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Titan Golf: Ja „spinen“ die denn?

Vier golfverrückte und technikversierte Spin-Experten aus Hamburg machen sich auf, den Wedge-Markt umzukrempeln. Ein Erfahrungsbericht.

Titan Golf revolutioniert mit seiner MS-16 Technologie den Wedge-Markt. (Foto: Titan Golf)
Titan Golf revolutioniert mit seiner MS-16 Technologie den Wedge-Markt. (Foto: Titan Golf)

Über verschiedene Ecken und Umwege kamen der Golf Post Equipmentexperte Robin Bulitz und der Titan Golf Gründer Jürgen Mehrtens zusammen und tauschten sich über eine neue, vielleicht sogar bahnbrechende Idee aus Hamburgs Eisenschmieden aus. Von Schlagflächenversiegelung und extremen Spinraten war die Rede. Wedges, die eine ganze Saison halten, und unter extremsten Bedingungen versiegelt werden, wurden erwähnt und nach einiger Zeit des Austauschs wurde im GC Kosaido eines der sagenumwobenen Wedges übergeben. Was dann folgte war ein zweimonatiger Produkttest, der das Wedge bei unserem Equipmentredakteur zum neuen Lieblingsschläger werden ließ.

Titan Golf - Mit 5.000 Grad zum ultimativen Spin

Bevor wir zur Einschätzung unseres Redakteurs kommen erst einmal ein paar Zahlen und Fakten zum jungen, aufstrebenden Wedge-Experten Titan Golf. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg hat sich der Bearbeitung, Verbesserung und Optimierung von Wedge-Schlägerköpfen verschrieben und geht dabei so richtig in die Vollen. Das vier Mann starke Team besteht aus Jürgen Mehrtens, dem Gründer, dem Golfprofessional und Ingenieur Santiago Mari-Garcia, dem Challenge-Tour Profi Ben Parker und dem Erfinder der sagenumwobenen MS-16 Technologie, Klaus Eisenmenger.

Das Titan Golf Team ist gekommen, um zu bleiben. (Foto: Titan Golf)

Das Titan Golf Team ist gekommen, um zu bleiben. (Foto: Titan Golf)

Diese MS-16 Technologie ist das, was Titan Golf so besonders macht und zahlreichen Wedge-Größen auf dem Markt Kopfschmerzen bereiten dürfte. Aber fangen wir von vorne an. Jeder Golfer kann seine Wedges, ob gebraucht oder neu, zu den Jungs nach Hamburg schicken und den Prozess über sein Wedge ergehen lassen. Im ersten Schritt wird der Schlägerkopf dabei gestrahlt und in einem Reinigungsprozess von allen Oxyden befreit. Blitzblank wandern die Wedges daraufhin in einen 5.000 Grad Celsius heißen HVF-Brenner, in dem sie mit Mach 3,5 mit der MS-16 Beschichtung beschossen werden. Wer jetzt nur Bahnhof verstanden hat, dem geht es wie uns zuerst.

Daher ganz simpel: Durch die Kombination aus enormer Hitze und extrem hoher Geschwindigkeit schmieden sich die Partikel perfekt in die Schlagfläche und erzeugen eine raue, Spin-produzierende Oberfläche. Die Groovestruktur bleibt dabei fast unangetastet, handelt es sich schließlich um eine Dicke, die nicht mehr als ein Haar misst. Damit haben die Jungs von Titan Golf nicht nur ein "Spinmonster" erschaffen, sondern gleichzeitig auch noch die Härte der Oberfläche verdoppelt. Die Schlägerkopf, der mit der MS-16 Technologie behandelt wurden, sind hiernach doppelt so hart wie Chro, woraus die meisten Wedge-Köpfe bestehen.

Eine enorm raue und harte Oberfläche entsteht dank der MS-16 Technologie und verspricht extremen Spin und eine sehr lange Haltbarkeit. (Foto: Titan Golf)

Eine enorm raue und harte Oberfläche entsteht dank der MS-16 Technologie und verspricht extremen Spin und eine sehr lange Haltbarkeit. (Foto: Titan Golf)

Hält die "verrückte" Technologie was sie verspricht?

Für unseren Redakteur, der getrost als Laie im Geschäft der Wedgeversiegelung bezeichnet werden kann, klang die MS-16 Technologie spannend und verrückt zugleich, weshalb ein Test hermusste. Nachdem der Schläger (das von Titan Golf selbst entwickelte MS-16 Wedge) ins Bag aufgenommen wurde und die Schlagfläche mehrmals ungläubig "gestreichelt" wurde, war direkt klar, dass es sich hier nicht um ein herkömmliches Wedge handelt. Die Schlagfläche enorm rau und der Schlägerkopf schön schwer, wurde bereits vor dem ersten Schlag aufs Grün von gehörig Backspin geträumt.


