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Südafrika als Türöffner für die neue Saison
Wenn Anfang Februar die Sunshine Ladies Tour in Südafrika in die neue Saison startet, sind auch zahlreiche deutsche Golferinnen mit dabei. Bereits zum Auftakt am 4. Februar schlagen sechs Spielerinnen aus Deutschland ab: Carolin Kauffmann, Verena Gimmy, Celina Sattelkau, Hannah Karg, Sophie Witt und Chiara Horder.
Der Trend ist klar: Südafrika wird immer mehr zum bevorzugten Einstieg in die neue Saison.
Doch warum zieht es zum Saisonbeginn immer mehr Spielerinnen nach Südafrika? Die Antwort liegt vor allem im internationalen Turnierkalender der Ladies European Tour (LET) und in den Chancen, die sich auf der Sunshine Ladies Tour bieten.
Volle Turniere, begrenzte Chancen auf der LET
Der offizielle LET-Kalender startet zwar früh im Jahr, doch die ersten neun Turniere sind hochdotiert und keine reinen LET-Events. Turniere wie die PIF Saudi Ladies International, zwei Events in Australien sowie ein Aramco Championship Turnier locken zwar mit großen Preisgeldern, sind aber auch entsprechend stark besetzt. Die Folge: Selbst Spielerinnen mit sehr guter LET-Kategorie haben es schwer, ins Teilnehmerfeld zu rutschen. In Saudi-Arabien stehen nur 64 Startplätze für LET-Mitglieder zur Verfügung, der Rest wird über Einladungen oder die Weltrangliste vergeben. Ähnlich ist die Situation in Australien, wo 80 Plätze an LET-Spielerinnen gehen und 52 über die australische Tour vergeben werden. Selbst Top-20-Spielerinnen der Q-School bleiben in der Regel außen vor. Ohne volle Tourkarte ist eine Teilnahme an diesen Turnieren auch bei den gemeinsamen Events mit der LET in Südafrika im April fast ausgeschlossen.
Sunshine Tour als sportliches Sprungbrett
Genau hier kommt die Sunshine Ladies Tour ins Spiel und schafft eine Alternative. Sie bietet einen frühen Einstieg in die Saison und ermöglicht es Spielerinnen, sich über gute Platzierungen für höherklassige Turniere zu empfehlen. Darunter auch Events gemeinsam mit der LET, denn durch gute Platzierungen können Startplätze über die lokale Tour erspielt werden. Die Preisgelder bewegen sich dabei auf einem Niveau, das mit der LET Access Series vergleichbar ist. Da die LET Access jedoch erst am 12. April startet, verschafft die Sunshine Tour den Spielerinnen wertvolle Spielpraxis und Wettkampfrhythmus zu einem deutlich früheren Zeitpunkt.
Mehr als nur Turniere: Bedingungen sprechen für Südafrika
Neben den sportlichen Argumenten berichten Tourspielerinnen auch von hervorragenden Rahmenbedingungen in Südafrika: stabiles, warmes Wetter, gute Trainingsmöglichkeiten, gute Verpflegung und überschaubare Reisestrapazen. Viele Turniere finden in derselben Region statt, sodass sich die Spielerinnen länger an einem Ort aufhalten und gezielt trainieren und Spielpraxis sammeln können.
Südafrika ist damit für viele Golferinnen längst mehr als nur ein Winterquartier. Es ist ein strategischer Startpunkt in die neue Saison.
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— Sunshine Ladies Tour (@SLadiesTour) November 24, 2025