Back Nine

Matsuyama ist stinksauer: Koepkas neue Liebe zum Spiel gefällt nicht jedem

01. Feb. 2026 von Michael F. Basche in Köln, Deutschland

(Foto: Getty)

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Überstanden: Brooks Koepka hat die erste Woche zurück auf der PGA Tour hinter sich gebracht. Mit Anstand. Platz T56 bei Justin Roses Gewinn der Farmer Insurance Open war nicht unbedingt ein Bravourstück, aber in diesem Fall war der Weg das Ziel. Koepka startete mit einer Eins-über-Par-73, spielte sich in Runde zwei mit einer 68 über den Cut und bewältigte das Wochenende in Torrey Pines mit 73 und 70 Schlägen. Mission accomplished. Schon am Freitag nach dem Sprung ins Wochenende sprach der fünffache Majorsieger davon, sich wieder neu in das Spiel verliebt zu haben. Das war es, was ihm bei LIV gefehlt hat: der Wettbewerb. Das zähe Ringen. Um einen Drei-Meter-Putt kämpfen zu müssen, obwohl er 20 Schläge hinter der Spitze liegt. Aber jeder Schlag zählt. Erst recht, wenn hundert und mehr Spieler dasselbe Ziel haben. „Ich bin froh, dass ich mich da draußen wieder abrackern darf“, so Koepka.

Woanders freilich werden immer noch die Messer gewetzt wegen Koepkas Comeback, das manchen zu einfach, zu reibungslos erscheint. Nicht nur Wyndham Clark. In einem Gespräch mit Golf Digest Japan hatte auch Hideki Matsuyama sich vor der Farmers ungewohnt wortreich gezeigt. Angesichts der normalerweise gezeigten Attitüde höflicher Zurückhaltung könnte man auch sagen: Der Masters-Champion von 2021 ist stinksauer.

 

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Er sei regelrecht schockiert gewesen, als er von der Rückkehr des LIV-Stars erfahren habe, moserte Matsuyama, der 2022 ein neunstelliges Angebot des Konkurrenz-Circuit abgelehnt hatte. Unter anderem wegen der Konsequenzen für seine Zukunft auf der PGA Tour. „Ich dachte: Wie jetzt, er kann so mir nichts, dir nichts zurückkommen? Was ist aus der Idee geworden, dass Spieler ein Jahr lang nicht an der PGA Tour teilnehmen dürfen, die sich der LIV angeschlossen haben? Und jetzt gibt es ein Returning Member Program?“


„Ich habe nichts gegen Koepka. Ich finde es sogar ziemlich beeindruckend, dass Brooks den Mut hatte, diese Entscheidung zu treffen und seinen LIV-Vertrag zu kündigen.“ 

Hideki Matsuyama


Eine solche Regel sei ihm nicht bekannt gewesen, so der Japaner weiter: „Ich frage mich, warum die PGA Tour den Spielern die Situation nicht im Voraus erklärt hat? Aber wir sollen ja bloß spielen und haben ansonsten nichts zu sagen.“ Übrigens, Matsuyama belegte auf den Klippen von La Jolla am Ende Rang elf, weit vor Koepka. Ob ihn das besänftigt hat?

DP World Tour: Streichung der Strafen für LIV’ler?

Kehrtwende: Die DP World Tour reformiert die Sanktionen für abtrünnige Mitglieder. Ab der Saison 2026 werden keine Strafen mehr fällig, wenn Spieler auf nichtsanktionierten Touren wie der LIV Golf League aktiv werden. So berichtet es das Portal Flushing It. Zwar müssen Profis wie der zurückgekehrte Patrick Reed oder Jon Rahm und Tyrrell Hatton, die Berufung gegen die Bußgelder eingelegt haben, die bis 2025 aufgelaufenen Strafgelder weiterhin bezahlen – im Fall Rahm sind das über drei Millionen Dollar. Aber mit dieser Änderung ist der Weg für weitere LIV’ler zur Teilnahme an Turnieren des europäischen Circuits offen, sofern sie Mitglieder der DP World Tour sind. Allerdings wird es Pflichtturniere geben. Und was Rahm und Hatton betrifft, nimmt das keineswegs die Brisanz aus ihrer Situation: Sollten sie die Berufung verlieren – was erwartbar ist – und sich gegen eine Zahlung der Geldstrafen entscheiden, würden sie ihre Mitgliedschaft in der DP World Tour verlieren und wären nicht mehr für den Ryder Cup spielberechtigt.

