Sportsmann Mickelson: Mentor weist Jugend in die Schranken
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Sportsmann Mickelson: Mentor weist Jugend in die Schranken

Björn und Matthew als Duo, Bale als Zauberer, Woods als Vielspieler, Mallorcas Plätze im Visier der Umweltschützer. Die Back Nine.

Phil Mickelson schlägt im Playoff bei der World Golf Championship Justin Thomas. (Foto: Getty)
Phil Mickelson schlägt im Playoff bei der World Golf Championship Justin Thomas. (Foto: Getty)

Es war eine Art Comeback-Wochenende: Erst gewinnt Michelle Wie nach vier Jahren wieder ein Golfturnier, dann holt sich Phil Mickelson beim WGC-Event in Mexiko die erste Trophäe seit seinem Triumph bei der Open Championship von Muirfield 2013. Dass der 47-Jährige mit dem Play-off-Sieg über den knapp halb so alten und bestechend guten Justin Thomas noch mal die Jugend in ihre Schranken gewiesen hat, ist nur ein Aspekt seines Erfolgs. Bemerkenswerter ist die einnehmende Attitüde, die Altmeister Mickelson bei der Mexico Championship einmal mehr an den Tag legte. Nicht nur, dass der fünffache Majorsieger den Autogrammwünschen der Fans in bestem Spanisch begegnete, er betätigte sich auch als Mentor, als er dem jungen Inder Shubhankar Sharma beim regelgerechten Umgang mit Kamera- und TV-Kabeln zur Seite stand – faire Geste eines echten Sportsmanns.

„Lefty“ hatte allerdings auch was gut zu machen. Als Sharma und sein Caddie den großen Mann am Samstag begrüßen wollten, hielt Mickelson die beiden zuerst für Medienleute auf Interview-Jagd und beschied sie mit einem „Jetzt nicht, erst nach der Runde!“ Auch Thomas kannte den zweifachen European-Tour-Sieger nicht: „Ich weiß nur, dass er jung ist. 21, nicht wahr? Mann, diese Kinder…“ Zur Erinnerung: Thomas ist 24. Mit der 54-Loch-Führung und dem letztlichen Platz T9 dürfte sich Sharma freilich auch in den Fokus der US-Pros gespielt haben.



Es war übrigens Mickelsons 43. Tour-Sieg, und erwartungsgemäß glaubt er, dass da „noch mehr kommt“: „Ich fühle, dass ich gerade damit beginne, mein bestes Golf zu spielen.“ Ganz nebenbei dürfte sich „Phil the Thrill“ mit dem Auftritt von Mexiko im Hinblick auf Paris auch das volle Dutzend an Ryder-Cup-Teilnahmen in Serie seit 1995 gesichert haben.

Grandios: Gemischtes Kapitäns-Doppel bei „GolfSixes“

Weltpremiere: Mit den „GolfSixes“ hat die European Tour bereits ein innovatives Turnierformat im Kalender. Für die zweite Ausgabe Anfang Mai im englischen Centurion Club zu St. Albans gibt es einen neuen Knaller: Ryder-Cup-Skipper Thomas Björn und Solheim-Cup-Teamchefin Catriona Matthew treten als gemischtes Doppel zum Kampf um die Siegerprämie von jeweils 100.000 Euro an. Diese Idee der Team-Bildung ist grandios und war längst fällig; den Tour-Verantwortlichen um Keith Pelley gebührt Applaus, den Schritt endlich getan zu haben. Der Däne und die Schottin treffen als „Captains Team“ unter anderem auf die Wildcard-Duos Georgia Hall und Charley Hull vom „England Women’s Team“, Mel Reid und Suzann Pettersen als „European Women’s Team“ sowie Titelverteidiger Dänemark, für den erneut Lucas Bjerregaard und Thorbjørn Olesen abschlagen.

Der Liebe wegen: Kein neuer Driver, weniger Golf

Liebeserklärung: Kennen Sie den alten Witz „Meine Frau hat mich vor die Wahl gestellt und gesagt: ,Golf oder ich!‘ Sie wird mir fehlen…“? Es geht auch andersherum. US-Football-Spieler Jeff Heuerman hat es der Verlobten sogar schriftlich gegeben. Per Vertrag gelobte der Tight End von den Denver Broncos seiner Hannah, sich in den nächsten fünf Jahren keinen neuen Driver zu kaufen, weil besseres Equipment „mich definitiv nicht zu einem besseren Golfer macht“. Damit nicht genug, bekräftigte der 25-Jährige auch per Unterschrift seine Prioritäten und gelobte, mehr Zeit mit der Herzdame als auf dem Golfplatz zu verbringen: „Ich liebe sie mehr, als ich Golf jemals lieben werde.“