Zunächst auf der Range startend, legte unser Redakteur dann auch direkt los und freundete sich mit dem neuen Wedge an. Die sehr dunkle Schlagfläche ließ die MS-16 Behandlung erahnen und die ersten Schläge gingen entspannt und locker von der Hand. Nach der Eingewöhnungsphase den Trackman nutzend wurde nach nicht einmal fünf Minuten klar was für ein "Spinmonster" da wirklich im Bag gelandet war. 1.100 bis 1.800 Umdrehungen mehr im Vergleich zu den herkömmlichen, unbehandelten Wedges zeigte der Trackman an und der Traum vom perfekten Backspin schien schon fast wahr geworden.

Im weiteren Verlauf wurde das Wedge dann fast ausschließlich auf dem Platz getestet und Schlag um Schlag in die Grüns der Nation gefeuert. Während der Clubmeisterschaften im Kölner Golfclub, die unser Redakteur vernichtend schlecht beendete, was aber nicht am Wedge lag, wurden die ersten "Backspin-Erfolge" sichtbar. Wo die herkömmlichen, unbehandelten Wedges auf den Grüns nicht recht gehorchten, zeigte das Titan Golf MS-16 Wedge direkt Zähne und bis sich meist in Fahnennähe fest.


Im weiteren Verlauf und auch auf unterschiedlichen Plätzen spielend, entwickelte sich das Wedge immer mehr zum Lieblingsschläger im Bag unseres Equipmentredakteurs. Wo zuvor lieber Chip n' Run mit dem Eisen 8 oder 9 gespielt wurden, kam immer häufiger das Titan Golf Wedge zum Einsatz, da die Spinkontrolle immer besser wurde und das Gefühl immer mehr Sicherheit vermittelte. Bei einem richtigen Treffmoment und der richtigen Trefferfläche spürt man förmlich den Spin auf dem Ball und das Ergebnis auf den Grüns ist beeindruckend. Das Material vermittelt aufgrund seiner Treue ein enormes Vertrauen und man spielt automatisch mit mehr Spin und geht gerne mehr Risiko, um noch bessere Ergebnisse mit noch mehr Spin zu erzielen.

Nach jedem Schlag den Schläger fein säuberlich putzend und mit einer "Groove-Bürste" behandelnd, gehört unser Equipmentredakteur sicherlich zur Ausnahme, aber für den Test war dies ein interessanter Nebeneffekt, der zu spannenden Einsichten führte. Zum Einen weist die Schlagfläche schlichtweg mehr Dreck und Feuchtigkeit ab und zum anderen sind auch nach über zwei Monaten des Testens noch keinerlei Auflösungserscheinungen auf der Schlagfläche zu erkennen. Das Produkt hält demnach was es verspricht und bietet darüber hinaus ein Gefühl und einen Spin, der so bei noch keinem anderen Wedge beobachtet werden konnte.

Die MS-16 Technologie macht die Titan Golf Wedges und auch ihre herkömmlichen Wedges zu echten Waffen. Ganz klare Empfehlung von unserer Seite. (Foto: Titan Golf)

Die MS-16 Technologie macht die Titan Golf Wedges und auch ihre herkömmlichen Wedges zu echten Waffen. Ganz klare Empfehlung von unserer Seite. (Foto: Titan Golf)

Das Beste? Jedermann kann seine Wedges einschicken

Wer jetzt richtig Lust auf Backspin und "neue" Wedges hat, der kann die Jungs von Titan Golf direkt kontaktieren und entweder eines der MS-16 Wedges kaufen oder seine eigenen Wedges ganz einfach einschicken und bei 5.000 Grad Celsius zu "Spinmonstern" machen lassen. Wie und wo das am besten geht, erfahren Sie auf der Website von Titan Golf. Sollten Sie ebenfalls überzeugt sein und die Technologie testen, so lassen Sie es unseren Equipmentredakteur Robin Bulitz ([email protected]) wissen, damit dieser Erfahrungsbericht um Ihre Eindrücke ergänzt werden kann.


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Robin Bulitz
Robin Bulitz - Redakteur bei Golf Post

Robin ist im Alter von 22 Jahren aktiv zum Golfsport gekommen und seitdem Feuer und Flamme. Durch seine sportlichen Erfahrungen im Handball und Tennis konnte er sich schnell mit der kleinen, weißen Kugel arrangieren und hat das Single-Handicap inzwischen sicher auf dem Blatt. Ab Februar 2016 zunächst als Werkstudent, mischt Robin seit August im Tagesgeschäft mit und testet besonders das umfangreiche Equipment auf Herz und Nieren.

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