 

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„Bob Mac“ ist Papa

Vaterfreuden! Glückliche Stunden in Oban an der Westküste von Schottland: Robert MacIntyre, genannt „Bob Mac“, Ryder Cupper und aktuell Nummer fünf der Welt, verkündet eine neue Nummer eins seiner Welt. Der 29-Jährige ist Papa geworden. Lebensgefährtin Shannon Hartley brachte am 28. Januar einen Jungen zur Welt, der den Namen Findlay hat. Mutter und Kind sind wohlauf. Der Golfprofi und die Krankenschwester sind seit mindestens 2023 ein Paar.

Ballesteros-Statue zersägt, Verdächtiger verhaftet

Pietätlos: Die spanische Polizei hat in Santander im Norden des Landes Überreste der Statue von Severiano Ballesteros gefunden, die unlängst von Buntmetalldieben vom Podest in einem Park in Seves Geburtsstadt Pedrena montiert worden war. Das lebensgroße, indes rund 100 Kilogramm schwere Ebenbild der 2011 an einem Gehirntumor verstorbenen iberischen Golflegende wurde in Teile zerlegt, um den Verkauf des Kupfers zu vereinfachen, ein Verdächtiger wurde verhaftet.

Charley Hull: Feuer und Flamme für WTGL

Contra und Pro: Die Einführung der Tomorrow’s Golf League für Damen ab 2027 stößt auf unterschiedliche Resonanz. Während US-Superstar Nelly Korda die WTGL als verpasste Chance für die Aufwertung von Damengolf bezeichnet und sich eher skeptisch gibt, ist Englands Charley Hull ganz offenbar Feuer und Flamme für die Simulator-Sause. Den Eindruck vermittelte sie jedenfalls beim Besuch des Matches zwischen Boston Common und The Bay (9:1)  im SoFi Center zu Palm Beach Gardens. „Ich bin einfach dankbar, dass sie uns eine Chance geben, egal was passiert, und finde es fair, dass sie uns die Möglichkeit geben, auf derselben Bühne wie die Männer zu stehen, auch wenn es nicht zur gleichen Zeit ist“, sagte die 29-Jährige. „Es gibt die LPGA Tour und die PGA Tour und jetzt auch das Grant Thornton Invitational. Vielleicht bauen sie ja in Zukunft etwas auf, man weiß ja nie.“

 

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LIV-Grafik von Fox voller Fehler

Finde den Fehler: Diese Woche beginnt in Saudi-Arabiens Kapitale Riad die Saison 2026 der LIV Golf League. Fox Sports hat für die Vorankündigung eine Grafik mit CEO Scott O’Neil und den Team-Kapitänen erstellt. Bei der Kennzeichnung der Spieler war man allerdings nicht sonderlich sorgfältig, sondern hat eine Menge Schreibfehler eingebaut – ein schöner Partner ist das. Also, viel Spaß beim Suchen:

 

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Fleetwood im Schlabber-Look

Tommys neue Kleider: Nike war einmal bei Tommy Fleetwood, der Swoosh ist vom Outfit des amtierenden FedEx-Cup-Champions verschwunden. Zwischendurch präsentierte sich der Engländer mal mit dem Masters-Logo auf der Brust, …

 

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… beim Desert Swing der DP World Tour tauchte Fleetwood dann im Schlabber-Look auf. Noch ohne Logo, aber das sieht verdächtig nach Malbon aus.

652 Golfplätze in 365 Tagen

Davon können selbst ausgemachte Golfnerds nur träumen: Josh Simpson hat in einem Jahr 652 18-Loch-Plätze gespielt und damit einen Weltrekord aufgestellt. Bisher lag die Bestmarke bei 580 Kursen. Der 27-jährige Engländer aus King’s Lynn hat dafür sein Geschäft als Unternehmer aufgegeben und sich ein Wohnmobil gekauft. Auslöser war der Tod seiner Mutter, die an Lungenkrebs gestorben ist. Also machte sich Josh auf, seine Golfleidenschaft und die gute Sache miteinander zu verbinden. Während seiner Tour sammelte der Single-Handicapper Spenden zugunsten wohltätiger Zwecke. Die Details des Rekords:

 

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Golf bei Schnee und Eis

Zum Schluss: … ein Mutmacher für alle Golf-Aficionados, die am anhaltenden Winterwetter in weiten Teilen von Deutschland verzweifeln. Schnee und Eis sind nun wahrlich kein Hinderungsgrund, wie dieses Fundstück aus dem Netz zeigt:

 

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