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Technik auf dem Vormarsch
Roboter auf dem Golfplatz sind längst keine Zukunftsvision mehr, sondern Realität. Ob im Heimatclub oder auf den großen Bühnen internationaler Turniere, automatisierte Helfer und smarte Technologien gehören zunehmend zum Alltag.
Während früher Greenkeeper, Marshals und Volunteers das Bild prägten, rollen, fahren und sprechen heute immer häufiger Maschinen über die Anlagen. Die Entwicklung zeigt: Auch eine traditionsreiche Sportart wie Golf bleibt vom technologischen Wandel nicht unberührt.
Die stillen Helfer: Mäh- und Kameraroboter
Am verbreitetsten ist bislang der klassische Mähroboter. Unauffällig zieht er seine Bahnen und sorgt für gleichmäßig gepflegte Fairways und Grüns. Besonders spektakulär ist das nicht aber effizient.
Allerdings stößt die Technik bei der schieren Größe eines Golfplatzes an ihre Grenzen. Ein einzelner Roboter benötigt viel Zeit, um die gesamte Fläche zu bearbeiten. Für die meisten Clubs bleibt die Investition in ein technisches Greenkeeping Konzept daher auch aus finanzieller Sicht zunächst Zukunftsvision.
Spannender wird es bei den Kamera-Robotern, die bereits bei großen Turnieren wie den US Open oder der PGA Championship eingesetzt wurden. Ferngesteuert bewegen sie sich über den Platz und liefern Bilder aus nächster Nähe. Mit einer vollumfänglichen Berichterstattung liefert dies für Zuschauer ein deutlich intensiveres Erlebnis.
Japan geht einen Schritt weiter
Während viele Länder noch testen, ist Japan bereits einen Schritt voraus. Dort sind schon selbstfahrende Golfkarts im Einsatz.
Dank im Boden verbauter Sensoren bewegen sich die Fahrzeuge eigenständig entlang vorgegebener Strecken. Gesteuert wird per Fernbedienung. Ein großer Vorteil: Missbrauch wird verhindert, da die Karts den vorgesehenen Bereich nicht verlassen können. Sicherheit und Kontrolle gehen hier Hand in Hand mit Komfort.
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Roboter als Starter: Humanoide Roboter übernehmen bei Hainan Classic
Für Aufsehen sorgte zuletzt ein besonderer Einsatz bei der Hainan Classic auf der DP World Tour. Dort übernahm ein humanoider Roboter die Rolle des Starters am ersten Tee.
Ausgestattet mit Volunteer-Leibchen kündigte er die Spieler mit mechanischer Stimme an, winkte dem Publikum zu und begrüßte die Profis sogar per Handschlag. Eine Szene, die irgendwo zwischen Innovation und Kuriosität angesiedelt ist und dennoch zeigt, wohin die Reise gehen könnte.
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Während sich viele vielleicht manchmal wünschen auch das Spiel selbst in die Hand einer verlässlich steuerbaren Technik zu übergeben, scheint dies noch entfernt in der Zukunft zu liegen. Zwar werden insbesondere die humanoiden Roboter zunehmend beweglicher, komplexe Bewegungsabläufe gehören jedoch bisher noch nicht zu ihrem Repertoire.