Golf Ernährung: Welche Nahrungsergänzungsmittel sollte ich meiden?
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Lena Kadlec

Die Dozentin und Beraterin im Bereich Sporternährung ist hauptsächlich selbstständig, aber auch an der Deutschen Sporthochschule und dem Olympiastützpunkt Rheinland in Köln unterwegs. Die ehemalige Leichtathletin ist dem Golfsport erst spät verfallen, findet aber jetzt keinen Ausweg mehr und hat sich daher auf das Thema Golfernährung spezialisiert. Ihre Flightpartner nehmen immer mindestens einen Ernährungstipp mit von einer gemeinsamen Runde. Mehr Informationen finden Sie auf Lenas Website.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sollte ich als Golfer lieber meiden?

Es gibt sie zu Hunderten - Nahrungsergänzungsmittel. Doch manche schaden mehr als sie helfen. Lena Kadlec hilft Ihnen bei der Auswahl.

Nicht jedes Nahrungsergänzungsmittel ist gut für Sie. (Foto: Getty)
Nicht jedes Nahrungsergänzungsmittel ist gut für Sie. (Foto: Getty)

Im letzten Artikel ging es um die heißbegehrten und oft überschätzten Eiweißpulver und deren Abwägung der Vor- und Nachteile für einen Golfer. Laut aktuellem Forschungsstand kann ein Eiweißshake in einigen Situationen, vor allem direkt nach dem Spiel (Regeneration), von Vorteil sein, jedoch als Energieträger auf der Runde schlichtweg ungeeignet. Individuelle Fälle müssen hier jedoch berücksichtigt werden.

Neben der Verwendung von Koffein gibt es einige Produkte auf dem Markt, welche eine leistungsfördernde Wirkung der mentalen Fähigkeiten versprechen. Sogenannte Notropika (wie bspw. Golf Fuel Brain Vitamins TM) oder Performance Focus Drinks (wie bspw. der Birdie Shot oder Focus Drink von Golf Fuel) sollen beispielsweise die Konzentrationsfähigkeit eines Golfers auf dem Platz steigern. Bei solchen Drinks handelt es sich meist um ein Gemisch aus Saft, Saftkonzentrat und künstlich zugesetzten Vitaminen und Mineralien und muss deshalb auch als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Mikronährstoffe, wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, haben einige wichtige Schlüsselfunktionen in unserem Körper und sind daher auch lebensnotwendig. Eine regelmäßige Einnahme „könnte“ daher einen Mangel vermeintlich vorbeugen, steht jedoch in keinem direkten Zusammenhang mit der golferischen Leistung auf dem Platz (keine wissenschaftliche Studienlage). Zusätzlich sind meist chemische Zusatzstoffe (wie Geschmackverstärker) und unnötiger Zucker untergemischt und/oder die ausreichende Prüfung der Food and Drug Administration fehlt.

Wechselwirkungen bei Nahrungsergänzungsmitteln

Solche Produkte sollten aus meiner Erfahrung nur unter Beaufsichtigung von erfahrenen Ärzten oder von einem kompetenten Berater empfohlen und eingenommen werden. Zahlreiche Nebenwirkung und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten würden Ihren Score möglicherweise verschlechtern. Daher rate ich um diese Art von Nahrungsergänzungsmittel erst einmal einen Bogen zu machen.

Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst, Gemüse, guten Fetten, diversen Eiweißquellen und vollwertigen Kohlenhydraten sollten daher immer die Basis bilden, um mögliche Mikronährstoffmängel zu vermeiden. Zudem ist die akute Leistungsverbesserung durch adäquate Trink- und Snackstrategien auf dem Kurs entscheidend, und nicht die unüberlegte Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels.

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