt den Atem an, als Martin Kaymer über diesem Putt stand - und ihn einlochte. Die Europäer explodierten in Jubelstürme und Kaymer wurde gefeiert.

 



2014: Martin Kaymer liebt Ryder-Cup-Sonntage

Zwei Jahre nach diesem großen Augenblick war Martin Kaymer nach seinem Sieg bei der Players Championship und der US Open wieder fester Bestandteil des europäischen Teams, als es sich unter der Leitung von Paul McGinley daran machte, den Titel in Gleneagles zum dritten Mal in Folge zu verteidigen. Dieses Mal drehten die Europäer den Spieß um und gingen selbst mit vier Punkten in Führung in den finalen Sonntag. Mit nur zwei halben Punkten und einem verlorenen Match hob Martin Kaymer sich seine Glanzleistung wieder für den Sonntag auf.

Er führte mit drei Löchern vor Bubba Watson, sah sich aber nach einem Annäherungsschlag, der über sein Ziel hinausschoß, einer schwierigen Situation am 16. Loch entgegen. Aber nach dem Druck, der zwei Jahre zuvor auf seinen Schultern gelastet hatte, war dies eine von Kaymers leichteren Übungen und er chippte den Ball zum Eagle und zum Matchgewinn ein. Nach diesem wichtigen Sieg fehlte Europa nur noch ein Punkt zum sicheren Sieg. Letztendlich gewannen sie deutlich mit 16 1/2 : 11 1/2 Punkten.



2016: Eine harte Niederlage

Diese Ryder-Cup-Erfolge des Mettmanners wahrscheinlich vor Augen habend, entschied sich Darren Clarke Martin Kaymer 2016 als einen seiner drei Captain's Picks mit nach Hazletine zu nehmen. Doch auch Martin Kaymer konnte nichts gegen die starken Amerikaner ausrichten, die mit 17 : 11 Punkten ein deutliches Zeichen setzten. Kaymer verlor seine drei Matches an den ersten beiden Tagen an der Seite von Sergio Garcia und Danny Willett. Einzig sein Einzelmatch gegen Matt Kuchar gewann der 31-Jährige in diesem Jahr, was nur wieder bewies: Martin Kaymer liebt Ryder-Cup-Sonntage.


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1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Jürgen Schumann

    Seine gesamte Punktebilanz bei den Rydercups ist wohl eher mittelmäßig bis schlecht.
    Aber das läßt sich ja durch einen einzigen vielleicht auch etwas glücklichen Put ins Positive wenden und der Rest ist vergessen. So kann man zur “ Legende “ werden !

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