Golf Post User haben TaylorMades "Twist-Face-Technologie" getestet
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Golf Post User haben TaylorMades „Twist-Face-Technologie“ getestet

Die TaylorMade M3 und M4 Driver wurden von den Tour-Pros in den Himmel gelobt. Doch wie kamen die Modelle im Produkttest bei unseren Usern an?

Vier Tester untersuchten jeweils einen TaylorMade M3 oder M4 Driver für unseren Produkttest. (Foto: Golf Post)
Vier Tester untersuchten jeweils einen TaylorMade M3 oder M4 Driver für unseren Produkttest. (Foto: Golf Post)

Große Erfolge auf den bekannten Profiturnieren wurden schon mit den TaylorMade M3 und M4 Drivern eingefahren. Eine interessante Statistik zeigt, dass 3 von 4 Majors in diesem Jahr mit einem TaylorMade Driver gewonnen wurden - eine beachtliche Quote.

Mit den Zahlen kann TaylorMade natürlich prächtig prahlen und die neu entwickelten Technologien hervorheben. Unsere vier Tester sollten sich jedoch ihr eigenes Bild machen und völlig unvoreingenommen die Driver für die Golf Post Community testen. Ihr Feedback und ihre Einschätzung haben sie nun zusammengefasst und wir haben sie aufbereitet.

"Hat nur noch Spaß gemacht"

Kolja Nowak: M4 Driver, HCP -29,1, Wittelsbacher GC

"Nachdem ich die Nachricht bekommen hatte, dass ich den M4 von TaylorMade testen darf, bin ich erst einmal durch unsere Wohnung getanzt. Ich habe sofort die nächstgelegenen Golfclubs angeklingelt, ob sie auch einen M4 Driver mit Stiff-Schaft im Pro-Shop zum Testen haben. Das Fitting im GC Ingolstadt lief dann auch kurz und schmerzlos sehr gut. Der Stiff-Schaft war für mich in Ordnung und ich konnte die Bestellung aufgeben. An dieser Stelle auch noch mal einen großen Dank an den GC Ingolstadt.

2-3 Wochen später war das „Unboxing“ meines gelieferten TaylorMade M4 schon ein tolles Erlebnis. Die schlichte Carbon-Oberfläche macht optisch schon was her, mit dem Klarlack als Topcoat kommt sogar ein Tiefeneffekt zustande. Sieht klasse aus - da macht das Ansprechen des Balls direkt noch mal mehr Spaß. Die Unterseite ist beim M4 auch eher schlicht, da es hier keine Gewichte zur Optimierung gibt.

Natürlich musste der Driver sofort ausprobiert werden. Also auf zur Range am Wittelsbacher Golfplatz. Die ersten Schläge waren noch etwas ungewohnt, was ich noch vom Testen kannte. Ich konnte mich schnell auf den M4 einstellen und ab dann hat es nur noch Spaß gemacht.

Der M4 bringt definitv mehr Länge als mein vorheriges Modell. Ich habe einen kleinen Swing Caddie und konnte damit beide Driver vergleichen. Mit gleichem Smashfactor und gleicher Schlägerkopfgeschwindigkeit ist der M4 10-15m länger. Das ist meiner Meinung nach ein deutliches Ergebnis. 

Über die Fehlerverzeihung kann ich nur wenig sagen. Ich habe keine Messungen an einem Flightscope gemacht, um genaue Treffpunkte bestimmen zu können. Mit meinem Swing Caddie hatten die gut getroffenen Bälle alle auch einen hervorragenden, schönen Ballflug. Meist in die Richtung, die ich mir vorgestellt hatte.

Der Sound des M4 ist nicht auffällig. Er stört mich nicht und das ist in meinem Fall schon alles was ich bei einem Driver erwarte. Während des Schlages bin ich auf andere Dinge konzentriert, als dem Klang meines Drivers zu lauschen.

Bestnoten für Länge, Performance und Optik gab es für den TaylorMade Driver. (Foto: Golf Post)

Bestnoten für Länge, Performance und Optik gab es für den TaylorMade Driver. (Foto: Golf Post)

Die Performance des M4 ist auf jeden Fall überragend, wenn ich auf meine Ergebnisse der letzten zwei Monate schaue. Ein Nettosieg, eine Netto-Drittplatzierung und zwei Longest Drives bei nur sechs gespielten Turnieren führe ich nicht nur auf den M4 von TaylorMade zurück, aber er hatte daran gewiss keinen geringen Anteil. Danke noch mal an Golf Post und TaylorMade, die mir die Möglichkeit gegeben haben den M4 zu testen."