Gareth Bale als Golf-„Trickshooter“

Ball-Zauberer: Gareth Bale, der 100-Millionen-Mann von Real Madrid, ist nicht nur mit dem runden Leder ein begnadeter Künstler. Wie dieses Fundstück zeigt, kann der Waliser, ohnehin leidenschaftlicher Golfer, auch besonderes mit Schläger und kleinem weißen Ball. Übers Outfit reden wir dafür nicht…





Fürs Masters: Woods betritt Turnier-Neuland

Erweiterte Spielzeit: Tiger Woods gehört nach seinem geteilten 12. Platz bei der Honda Classic für die Buchmacher mit einer Quote von 16:1 mittlerweile zum erweiterten Kreis der Masters-Favoriten. Um solchem Vorschusslorbeer gerecht zu werden, hat der 42-Jährige seine Vorbereitung auf das erste Major ausgedehnt und holt sich bei der anstehenden Valspar Championship und beim Arnold Palmer Invitational kommende Woche weitere Spielpraxis für Augusta National. Beide Turniere sind Neuland für Woods, er tritt sowohl in Tampa als auch in Orlando zum ersten Mal an. Leider muss dafür aber auch jemand Platz im Feld machen, und für die „Valspar“ traf es Jonathan Randolph, der wegen Woods‘ kurzfristiger Nennung seinen Startplatz verlor, zum „First Alternate“ wurde und per Twitter verkündete, wie real der Tiger-Effekt doch sei. Aber auch für Randolph gab es ein Happy End. Nach dem Rückzug von Patton Kizzire ist er nun wieder dabei.

Umweltschützer prangern Mallorcas Plätze an

Ressourcen-Verschwendung: Über den 24 Plätzen auf der Balearen-Insel Mallorca, auch für Golfer so ‘was wie das 17. deutsche Bundesland, schwebt ein Damoklesschwert. Die Umweltorganisation „Terraferida“ fordert nämlich, alle Kurse zu schließen, die mit Trinkwasser bewässert werden. „Mallorca durchlebt über viele Monate des Jahres eine schwere Krise der Wasserknappheit. In zahlreichen Gemeinden muss der Wasserkonsum der Bevölkerung zeitweise beschränkt werden und das Grundwasser wird immer mehr mit Nitraten und Chlor durchsetzt“, heißt es in einem Statement der Umweltschützer. Trinkwasser für Golfplätze zu nutzen sei „inakzeptabel“. Die „Mallorca“-Zeitung berichtet, dass Kontrollergebnisse des spanischen Umweltministeriums zehn illegale Brunnen ausgewiesen hätten, aus denen Grundwasser und somit Trinkwasser gewonnen und für die Bewässerung der Anlagen genutzt werde.

Für Augusta: Golf-Nerd Curry demoliert Hotelzimmer

„Idiot“: Am Freitag musste Basketball-Superstar Stephen Curry das Spiel seiner Golden State Warriors gegen die Atlanta Hawks wegen einer Knöchelverletzung vorzeitig aufgeben. Das hielt den leidenschaftlichen Golfer freilich nicht davon ab, am Wochenende mal wieder im Augusta National Golf Club abzuschlagen. So was lässt man sich halt bloß wegen ein bisschen „Aua“ nicht entgehen. Curry war vielmehr so heiß auf Golf, dass er es kaum abwarten konnte und schon im Hotelzimmer zum Schläger griff – sehr zum Leidwesen des Mobiliars. Sein Kommentar auf Instagram sagt alles. Irgendwas muss bei den Schwungübungen im Weg gewesen sein, aber bei einem Jahressalär von 34,6 Millionen Dollar kann sich Curry den Schadensersatz leisten. Und die Runde auf dem Masters-Kurs ist eh unbezahlbar.

Alzheimer löscht den Genius von Pete Dye

Tragisch und traurig: Er kreierte ikonische Kurse wie TPC Sawgrass, Whistling Straits, den Ocean Course auf Kiawah Island und noch rund 200 andere Plätze, nicht zuletzt die Harbour Town Golf Links. Doch Pete Dye kommt sein Genius abhanden. Der 92-jährige Golf-Architekt, ein ganz Großer seiner Zunft, leidet an Alzheimer. Die Krankheit brach bereits 2015 aus. Mittlerweile kann Dye, so berichtet seine Frau Alice, nicht mal mehr telefonieren. Lediglich auf dem Golfplatz kehre sein Vater zu sich zurück, ergänzt Sohn Perry, wenn er spiele und dann sogar noch Design-Ideen skizziere: „Aber sobald er den Platz verlässt ist das meiste wieder weg.“

Abschlag aus dem „ersten Stock“

Zum Schluss: Wenn aus Trickshots wahre Zirkusnummer werden, dann sind die Jungs von „Holeinonetrickshots“ am Werk. Hier demonstrieren Joshua Kelley und sein Buddy „Coach Rusty“ eine besondere Form des „Twosome“:

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