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Wird Justin Rose heute mit BMW-Sieg die neue Nummer eins der Golfwelt?

PGA Tour nimmt auch den Dienstag in Kauf, Woods‘ alter Putter kehrt doch nicht so gut und Fowler erinnert an Lyle. Die Back Nine.

Justin Rose könnte nach der BMW Championship der PGA die Weltranglistenspitze übernehmen. (Foto: Getty)
Justin Rose könnte nach der BMW Championship der PGA die Weltranglistenspitze übernehmen. (Foto: Getty)

Es wird wieder Zeit für einen Europäer an der Spitze der Golfweltrangliste, und Justin Rose könnte heute den Platz an der Sonne übernehmen. Dafür muss der 38-Jährige (-17) „bloß“ die Angriffe der mit einem Schlag hinter ihnen rangierenden Rory McIlroy und Xander Schauffele parieren und seine derzeitige 54-Loch-Führung bei der BMW Championship zum endgültigen Titelgewinn ausdehnen. Die derzeit in der globalen Bestenliste noch ganz vorn platzierten Dustin Johnson und Brooks Koepka können dem Olympiasieger kaum gefährlich werden, müssten es auf Platz zwei schaffen, damit Rose per Sieg doch nicht „D. J.“ ablösen könnte. Doch beide rangieren bei -8 auf dem geteilten Rang 33.

„Natürlich habe ich das im Hinterkopf“, sagte Rose nach seiner 64 in der dritten Runde, mit allen sechs Birdies auf der Front Nine. Ihm war klar, dass angesichts der widrigen Witterung und der unspielbaren Bedingungen im Aronimink Golf Club zu Philadelphia auch eine 54-Loch-Führung den Sieg bringen könnte – falls das Turnier heute nicht regulär fortgesetzt werden kann (siehe folgende Nachricht). So oder so wäre Rose, dessen Stern 1998 bei der Open Championship in Royal Birkdale mit dem vierten Platz als Amateur aufging und der 2013 in Merion die US Open gewann, der erste englische Weltranglistenerste seit Luke Donald 2012 (27. Mai bis 11. August) und der erste europäische seit Rory McIlroy, der am 19. September 2015 von Jason Day abgelöst wurde.

BMW Championship: Notfalls bis Dienstag

Konsequent: Die PGA Tour ist wild entschlossen, die verregnete BMW Championship auf dem durchweichten Kurs des Aronimink Golf Club nahe Philadelphia bis zum 72. Loch durchzuziehen. Nach Aussage von Turnierdirektor Slugger White kommt dabei sogar die Beendigung des Turniers am Dienstag in Frage, sofern das Wetter dem geplanten Ablauf auch heute einen Strich durch die Rechnung machen sollte. Es wäre das erste Dienstagsfinale seit dem Tournament of Champions auf Hawaii 2013. Dafür müsste aber wenigstens die Hälfte des Felds die vorgesehen Turnier-Distanz von 72 Loch absolvieren, nur dann sieht das Tour-Reglement eine Verschiebung der restlichen Runden auf Dienstag vor. Sollten weniger als 50 Prozent der Teilnehmer es heute auf 72 Loch bringen, wird die komplette Finalrunde gestrichen und der 54-Loch-Spitzenreiter, in diesem Fall Justin Rose, zum Sieger erklärt. Wie Regenverzögerungen und endloses Warten den Spielern aufs Gemüt schlagen, das verdeutlicht Ian Poulter mit diesem Instagram-Video mehr als anschaulich:


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Knox fordert weniger Ryder-Cup-Wildcards

Enttäuscht, aber fair: Nach der Vergabe der vier Ryder-Cup-Wildcards an Henrik Stenson, Sergio Garcia, Ian Poulter und Paul Casey durch Europas Kapitän Thomas Björn fordert Russell Knox (33) im Hinblick auf den Kontinental-Wettbewerb 2020 in Whistling Straits eine Änderung des Selektionsprozesses. „Vier ,Captain‘s Picks' sind zuviel“, sagte der Schotte, der zum zweiten Mal in Folge sowohl die direkte Qualifikation verpasst hatte als auch bei den Wildcars übergangen worden war. „Es sollte maximal ein Pick sein, allenfalls zwei. Man will doch die zwölf besten Spieler aufstellen, aber derzeit sind es die zwölf erfahrensten.“ Anderseits, räumte Knox ein, habe er es trotz seines zweiten Platzes bei der French Open und des anschließenden Gewinns der Irish Open „nicht geschafft, in den vergangenen Monaten gut genug zu spielen, um es aus eigener Kraft ins Team für Paris zu schaffen“.



