Amateurstatut: Ab 2020 dürfen Sie fette Hole-in-One-Preise absahnen
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Amateurstatut: Ab 2020 dürfen Sie fette Hole-in-One-Preise absahnen

Ab 2020 lockern R&A und USGA das Amateurstatut im Bezug auf Hole-in-One-Preise und machen so die Bahn frei für hochdotierte Hole-in-One-Wettbewerbe.

R&A und USGA lockern Regeln des Amateurstatuts. (Foto: Getty)
R&A und USGA lockern Regeln des Amateurstatuts. (Foto: Getty)

Die Regelverantwortlichen Organisationen R&A und USGA nehmen das Amateurstatut unter die Lupe, mit dem Ziel, es zu modernisieren und klarer und einfacher verständlich zu formulieren. In diesem Zuge wird es bereits ab 2020 eine Änderung der Regel 3-2b geben, die die Höhe des Preisgeldes für ein Hole-in-One reguliert, welches außerhalb einer regulären Golfrunde gespielt wird.

Preise für Hole-in-One-Wettbewerbe erlaubt

Bereits seit 2012 dürfen Golfer Geld- oder Sachpreise, die die regulär erlaubten 750 Euro überschreiten, für ein Hole-in-One annehmen, wenn es zufällig während einer Golfrunde gespielt wird. Die Änderung, die Preise von unbegrenztem Wert auch für Holes-in-One abseits einer Golfrunde erlaubt, macht den Weg für höher dotierte Hole-in-One-Wettbewerbe frei und könnte auch eine große Bedeutung für Wohltätigkeits-Veranstaltungen haben.

Die Regel tritt am 1. Januar 2020 in Kraft und wird folgendermaßen lauten: " Ein Amateurgolfer darf einen Preis akzeptieren, der die in Regel 3-2a festgesetzte Grenze überschreitet, auch Bargeld, wenn er bei einem Wettbewerb außerhalb einer Golfrunde ein Hole-in-One gespielt hat, inklusive Wettbewerbe mit mehrfachen Versuchen und Wettbewerben, die nicht auf einem Golfplatz stattfinden (zum Beispiel auf einer Driving Range, in einem Golfsimulator oder auf einem Puttinggrün), vorausgesetzt die Länge des Schlages beträgt mehr als 45 Meter."

R&A und USGA modernisieren Amateurstatut

Über den Grund für diese Änderung sagten USGA und R&A: "Wir hoffen, dass diese Änderungen helfen, das Spiel zu fördern und neues Publikum anzuziehen und unnötige Einschränkungen für Turnierveranstalter zu eliminieren."

Das Amateurstatut dient dazu sicherzustellen, dass Amateurgolf, bei dem die Selbstregulierung der Spieler im Hinblick auf die Golfregeln essentiell ist, frei von dem Druck gehalten wird, wie er sich durch unkontrolliertes Sponsoring und finanzielle Anreize ergeben kann.



"Das Statut bleibt ein fundamentaler Rahmen für das Amateurgolf", sagte Grant Moir, Direktor der Abteilung Regeln des R&A, "und wir werden die Meinungen von Spielern, Regeloffiziellen und Verbänden einholen, um ein vollständiges Bild davon zu erhalten, wie wir es verbessern können." Die umfassende Änderung des Amateurstatuts ist für 2022 geplant.

Weiter Aspekte, die unter Beobachtung stehen sind:

  • Die Erlaubnis, Werbeverträge zu unterschreiben und als Amateur eine Vergütung für die Verwendung des eigenen Namens oder Bildes
  • Die Aufhebung der Beschränkungen um die Erstattung von Auslagen.
  • Die Aufhebung des Verbots, gegen Bezahlung auf einem Golfplatz oder in einem Golf Shop zu arbeiten
  • Die Möglichkeit, Vergütung für Golfunterweisungen zu erhalten





1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. wilhelm seidel

    Es ist nur zum Fremdschämen was sich die Regelgewaltigen alles anmaßen. Ein hole
    in One Preis ist ein Preis der zur Verfügung gestellt wird und dem Spieler zusteht,der es in dem Wettspiel erzielt hat. Das gleiche gilt für Bruttopreise!!!
    Der Bruttopreis gehört dem Spieler der unter Berücksichtigung seines Hcps das beste Ergebnis erzielt hat. Das ist der Spirit of the Game im Golfsport. Ein Hcp 0 ist auch ein Hcp. Wer Spieler zu lässt mit Hcp1 oder Hcp+1 und Hcp 0 muß deren Spielvorgabe entsprechend den Regeln der Mathematik berücksichtigen.
    Bruttopreis = Schlagzahl +Hcp

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