"Hat mir ein gutes Vertrauen gegeben"

Christian Mey: M3 Driver, HCP -4,8, Golf Club Thunersee

"Der TaylorMade M3 Driver fällt mit seinem Carbon-Look und dem silbernen Streifen sofort ins Auge. Er vermittelt dem Spieler eine Menge Power, von welcher der Driver viel hat. Dank dem Hammerhead gewinnt man mit dem Driver deutlich an Länge und kann seine Mitspieler auf der Runde zum Staunen bringen.

Die Y-Gewichtsverteilung ist gewöhnungsbedürftig, lässt einem jedoch viel Raum für Spielereien – für mich hat sich ganz klar die Standardeinstellung durchgesetzt, welche sowohl einen normalgroßen Sweet Spot (je weiter vorne das Gewicht, desto kleiner der Sweetspot), als auch eine stabile Gewichtsverteilung in der Hand vermittelt. Einziger Nachteil bei der Gewichtsachse – Dreck kann sich sehr leicht darin festsetzen und auch weiße Tees hinterlassen ihre Streifen daran.

Die Bewertung von Christian Mey für seinen TaylorMade Driver. (Foto: Golf Post)

Die Bewertung von Christian Mey für seinen TaylorMade Driver. (Foto: Golf Post)

Das Twist Face hat sich bei konstanten Treffern nicht großartig bemerkbar gemacht. Es gibt einem jedoch mental einen leichten Vorteil, da man mit der Hilfe im Hinterkopf tendenziell weniger Angst von davonslicenden Bällen hat. Der matte, relativ blechbüchsenmäßige Sound gefällt mir persönlich eher weniger, da ich lautere und leicht höhere Drivertöne bevorzuge. Nichtsdestotrotz tönt er in Kombination mit dem davonzischenden Ball frech.

Das Eigengewicht des Driverkopfs fand ich relativ hoch, wodurch mir die Shaft-Wahl ziemlich schwergefallen ist. Hier lässt sich ganz klar empfehlen, den M3 bei einem guten Fitter auf sich abstimmen zu lassen. Von einem Kauf ab der Stange rate ich ab.

Die Performance und Fehlerverzeihung des Drivers auf dem Platz war klasse. Mit dem richtigen Shaft konnte ich meine Carry-Distanz um ca. 11m verlängern – Hammerhead sei Dank. Aufgrund des Shafts (Oban Kiyoshi HB) bekam ich einen relativ hohen Ballflug, mit etwas geringerem Spin. Es fiel mir leichter, die Drives solide auf dem Fairway zu platzieren – inwiefern das Twist Face hierbei geholfen hat, kann ich nicht sagen. Der Driver hat mir ein gutes Vertrauen geben, um nur noch nach dem Motto «grip it – rip it» in der Teebox zu stehen.

Zusammenfassend würde ich diesen TaylorMade Driver jedem empfehlen, der nach einer Waffe für die Teebox sucht. Geniale Länge, super Performance, ordentliche Fehlerverzeihung und cooles Design – was will man noch mehr von einem Driver?"

"Twist Face rettete mir das Leben"

Andreas Schröder: M3 Driver, HCP -12,6, GC Burg Overbach

"Im Vergleich zu meinem alten Driver spielt sich der M3 leicht anders, da die Ansprechposition etwas näher am Schaft liegt. Wie bei jedem neuen Schläger muss man sicherlich seine Erfahrungen sammeln und die vielen möglichen Einstellungen (Loft und Y-Track-Gewichte) für sich ausloten - das macht mir einfach Spaß. Man hat immer den Eindruck, noch mehr herauskitzeln zu können.

Die Twist-Face-Technologie rettete mir ein ums andere Mal das Leben und hielt den Ball im Spiel. Die Hammerhead-Technologie sorgt für mehr Länge - die wesentliche Aufgabe eines Drivers.

