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Mit Bart, Bauch und Birdies – Lowry und Holmes dominieren British Open 2019

Shane Lowry und JB Holmes gehen als geteilte Führende in die Finalrunden der British Open 2019. Matthias Schmid verpasst Überraschung.

JB Holmes undJB Holmes (links) und Shane Lowry teilen sich nach der zweiten Runde der British Open 2019 die Führung. (Foto: Getty) Shane Lowry teilen sich nach der zweiten Runde der British Open 2019 die Führung. (Foto: Getty)
JB Holmes (links) und Shane Lowry teilen sich nach der zweiten Runde der British Open 2019 die Führung. (Foto: Getty)


Sie konterkarieren das Bild der jungen Athleten, die zuletzt mit wenigen Ausnahmen die Majors unter sich ausmachten. Doch bei der British Open gehen die beiden "Schwergewichte" Shane Lowry und JB Holmes als geteilte Führende ins Wochenende. Matthias Schmid, Europameister der Amateure und einziger deutscher Starter, verpasst hingegen eine Überraschung. Der Burgenländer Bernd Wiesberger schafft es mit einer soliden Leistung ins Wochenende.

Einen (Nord)Iren hatte man bei der British Open 2019 in Portrush oben erwartet, die heimischen Fans sich nichts sehnlicher gewünscht. Dabei hatte allerdings niemand an den aus der Republik Irland stammenden Shane Lowry gedacht, sondern fest mit dem Nordiren Rory McIlroy gerechnet, der nur rund 100 Kilometer vom Austragungsort der 148. British Open aufwuchs. Doch während der Publikumsliebling nach seiner desaströsen Auftaktrunde die Aufholjagd am zweiten Tag nicht stemmen konnte (wenngleich er nah dran war), schwang sich Lowry zwischenzeitlich zur alleinigen Führung auf. Zwei Schläge Abstand hatte er bereits zwischen sich und Holmes gebracht, als er auf der Back Nine spät doch noch zwei Bogeys kassierte. So geht das Duo nicht nur optisch ähnlich, sondern auch mit identischem Score von acht unter Par in den Moving Day.

Bernd Wiesberger solide im Wochenende

So gelegen wie die British Open 2019 kam Bernd Wiesberger womöglich noch nie ein Major-Turnier. Ein Sieg und ein zweiter Platz stehen in den Vorwochen auf Links-Kursen bei extrem gut besetzten Turnieren in seiner Statistik. Womöglich hatte der ein oder andere Fan auf mehr als nur das solide Erreichen des Wochenendes gehofft. Doch immerhin tat Wiesberger genau das, ohne sich je in Gefahr zu bringen, den Cut zu verpassen. Mit einer Even-Par-Runde (71) zieht der Führende des Race to Dubai (der Saisonwertung der European Tour) auf dem geteilten 32. Rang ins Wochenende ein.


Matthias Schmid: "Alles in allem eine tolle Woche"

Tiger Woods ließ er hinter sich, Ian Pulter und Adam Scott auch. Auch wenn Europameister Matthias Schmid bei seiner ersten British-Open-Teilnahme den Cut verpasste, zeigte er mit seiner Even-Par-Runde am zweiten Turniertag eine ansprechende Leistung. Zwischenzeitlich lag er sogar drei unter Par, ehe er alle Schlaggewinne auf einmal am elften Loch hergab. "Die ersten Neun habe ich sehr gut gespielt", fasste der 21-Jährige seine Runde zusammen, "bis auf ein Fairway habe ich alle getroffen und oft zum Birdie geputtet. Drei habe ich gemacht, aber da war noch Luft nach oben." Auf Bahn 11, an der der Spieler vom Golfclub Herzogenaurach mit einem Abschlag ins Aus ein Tripplebogey kassierte, habe er sich schon die ganze Woche "unwohl" gefühlt.

Das Highlight seiner Runde resultierte ebenfalls aus einem Fehlschlag eine Bahn zuvor. Nach einem misslungenen Schlag aus dem Rough auf Bahn 10 fand sich Schmid auf dem achten Fairway wieder, wo der Flight um Phil Mickelson und ein riesiger Tross Zuschauer weilten. Die Fans mussten warten, damit der Nationalspieler wieder den Weg auf seine eigentliche Bahn finden konnte. "Von da habe ich den Ball auf 30 Zentimeter an den Stock gepitcht und es gab riesigen Jubel", freute sich Schmid. "Alles in allem war es eine tolle Woche für mich. Spielerisch war mehr drin. Das ist natürlich ärgerlich aber so ist es." Die positiven Erinnerungen werden sicherlich überwiegen, wenn es zurück in den Alltag und die Golf-Bundesliga geht.


McIlroy und Woods verpassen Überraschung

Tiger Woods und Rory McIlroy hatten sich bereits am ersten Tag der British Open 2019 jeder Chance beraubt, das Turnier zu gewinnen. Doch mit einer sehr guten Runde, die beiden immer zuzutrauen ist, wäre zumindest der Cut noch in Reichweite gewesen. Woods blieb erneut weit hinter seiner Bestleistung, auch wenn er körperlich einen besseren Eindruck machte als in der ersten Runde. McIlroy setzte hingegen, von den frenetischen Fans gefeiert, alles daran, das Wunder zu schaffen. Doch auch die beste Runde des Tages (65/-6) reichte für den Lokalmatadoren nicht, um das Ruder noch herumzureißen. McIlroy kämpfte zwar wie ein Löwe und gab sich die Chance, mit einem Birdie auf 17 oder 18 das beinahe Unmögliche zu schaffen, doch es sollte nicht gelingen. Bei zwei über Par verpasst der viermalige Major-Sieger den Cut um einen Schlag.

Die Highlights der 2. British-Open-Runde



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