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Titleist, FootJoy & Co starten mit Bogey an der Börse

Acushnet musste sich bei seinem Börsengang mit einer niedrigeren Bewertung als erwartet zufrieden geben und ist trotzdem optimistisch.

Acushnet CEO Wally Uihlein (re. vorne) eröffnete den Handel mit
Acushnet CEO Wally Uihlein (re. vorne) eröffnete den Handel mit "GOLF"-Anteilen mit einem typischen Glockenschlag. (Foto: Getty)

Nachdem der erste Börsengang eines ausschließlich im Golfequipment-Markt tätigen Unternehmens in den letzten Wochen schon für Aufregung und allerlei Spekulationen gesorgt hatte, haben die Verantwortlichen, Experten und Golfinteressierten nun Gewissheit. Die Acushnet Holding, unter deren Dach Marken wie Titleist, FootJoy und Scotty Cameron firmieren, hat am Freitag, den 28.10.2016, die New Yorker Börse geentert und agiert inzwischen unter dem Logo "GOLF" am Aktienmarkt.

CEO Wally Uihlein eröffnete den Handel mit Acushnet-Aktien durch das obligatorische Schlagen der Glocke, bei dem ihm honorige Acushnet Mitarbeiter wie Scotty Cameron und Butch Harmon zur Seite standen. Der sogenannte IPO (initial public offering) fiel dabei etwas ernüchternd aus und generierte nicht die Summe, die sich die Verantwortlichen erhofft hatten. Die amerikanische Fachpresse sprach im Golfjargon bleibend von einem "Bogey-Auftakt".

17 US-Dollar pro Anteil zum Auftakt

In den Wochen vor dem offiziellen Börsengang ließen die Verantwortlichen bei Acushnet verlauten, dass mit einem Einstiegspreis von 21 bis 24 US-Dollar pro Anteil/Aktie gerechnet werde. Da bei einem Börsengang jedoch nicht das betroffene Unternehmen die Preise diktiert, sondern die Beteiligten Banken fiel der Ausgabepreis noch auf 17 US-Dollar. Die beiden großen Mitträger des IPOs waren in diesem Falle J.P Morgan und Morgan Stanley, die aufgrund der geringen Nachfrage den Preis entsprechend korrigierten.

Positiver Abschluss am ersten Tag

Ohne den Fehlstart schönzureden, schloss Acushnets Aktie am Ende des ersten Börsentages mit einem leichten Plus und bewegte sich bei 17,95 US-Dollar in eine positive Richtung. Insgesamt konnten 6,9 Mio. Anteile von den ausgegebenen 19,3 Mio. am ersten Tag veräußert werden.



Acushnet COO David Daher zeigte sich auf Nachfrage kämpferisch. "Die Bewertung wird von den Banken und Wall-Street-Experten gemacht und wir lassen uns nicht von unserem Weg und unserem Plan abbringen."

Schwierige Zeiten für großen Schritt

Acushnets Börsengang wurde von vielen Experten und Kritikern schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt, was mit dem aktuellen Ergebnis jedoch entkräftet werden konnte. Die stagnierenden oder gar sinkenden Zahlen im Golfsport und die unruhigen Zeiten im Equipment-Geschäft lassen den gewagten Schritt an die Börse und die anfängliche Perfomance nochmal in einem anderen Licht erscheinen.

Darüber hinaus war die Anzahl der IPOs an der New Yorker Börse in diesem Jahr auf ein neues Rekordtief gesunken, was die aktuelle Marktsituation und Risikobereitschaft an der Börse recht passend abbildet.



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