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Freddy Schott: „Für solche Momente bist du hier!“

01. Feb. 2026 von Jean Heidbüchel in Neuss, Deutschland

Freddy Schott spricht über seinen Sieg bei der Bapco Energies Bahrain Championship der DP World Tour. (Foto: Getty)

Freddy Schott spricht über seinen Sieg bei der Bapco Energies Bahrain Championship der DP World Tour. (Foto: Getty)

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Freddy Schott rang nach seinem Sieg bei der Bapco Energies Bahrain Championship der DP World Tour nach Worten: „Es ist immer noch nicht ganz bei mir angekommen. Das wird noch eine Weile dauern, aber es ist unglaublich“, sagte der Düsseldorfer, nachdem er bei der Bapco Energies Bahrain Championship seinen ersten Sieg auf der DP World Tour gefeiert hatte. In einem dramatischen Playoff setzte sich Schott auf dem Royal Golf Club gegen Patrick Reed und Calum Hill durch – und schrieb damit das bislang wichtigste Kapitel seiner Karriere.

Freddy Schott: „Ab der Back Nine kamen die Nerven“

Der Finaltag verlangte dem Deutschen alles ab. „Es war hart, vor allem gegen Ende“, beschrieb Schott die Stunden auf dem Platz. Der Start sei noch „okay“ gewesen, „weil ich ganz ordentlich gespielt habe. Es hatte einen guten Rhythmus.“ Doch mit der Back Nine kam die Anspannung: „Natürlich haben ab da die Nerven eingesetzt.“

Freddy Schott blieb dennoch bei sich. „Ich war froh, dass ich es ganz gut gemanagt habe – nicht perfekt, aber okay“, sagte er rückblickend. Dass es nicht perfekt lief, zeigte sich besonders auf Loch 11. Nach einem verpassten Eagle auf der 10 folgte ein unglücklicher Abschlag: „Der Plan war, sechs oder sieben Meter rechts von der Fahne zu zielen, leider habe ich ihn gezogen. Gezogene Schläge werden oft lang.“ Der Ball landete „sehr heiß“ hinter dem Grün, der anschließende Chip misslang. „Zwei Putts, einfach ein dummes Doppel-Bogey.“

Birdies zur richtigen Zeit und ein geteilter Spitzenplatz

Doch statt sich von dem Rückschlag aus der Bahn werfen zu lassen, traf Schott eine bewusste Entscheidung. „Wir bekommen normalerweise eine Mitfahrt von der 11 zur 12, und ich habe gesagt: Okay, ich fahre nicht mit, ich gehe zu Fuß, um mich wieder zu beruhigen, um im Moment zu bleiben.“ Dabei erinnerte er sich selbst an den Kern seines Sports: „Das sind die Momente, für die du hier bist; das ist der Grund, warum du Golf spielst – also versuch, aufs Gaspedal zu drücken und weiterzumachen.“

Gesagt, getan. „Wir haben einen wunderschönen Schlag auf die 12 gespielt, ein gutes Birdie auf der 13“, berichtete Schott, ehe es in den letzten Löchern nur noch darum ging, „es irgendwie ins Clubhaus zu bringen“. Mit 17 unter Par teilte er sich nach 72 Löchern die Führung mit Reed und Hill – das Playoff war unausweichlich. In der Entscheidung behielt Schott die Nerven. Zwei Playoff-Löcher reichten, um den Sieg perfekt zu machen. Hill patzte, Reed war bereits zuvor ausgeschieden – Schott blieb fehlerfrei und vollendete seinen Triumph mit einem Par.

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Caddie als Anker: „Wir haben über alles geredet, nur nicht über Golf“

Eine Schlüsselrolle spielte dabei auch sein Caddie. „Zum Glück habe ich viel mit Taka gesprochen“, sagte Schott. „Er hat mich komplett von all diesen Gedanken ferngehalten. Wir haben über alles geredet, nur nicht über Golf – und das war großartig.“ Sein Fazit: „Er hat diese Woche einen unglaublichen Job gemacht, und ich könnte nicht glücklicher sein, mit ihm zu arbeiten.“

Der emotionale Moment nach dem letzten Putt war kaum in Worte zu fassen. „Wie ich mich fühle, ist unbeschreiblich. Ich habe keine Worte“, sagte Schott. Nur eines stand für ihn fest: „Ich bin einfach froh, dass ich es über die Linie gebracht habe – und wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“

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