Back Nine

Alles neu macht … der März: Die PGA Tour führt endgültig das Kastensystem ein

02. Mrz. 2026 von Michael F. Basche in Köln, Deutschland

(Foto: Getty)

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„Alles neu macht der Mai“ lautet ein geflügeltes Wort. Im Profigolf wird das freilich heuer auf März vorverlegt. Am Dienstag vergangener Woche tagte mal wieder das Future Competition Committee der PGA Tour unter Vorsitz von Tiger Woods. Der Auftrag des Gremiums ist klar umrissen: Es soll die künftige Struktur der Tour definieren. Allgemein wird erwartet, dass CEO Brian Rolapp die Vorschläge in zwei Wochen im Rahmen des Flaggschiff-Turniers The Players vorstellt. Spätestens dann dürften aus Gerüchten belastbare Modelle werden – und aus internen Debatten öffentliche Kontroversen.

Denn was Rolapp ankündigen wird, ist mehr als eine Neuordnung von Turnierterminen und Dollardotierungen. Es wird der Abriss einer Fassade, die die Tour über Jahrzehnte mit Sorgfalt poliert hat: die Erzählung von der großen, egalitären Golf-Familie ohne Rangklassen, ohne Kastenwesen, ohne Hinterzimmer-Hierarchien. Diese Geschichte war stets hübsch – und stets brüchig. Nun soll sie formalisiert werden. Offenkundig zielt die strategische Neuausrichtung auf einen komprimierten Kalender mit Leuchtturm-Events, der nach dem Super Bowl im American Football beginnt; auf Turniere, bei denen nur die zugkräftigen Stars abschlagen, vorzugsweise in den größten Medienmärkten. Damit würde ein Prinzip offiziell, das in der Praxis längst existiert: Nicht alle Veranstaltungen, nicht alle Spieler und nicht alle Märkte haben das gleiche Gewicht. Profigolf wird damit endgültig zum Premiumprodukt, portioniert und auf Hochglanz gebürstet. Der Rest? Beifang im Schatten der Scheinwerfer.

Die gestern mit dem Sieg von Nico Echavarria zu Ende gegangene Cognizant Classic – ohne die ganz großen Namen und mit dem vergleichsweise bescheidenen Preisgeld von „bloß“ 9,5 Millionen Dollar wirkt vor diesem Hintergrund wie ein Indiz für den Kurswechsel. Die Breite bleibt Teil des Systems, aber das Zentrum rückt enger zusammen.

Nächste Millionenspritze vom PIF für LIV

Alimentierung: Der saudi-arabische Staatsfonds PIF als Eigentümer der LIV Golf League hat laut Informationen des Portals Money in Sports weitere 267 Millionen Dollar nachgeschossen, um den Saisonstart des Konkurrenz-Circuit zu finanzieren. Damit erhöht sich Riads Investment auf nahezu sechs Milliarden Dollar, und weiterhin ist nicht zu erkennen, dass das Groschengrab LIV-Liga selbst mittelfristig auf eigenen finanziellen Füßen zu stehen vermag.

„Wenn ich nur noch gegen den Cut spielen müsste, wäre ich erledigt“

Was macht eigentlich Brooks Koepka? Es ist etwas still geworden um den fünffachen Majorsieger, der mit dem Ausstieg bei der LIV-Liga so viel Staub aufgewirbelt hat und sich jetzt wieder auf der PGA Tour akklimatisieren muss. Was offenbar auch für einen wie ihn nicht ganz so einfach ist. „Wenn ich bloß hier draußen wäre, um gegen den Cut spielen, dann wäre ich vermutlich eh erledigt“, erklärte der 35-Jährige zur Halbzeit der Cognizant Classic. Am Ende war es nach einer starken Schlussrunde Rang T9,  die erste Top-Ten-Platzierung des Comebacks, nachdem er bei der Farmers Insurance Open geteilter 56. geworden war und bei der WM Phoenix Open schon zu Halbzeit abreisen musste. Immerhin.

 

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Nachwuchs bei von Dellingshausen und Penge

Gratulation: Bei Ilka und Nicolai von Dellingshausen hat sich Mitte Februar Nachwuchs eingestellt. Mutter und Sohn sind wohlauf, der Papa hat eine Turnierpause eingelegt, um die frischen Vaterfreuden auszukosten.

Auch Marco Penge ist happy. Ehefrau Sophie hat vergangene Woche das zweite Kind zur Welt gebracht, der Filius bekommt den Namen Romeo. 

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Daly-Junior debütiert auf der PGA Tour

Die nächste Generation: John Daly II, Filius von „Big John“ Daly, gibt nächste Woche sein Debüt auf der PGA Tour. Der 22-Jährige erhielt einen Sponsoreneinladung für die Puerto Rico Open. Damit wird dem Turnier eine gewisse Aufmerksamkeit gesichert, während parallel das hochkarätige und mit Stars gespickte Arnold Palmer Invitational läuft. Auch die Nachwuchshoffnungen Blades Brown und Miles Russell sind dank Sponsoren in Puerto Rico am Start.

Charlie Woods mit eigenem Instagram-Aufritt

Aus dem Schatten des Vaters: Charlie Woods hat ein College gewählt und eine Management-Agentur berufen und jetzt auch einen eigenen Instagram-Account. Da wird einer richtig flügge. Aber wie soll es anders sein: Natürlich kam einer der ersten Kommentare vom Papa …

 

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