Von ehrlichen Golfern und kritischen Funktionären
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Von ehrlichen Golfern und kritischen Funktionären

Ernie Els streicht das Race to Dubai, Adam Scott bangt um seine Erfolgsserie und Sam Snead kriegt posthum ein Bier.

"Lefty" Phil Mickelson: Plädoyer für die Belly-Putter-Spieler vom Mann mit dem kurzen Putter. (Foto: Getty)


Ehrenmann: Fredrik Andersson Hed wurde während der dritten Runde der Singapore Open vom Turnier ausgeschlossen, weil er mit einem beschädigten Driver spielte. Nach einem schwachen Abschlag hatte der Schwede seinen Schläger missmutig in den Boden gerammt. Er benutzte den Driver weiter, stellte aber fest, dass der Schlägerkopf-Winkel leicht schief war und zeigte dies einem Schiedsrichter an. Dem blieb nichts anderes übrig, als Hed gemäß Regel 4-3b („Nicht im normalen Spielablauf entstandene Beschädigung“) zu disqualifizieren.

Phil Mickelson: Verbot der Belly Putter wäre unfair

Schützenhilfe: Phil Mickelson legt ein gutes Wort für die Belly-Putter-Fraktion ein. „Die langen Putter zu verbieten, nachdem 30 Jahre lang damit trainiert und gespielt werden durfte, wäre eine grobe Benachteiligung“, sagte ausgerechnet der Mann, dessen Putter so kurz ist, dass er aus der Kids-Golf-Kollektion stammen könnte.

Golflehrer-Lehrer und Nicklaus-Trainer Jim Flick verstorben

Er war der Lehrer der Golf-Lehrer und hat Größen wie Jack Nicklaus oder den aktuellen Schwab-Cup-Gewinner Tom Lehman trainiert: Im Alter von 82 Jahren ist Jim Flick in Kalifornien seinem Krebsleiden erlegen. Während seiner mehr als 50 Jahre als Golf-Coach betreute Flick über 200 Professionals.

Selbstanzeige nach Regelverstoß in der Q-School

Noch ein Ehrenmann: Mit einem selbstangezeigten Regelverstoß hat sich Blayne Barber den möglichen Sprung auf die PGA Tour „vermasselt“. Auf der Q-School in Georgia hatte der 21-Jährige im Bunker möglicherweise ein Blatt berührt, ohne dass es sonst jemand bemerkt hätte, sich dafür einen Strafschlag notiert und zu Ende gespielt. Es hätten aber zwei Strafschläge sein müssen: Nach tagelangem Kopfzerbrechen ließ sich Barber nachträglich wegen der falsch abgegebenen Score-Karte disqualifizieren.

Ernie Els scheidet aus dem Race to Dubai 2012 aus

Open-Champion Ernie Els hat sich aus dem Race to Dubai streichen lassen und ist damit auch beim Saisonfinale vom 22. bis 25. November nicht startberechtigt. Dem Südafrikaner fehlen drei der 13 Pflichtturniere; vor der Streichung lag Els auf Platz sechs der Europa-Geldrangliste.



Britische Sportfunktionäre kritisieren Herren-Clubs

Herren-Golfer im Visier: Lord Moynihan, der scheidende Vorsitzende des britischen Olympia-Komitees, hat den Royal and Ancient Golf Club in St. Andrews aufgefordert, weibliche Mitglieder zuzulassen und es damit Augusta National gleichzutun. Der britische Sportminister Hugh Robertson legte nach und forderte, Männer-Clubs wie den 2013er Schauplatz Muirfield von der Rota der Austragungsorte für die Open Championship zu streichen.

Die Erfolgsserie von Adam Scott droht zu reißen

Seit seinem ersten vollen Profi-Jahr 2001 und dem Gewinn der Alfred Dunhill PGA Championship damals hat Adam Scott in jeder Saison mindestens ein Turnier gewonnen. Für 2012 freilich steht dieses Erlebnis noch aus. Nahe dran war der Australier bei der Open Championship, als er auf den Schlusslöchern den fast sicheren Sieg an Ernie Els verlor. Nachdem es bei den Singapore Open nur zu Platz fünf reichte, hat Scott mit den Starts beim kommenden Australian Masters und bei den Australien Open Anfang Dezember noch zwei Chancen, sich seine Serie zu erhalten.

Biermarke nach Golf-Legende Sam Snead benannt

Ernie Els oder Greg Norman machen in Wein, Jack Nicklaus hat seine eigene Limonade, jetzt gibt es auch Bier mit Golfprominenz auf dem Etikett. Casey Bierer – heißt wirklich so und hatte als TV-Produzent mit Golf zu tun – lässt in den USA „Slammin‘ Sam“ brauen. Das Bier ist nach Bierers Lieblingsgolfer, dem legendären siebenfachen Major-Sieger Sam „Slammin‘“ Snead (1912 bis 2002), benannt.

In Japan gibt‘s ein Par 7 mit fast 900 Metern

Überlänge: Der japanische Satsuki Golf Club hat die längste Golfbahn der Welt: Die Sieben auf dem Par-75-Sano-Kurs ist ein Par 7 und misst vom hinteren Herren-Abschlag 964 Yards (881,5 Meter).