Tigers „alter neuer Besen“ richtet‘s nicht immer

Materialwechsel: Erstaunlich, was so ein Schlägeraustausch bewirkt. Tiger Woods griff anlässlich der BMW Championship mal wieder zu seinem alten Scotty Cameron Newport 2 und puttete sich mit den bewährten „Flat Stick“ zum Auftakt des dritten Play-off-Events der PGA Tour eine 62 zusammen. Dabei benötigte er für die Front Nine nur 29 Schläge, es war der beste Halbrunden-Score seit zwölf Jahren. „Mit dem verdammten Ding habe ich hunderte Millionen Putts gespielt“, sagte er anschließend. „Mein Körper fühlt sich wohl damit.“ Dass auch alte neue Besen nur bedingt gut kehren, musste der Superstar freilich in Runde zwei erfahren, wo es – nicht zuletzt wegen der zweitschlechtesten Puttleistung seiner Saison – lediglich zu 70 Schlägen reichte.



Rickie Fowler in Jarrod-Lyle-Gelb

Besondere Geste: Zur Erinnerung an den verstorbenen Jarrod Lyle, der vor wenigen Wochen seiner Leukämie erlegen ist, trug Rickie Fowler zum Auftakt der BMW Championship des Australiers Lieblingsfarbe. Doch der 29-jährige Kalifornier erschien nicht nur im gelben Hemd am ersten Abschlag, sondern trug auch gelbe Puma-Golfschuhe mit den Initialen sowie dem Geburts- und Todestag von Jarrod Lyle. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Leute ihn und seinen Kampf gegen die Leukämie nie vergessen, um anderen betroffenen Familien Kraft zu geben“, sagte Fowler.

Tiger verhilft Leishman zu Popularitätsschub

Wiedererkennungswert: Wer mit Tiger Woods im Flight war, der hat was zu erzählen. Nicht nur über dichtgedrängte Zuschauermassen am Abschlag, entlang des Fairways und rund ums Grün oder besonderes lautstarke Zwischenrufer – nein, die Runden mit dem 14-fachen Majorsieger bringt offenbar auch einen Popularitätsschub. Sagt jedenfalls Marc Leishman nach neun gemeinsamen Durchgängen. Der Australier, Titelverteidiger bei der BMW Championship, erzählte davon, dass er neuerdings im Alltagsleben, also auf der Straße oder im Supermarkt, wesentlich öfter erkannt werde: „Seit ich so oft mit Tiger gespielt habe, nehmen die Leute deutlich mehr Notiz von mir und sprechen mich an.“ Besonders „cool“ findet Leishman, wenn‘s Eltern mit ihren Kindern sind und er den begeisterten Gesichtsausdruck der Kids sehe: „Das ist eine wirklich tolle Seite meines Jobs!“

Rundenverpflegung per Drohne

Fliegender Kellner: Dass man als Golfer auf der Runde vom Beverage-Cart mit Erfrischungen und Snacks beliefert wird, ist ein schöner Service und nichts Neues. Im King‘s Walk Golf Course in Grand Forks/US-Bundesstaat North Dakota aber wird die Rundenverpflegung ab kommenden Sonntag in einer sechswöchigen Testphase durch eine Drohne ausgeliefert. Per App geordert, wird die Bestellung nach rund zehn Minuten an der gewünschten Position auf dem Platz „abgeseilt“, der Lieferservice kostet zusätzliche drei Dollar. Die Drohne fliegt übrigens in 100 Meter Höhe, um nicht von Golfbällen getroffen zu werden.

Clubgolf in England wächst wieder

Höhenflug: Die englischen Golfclubs, vor nicht allzu langer Zeit noch Sorgenkinder der Golfentwicklung, sind wieder im Aufwind. Der Verband Golf England hat gerade die Zahlen seiner jüngsten Erhebung veröffentlicht, demnach haben die 426 Clubs im Durchschnitt 484 Mitglieder. Das ist die höchste Zahl seit sechs Jahren und das erste signifikante Wachstum seit einem Jahrzehnt. 2016 zum Vergleich waren es 460 Mitglieder im Schnitt. Aber auch in England generiert der organisierte Golfsport seine Zuwächse aus den älteren Generationen: Mit 13 Prozent hatte die Altersklasse 65+ den größten Anteil an der Steigerung.

Wenn der Buddie die Bälle auflegt

Zum Schluss: Bücken wird völlig überbewertet. Und wofür braucht es Tee-up-Automaten für das besonders bequeme Training auf der Range, wenn es da diesen Golf-Buddie gibt, der das Bälle-Auflegen in Handarbeit erledigt. Also, Feuer frei!

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