Mein Fazit: tolle Optik durch den in Carbon mit Silber gehaltenen Schlägerkopf, ein gewöhnungsbedürftiger „kurz angebundener“ Sound und mehr Länge von ca. 15-20m mindestens möglich. Der TaylorMade Driver macht einfach Spaß, ich muss aber noch weiterhin die für mich beste Einstellung finden und werde noch Finetuning betreiben. Empfehlen würde ich diesen Schläger für eher niedrige bis untere mittlere Handicaps."

Die Kritik in Zahlen gefasst von Andreas Schröder. (Foto: Golf Post)

Die Kritik in Zahlen gefasst von Andreas Schröder. (Foto: Golf Post)

"Längengewinn von mehr als 30 Metern"

Christian Schlüter: M4 Driver, HCP -30,0, Golfplatz Altenstadt

"Der TaylorMade M4 Driver ist in meinen Augen ein Driver, wenn er richtig gehandhabt wird, der eine sehr gute Leistung vollbringen kann und die Versprechen, die der Hersteller angibt, auch umsetzt. Wie bei jedem anderen Driver auch hängt das Ganze von einem ordentlichen Fitting ab. Schließlich muss nicht nur der Kopf des Schlägers zum Spieler passen. Er zeigt eine kontinuierliche gleiche Stärke und kann einem vermeintlich schlechten Treffer zu einem passablem umwandeln.

Ich hatte Probleme mich an den Driver zu gewöhnen, da das Schlaggefühl sich völlig anders angefühlt hat als bei meinem alten Driver. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich den Schaft von Regular auf Stiff gewechselt habe. Man benötigt dazu denke ich mehr Zeit, um eine bessere Aussage darüber zu machen.

Durch die eingebaute Hammerhead-Technologie zeigt der Driver wirklich sehr gute Längen, vorausgesetzt er wird im Sweet-Spot getroffen. Trifft man ihn nicht mittig geht natürlich auch die Länge verloren. Ich persönlich hatte einen Längengewinn von mehr als 30 Metern.

An den Sound, der laut Hersteller von Akustiker mit entwickelt worden ist, muss man sich wirklich erstmal gewöhnen. Er klingt ganz anders wie andere Driver, was man klar auf der Driving Range hört. Ein Treffer im Sweetspot hört man sofort und das ist der Sinn der Sache! Gut gemacht TaylorMade.

Christian Schlüter ordnete die Kategorien so ein. (Foto: Golf Post)

Christian Schlüter ordnete die Kategorien so ein. (Foto: Golf Post)

Das Twist Face soll die schlechten Treffer wieder aufs Fairway lenken. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich diese Technologie nicht erkannt habe, was nicht unbedingt an dem Driver liegen muss. Durch Impact Tapes konnte ich sehen, wo ich den Ball auf der Schlagfläche getroffen habe. Wenn man glaubt, dass der vermeintliche Slice sich dadurch ändert, dann ist man auf der falschen Fährte. Nein das kann auch ein M4 Driver sehr gut. Ich möchte betonen, dass der Slice nicht durch den Schläger zustande kommt. Trotzdem habe ich mir mehr Hilfe von Twist Face erhofft.

Der Driver sieht echt klasse aus. Durch seinen Farbwechsel von schwarz auf Silber wirkt er sehr sportlich und ist nochmals eine Steigerung zum M1 und M2 Modell. Auch der Schriftzug ist geglückt und spiegelt die Marke TaylorMade wider. Das M mit den Farben Blau und Rot, zeigt die Zusammenführung der Technologien bei den beiden Drivern, das finde ich genial. Auch die schwarze Carbon Fläche sieht extrem gut aus.

Zusammenfassend ist der Driver sehr gut. Wenn man sich an ihn gewöhnt hat und man sich mit den einzelnen Technologien befasst und ihnen die Chance gibt, sich zu zeigen, findet man in dem Driver einen Longhitter, den man auf dem Driver Markt erstmal finden muss. Daumen hoch!"

TaylorMade M3 und M4 Driver im mehr als gelungenen Produkttest

TaylorMade konnte mit seinen Drivern überzeugen. Nachholbedarf besteht noch in Sachen Sound, der im Durchschnitt am Schwächsten bewertet wurde. Dafür überzeugten beide Modelle bei der Länge, was zugegeben auch am meisten Spaß macht, wenn man seine Bälle mit dem neuen Spielgerät ordentlich wegzischen sieht. Festzuhalten bleibt demnach, dass ordentliche Arbeit geleistet worden ist und man den Drivern eine Chance in einem Fitting geben sollte.

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