PGA Australasia: Mundschutz im Kampf gegen den Rauch
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PGA Australasia: Mundschutz im Kampf gegen den Rauch

Bei der Australian Open der PGA Tour of Australasia sind die Auswirkungen der Buschbrände im Osten des Landes zu spüren. Spieler schützt sich mit Mundschutz vor dem Rauch.

Ein freiwilliger Helfer schützt sich bei der Australian Open mit einem Mundschutz vor dem Rauch. (Bildquelle: Getty)
Ein freiwilliger Helfer schützt sich bei der Australian Open mit einem Mundschutz vor dem Rauch. (Bildquelle: Getty)

Vom 5. bis zum 8. Dezember findet im "The Australian Golf Club" in der Millionenmetropole Sydney die Australian Open der PGA Tour of Australasia statt. Doch aktuell ist das stark besetzte Turnier kein normales. Über dem Platz, auf dem normalerweise ein Kampf um den Titel entfachen sollte, hängt wabernder Rauch, der den Spielern zu schaffen macht.

"Es fühlt sich an als würde ich mir ein bisschen Salzwasser in die Nase schieben"

In dieser Woche sind bei der Australian Open einige bekannte Namen vertreten. Mit Adam Scott, Paul Casey, Jason Day, Abraham Ancer, Sergio Garcia und Presidents-Cup-Kapitän Ernie Els haben die Veranstalter ein starkes Teilnehmerfeld zusammengestellt. Die Buschbrände im Osten des Landes und die damit verbundenen schwierigen Bedingungen machen jedoch auch erfahrenen Profis zu schaffen. Der Lokalmatador Adam Scott erklärt gegenüber BBC.com wie sich das Spiel unter der Rauchdecke anfühlt: "Es fühlt sich an, als würde ich mir ein bisschen Salzwasser in die Nase schieben", sagte der Australier Adam Scott. Der Engländer und mehrfacher European-Tour-Sieger Paul Casey erklärt die Situation wie folgt: "Ich muss zugeben, dass meine Augen jucken, aber ich fühle eher mit den Menschen mit, die noch näher an den Bränden sind, weil wir es hier unten in 100 Meilen Entfernung schon spüren." Casey fügt hinzu: "Ich werde mich nicht beschweren, weil es Leute gibt, denen es schlechter geht als mir."

Die Bewohner der Ostküste Australiens werden dringend darum gebeten, ihre Häuser nicht zu verlassen und sich nicht im Freien zu bewegen. Die Luftverschmutzung in der Millionenmetropole Sydney soll am Donnerstag genauso hoch gewesen sein, wie in Peking. Matt Jones, ehemaliger Sieger des Turniers schildert die aktuelle Situation wie folgt: "Es ist schwer, den Ball im Flug zu verfolgen und zu sehen, wo er landet. Da brennen einem die Augen." Bislang kamen bei den Bränden seit Oktober vier Menschen ums Leben.

Ryan Chisnall greift bei der Australian Open zu härteren Maßnahmen

Der Neuseeländer Ryan Chisnall greift bei der Australian Open der PGA Tour of Australasia zu härteren Maßnahmen. Der an Asthma leidende Spieler hat sich mit einem Mundschutz vor den gefährlichen Rauch der Brände geschützt. Solche Szenarien kennt man normalerweise nur aus Städten wo die Luft einen hohen Anteil an Feinstaub besitzt.