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WGC – Mexico Championship: Auf neuen Wegen hoch hinaus

Bei der WGC - Mexico Championship erwartet die Golfprofis ungewohntes Terrain. Martin Kaymer und Co. zieht es dabei in rekordverdächtige Höhen.

Mit der WGC - Mexico Championship gastieren die Golfprofis erstmals in Mexiko City. (Foto: Golf Post/ Logo: PGA Tour)
Mit der WGC - Mexico Championship gastieren die Golfprofis erstmals in Mexiko City. (Foto: Golf Post/ Logo: PGA Tour)

Die WGC - Mexico Championship beschreitet 2017 neue Wege im Golfsport, sie nimmt die Stars der Szene mit auf eine unbekannte Reise und führt sie hoch hinaus. Im Club de Golf Chapultepec von Mexiko City werden die 77 Akteure in den kommenden Tagen zu wahren Gipfelstürmern, selbst wenn sie am Ende im Rennen um den ersten World-Golf-Championship-Titel des Jahres nicht ganz vorne mitmischen.

Lustiger "Dienstausflug" nach Mexiko

Der Weg nach Mexiko war jedoch erstmal hoprig. Viel wurde im Vorfeld diskutiert, über eins der wichtigsten Golfturniere, welches eigentlich hätte auf einem der Plätze des zum damaligen Zeitpunkt möglichen, neuen US-Präsidenten in Miami stattfinden sollen. Früh im vergangenen Jahr, noch lange vor der eigentlichen Wahl, legten sich die Verantwortlichen der PGA Tour jedoch fest: Erstmals seit rund vier Jahrzehnten taucht Trump National Doral nicht im Turnierkalender auf. Das WGC-Event fand eine neue Heimat - in Mexiko!

Also, einfach alle Mann in einen großen Flieger gesetzt und quasi als gemeinschaftlichen "Dienstausflug" dotiert mit immerhin 9,75 Millionen US-Dollar Preisgeld, für ein paar spannende Tage ab nach Mittelamerika. So oder so ähnlich könnte die Ansage geklungen haben. Das vermittelten jedenfalls die Spieler, die sich mit eben jenem PGA-Tour-Charterflug auf den Weg in die mexikanische Hauptstadt machten.



Australier im Fokus: Day raus, Scott Titelverteidiger

Gesucht wird übrigens der Nachfolger von Adam Scott. Der Australier sicherte sich Titel und Trophäe im vergangenen Jahr, damals allerdings noch in Florida. Apropos Australier, Scotts Landsmann Jason Day - gerade erst als Führender der Weltrangliste von Dustin Johnson abgelöst - ist der einzige Top-50-Spieler, der bei der WGC - Mexico Championship nicht am Start sein wird. "Ich bin wirklich enttäuscht bekanntgeben zu müssen, dass ich nicht in der Lage sei werde, zu spielen", verkündete ein von Grippe gebeutelter Day.

Der Rest des elitären Feldes beinhaltet dafür alles, was Rang und Namen hat. Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen nach seinem starken Auftritt bei der Honda Classic natürlich auf Martin Kaymer, aber auch der Österreicher Bernd Wiesberger muss sich nach guten Ergebnissen zum Jahresauftakt wahrlich nicht verstecken.

WGC - Mexico Championship mit erstem Rekord

Interessant wird auch zu beobachten sein, wie sich die ausgemachten Longhitter schlagen. Noch nie fand ein PGA-Tour-Turnier in einer solchen Höhe statt, wie die Mexico Championship in dieser Woche. An der höchsten Stelle des Golfplatzes wird stolze 2.388 Meter über dem Meeresspiegel gespielt. Schon beim jährlich im kalifornischen Reno ausgetragenen Wettbewerb werden im Vergleich zu Events auf Meereshöhe deutlich weitere Drives gemessen. Und Reno liegt um einiges niedriger als Mexiko City.



Dank des geringeren Luftdrucks und damit verringerter Reibung während des Fluges am Ball steigt dieser zwar nicht so hoch, erreicht dafür aber größere Weiten. Bei Bubba Watson, Dustin Johnson, Rory McIlroy und Co. dürfte es also zu beeindruckenden Werten kommen, wenn ihre Abschläge regelmäßig über 300 Meter hinaus segeln.

"Golf beginnt erst richtig zu wachsen"

Bei all diesen Superlativen rückt ein Aspekt fast in den Hintergrund. Golf in Mexiko steckt noch in den Kinderschuhen. Das Land verfügt zwar über gute, tourtaugliche Golfanlagen - mit der OHL Classic gastiert die PGA Tour regelmäßig auf der Halbinsel Yucatan -, insgesamt gibt es aber noch viel Potenzial. Und eben dieses möchten die Verantwortlichen ausschöpfen.

Mexiko und der ganze mittel- und südamerikaische Kontinent sei ein interessanter, weil unglaublich großer Markt. "Golf beginnt in Lateinamerika gerade erst richtig zu wachsen", sagt deshalb Pablo Suinaga, Präsident des mexikanischen Golfverbandes. Erste Schritte sind bereits gemacht. Kooperationen sorgen dafür, dass die Web.com Tour Turniere in Panama und Kolumbien spielt. Zudem wurde eine lateinamerikanische Amateur-Meisterschaft ins Leben gerufen, dessen Sieger beim legendären Masters in Augusta startberechtigt ist.

Und nun kommen die Profis, die Besten der Besten nach Mexiko. Die WGC - Mexico Championship verfügt zwar noch nicht mal über einen namensgebenden Hauptsponsor, dennoch kann es zu einem großen Erfolg werden. Bleibt nur abzuwarten, wie Spieler, Golffans und Medien den neuen Weg annehmen.

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