Bilder des Tages
Tiger Woods gilt unangefochten als die Golflegende der neueren Zeit. Mit seinen rekordverdächtigen 82 PGA-Tour-Siegen und insgesamt 15 Major-Titeln ist Woods eine feste Größe im Golfsport. Beim Ryder Cup trat er zwar insgesamt achtmal an, konnte jedoch nur 1999 mit dem Team USA einen Sieg feiern. Immer wieder gab es Gerüchte, dass der inzwischen 50-Jährige das federführende Amt als Kapitän des amerikanischen Teams übernehmen könnte. Auch im Vorfeld des Ryder Cups 2025 auf dem Bethpage Black nahe New York war Woods häufig im Gespräch – bis schließlich entschieden wurde, dass Keegan Bradley als bis dahin jüngster Kapitän fungieren soll.
Tiger Woods hält sich zur Zukunft beim Ryder Cup bedeckt
In der vergangenen Woche beim Genesis Invitational in Riviera, Kalifornien, wo Woods als Gastgeber auftrat, äußerte er sich zurückhaltend zu der Frage, ob er beim Ryder Cup 2027 im irischen Adare Manor eine Rolle übernehmen würde: „Das nimmt täglich Stunden um Stunden in Anspruch. Ich versuche herauszufinden, ob ich unserem Team USA, unseren Spielern und allen Beteiligten am Ryder Cup zeitlich gerecht werden kann.“
Laut einem Bericht der Associated Press (AP) soll die PGA of America den Kalifornier nun aufgefordert haben, noch vor dem Masters im April 2026 eine Entscheidung darüber zu treffen, ob er den Posten des Kapitäns für den Ryder Cup 2027 in Irland annehmen möchte. Mehrere mit der Situation vertraute Personen erklärten anonym gegenüber AP, dass es sich dabei eher um eine unverbindliche Frist als um ein endgültiges Ultimatum handle. Woods ist bisher die erste Wahl für diese Funktion und gilt auch in amerikanischen Golferkreisen bisher als einzige Option.
Große Verantwortung und keine Klarheit zur Masters-Teilnahme
Tiger Woods scheint derzeit beschäftigter zu sein als je zuvor, und auch seine Aufgaben im einflussreichen amerikanischen Golfverband PGA of America werden in seine Kapitänsentscheidung einfließen. Woods arbeitet dort in mehreren Gremien mit und hat beispielsweise den Vorsitz im Future Competition Committee inne, das an einer der größten und komplexesten Umstrukturierungen des PGA-Tour-Kalenders arbeitet. Dazu sagte er: „Ich dachte, ich hätte in meiner Blütezeit viele Stunden mit Training verbracht. Das ist aber nichts im Vergleich zu dem, was wir im Sitzungssaal geleistet haben.“
Auch Woods weitere sportliche Karriere lässt immer wieder Raum für Spekulationen. Er bestätigte zwar, dass er beim Masters im kommenden Frühjahr in Augusta vor Ort sein wird – ob er tatsächlich an den Start geht, bleibt jedoch offen. Im Umfeld des Genesis Invitational antwortete Woods auf die Frage, ob eine Teilnahme am Masters ausgeschlossen sei, sehr knapp mit einem „No“.
Bereits zu Weihnachten 2025 schaltete sich der zweifache Major-Sieger und als "Enfant terrible" geltende John Daly in die Kapitänsdiskussion um den Ryder Cup 2027 ein. Auch Daly, der in den USA als sehr beliebter Golfstar gilt, könnte sich vorstellen, eine Rolle im Team USA 2027 zu übernehmen, und schwärmte schon damals davon, wie es wäre, wenn Tiger Woods als Kapitän das amerikanische Team im Adare Manor zum Sieg führen würde.