Panorama

TGL: Jupiter Links GC und Los Angeles GC erreichen das Finale

18. Mrz. 2026 von Helena Llambi in Köln, Deutschland

Jupiter Links Golf Club um Tiger Woods feiert nach dem Sieg gegen Boston den Finaleinzug in der TGL. (Foto: TGL Media Hub)

Jupiter Links Golf Club um Tiger Woods feiert nach dem Sieg gegen Boston den Finaleinzug in der TGL. (Foto: TGL Media Hub)

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Die TGL hat in ihren Halbfinals genau das geliefert, was dieses Format ausmacht: schnelle Wendungen, taktische Duelle und Matches, die in wenigen Löchern kippen. Am Ende setzten sich nicht der Hauptrundensieger und der Titelverteidiger durch, sondern Jupiter Links Golf Club und Los Angeles Golf Club. Damit steht fest: Im Finale um den SoFi Cup treffen zwei Teams aufeinander, die beide erstmals in der Endspielserie stehen.

Besonders bemerkenswert ist der Weg von Jupiter. Das Team um Tiger Woods hatte sich erst im letzten regulären Saisonmatch in die Playoffs gerettet, Boston Common Golf mit Rory McIlroy kam dagegen als Nummer eins ins Halbfinale. Umso überraschender war, wie klar Jupiter das Match in der entscheidenden Phase an sich zog.

TGL: Jupiter nutzt seine Chance eiskalt

Beim 9:5 gegen Boston zeigte Jupiter vor allem in den Singles seine Stärke. Nach einem knappen 4:3 nach den Triples holte das Team auf den Löchern 10 bis 13 gleich fünf Punkte und entschied das Match damit früh. Max Homa gewann im direkten Singles-Duell gegen McIlroy vier Punkte und war einer der entscheidenden Faktoren des Abends.

Dass Jupiter in dieser Saison anders auftritt als noch im Vorjahr, war auch nach dem Match spürbar. Homa hob vor allem die Rolle von Akshay Bhatia hervor und betonte, wie sehr er das Team verändert habe: „Akshay hat unserem Team wirklich einen enormen Schub gegeben. Er bringt viel Energie rein, und man merkt einfach, wie sehr uns das als Gruppe geholfen hat.“ Aus dem letztjährigen Schlusslicht ist pünktlich zu den Playoffs ein gefährlicher Außenseiter geworden, der im richtigen Moment zusammengefunden hat.

Boston fehlte in der zweiten Matchhälfte dagegen der Zugriff. Kleine Fehler wurden sofort bestraft, gerade in den Singles bekam das Team die Dynamik nicht mehr kontrolliert. Keegan Bradley fasste die Niederlage nach dem Match nüchtern zusammen: „Jupiter hat heute Abend wirklich stark gespielt. Sie waren einfach besser als wir, und das muss man anerkennen.“

Los Angeles dreht das erste Halbfinale

Noch vor Jupiters Coup hatte Los Angeles Golf Club das erste Finalticket gelöst. Das 6:4 gegen Atlanta Drive GC war enger, aber kaum weniger dramatisch. Atlanta, der Titelverteidiger, führte nach den Triples noch mit 4:3 und sah lange wie das kontrolliertere Team aus. Los Angeles drehte die Partie dann mit einem makellosen Singles-Abschnitt und gewann die zweite Matchhälfte mit 3:0. Genau dort also, wo Atlanta in der regulären Saison besonders stark gewesen war, schlug diesmal Los Angeles zu.

Im Mittelpunkt stand Justin Rose, der sein Singles-Duell gegen Patrick Cantlay gewann und wichtige Putts lochte. Gleichzeitig zeigte Los Angeles große taktische Reife. Das Team hielt Hämmer bewusst für die späten Löcher zurück und setzte Atlanta damit konstant unter Druck. Sahith Theegala erklärte nach dem Match, wie entscheidend diese Herangehensweise sei: „Ein Hammer spät im Match ist extrem wichtig – damit kann man ein Spiel entweder endgültig entscheiden oder sehr schnell drehen.“ Auch Tommy Fleetwood hatte seinen Moment. Nachdem er im Halbfinale des Vorjahres noch einen entscheidenden Putt verpasst hatte, sicherte er diesmal mit einem Birdie auf dem letzten Loch das Finale für Los Angeles.

Jetzt wartet das Finale gegen Jupiter

Damit kommt es nun zu einer Finalserie, die vor Beginn der Playoffs kaum jemand so erwartet hatte: Jupiter Links Golf Club gegen Los Angeles Golf Club. Beide Teams stehen erstmals im Finale, beide haben ihr Halbfinale aber auf unterschiedliche Weise gewonnen. Jupiter kam über Energie und Momentum, Los Angeles über Geduld und Strategie.

Ein kleiner Vorteil auf dem Papier liegt bei Los Angeles. Im direkten Duell der regulären Saison gewann LAGC bereits mit 8:4 gegen Jupiter. Trotzdem spricht vieles dafür, dass diese Playoff-Version von Jupiter deutlich gefährlicher ist als noch im Januar. Die TGL bekommt damit ein Finale, das sportlich kaum spannender sein könnte.

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