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The Players Championship: Titelfavoriten und deutschsprachige Hoffnung

10. Mrz. 2026 von Annika Kauffmann in Ponte Vedra Beach, Florida (USA) - Dies ist ein Golf Post Premium Artikel

Wer kann sich den Titel sichern? Die Favoriten der The Players Championship im Überblick. (Foto: Getty)

Wer kann sich den Titel sichern? Die Favoriten der The Players Championship im Überblick. (Foto: Getty)

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Wenn sich die Elite der PGA Tour zur The Players Championship am TPC Sawgrass versammelt, sind normalerweise die größten Namen automatisch auch die klaren Favoriten. In diesem Jahr ist die Ausgangslage jedoch deutlich offener. Zwei der dominierenden Figuren der vergangenen Jahre gehen mit Unsicherheiten ins Turnier und eröffnen damit dem restlichen Feld eine seltene Gelegenheit.

Favoriten mit Fragezeichen vor The Players Championship

Allen voran steht die Weltranglistenerste Scottie Scheffler im Fokus. Zwar startete der US-Amerikaner mit einem Sieg in das neue Jahr, doch zuletzt zeigte seine Formkurve ungewohnte Schwächen. Ein geteilter zwölfter Platz und Rang 24 bei den letzten beiden Turnieren sind für seine Verhältnisse eher durchschnittlich. Scheffler gehört weiterhin zu den Topfavoriten, allerdings nicht mit der Dominanz, die man zuletzt von ihm gewohnt war.

Noch größer ist das Fragezeichen hinter Titelverteidiger Rory McIlroy. Der Nordire musste am Wochenende beim Arnold Palmer Invitational wegen Rückenproblemen aus dem Turnier aussteigen. Ob er überhaupt antreten kann, ist derzeit noch offen. Laut einem Update vom Montag wird McIlroy weiterhin zuhause behandelt und hofft, erst am Mittwoch nach Florida reisen zu können. Sollte er starten, bleibt abzuwarten, wie stark ihn die Verletzung einschränkt. Vor seinem Rückzug hatte er allerdings mit einer Zwischenplatzierung in den Top Ten angedeutet, dass seine Form grundsätzlich stimmt. Auch ein T14 und T2 sahen bisher vielversprechend aus. Nach seinem Playoff Triumph im vergangenen Jahr gegen J.J. Spaun, welcher aufgrund seiner Ergebnisse zuletzt nicht zu den Favoriten zählt, stehen die Chancen auch dieses Jahr gut für McIlroy, sofern er fit ist. Ein Sieg wäre bereits sein dritter Titel bei der Players Championship.

Formstarke Herausforderer wittern ihre Chance

Zu den Spielern, die von der offenen Konstellation profitieren könnten, zählt Si Woo Kim. Der Südkoreaner präsentiert sich in beeindruckender Konstanz: Sieben Top-15-Ergebnisse in den letzten neun Turnierstarts sprechen eine klare Sprache. Zudem weiß Kim, wie man am TPC Sawgrass gewinnt, schließlich holte er hier bereits 2017 den Titel.

Auch Akshay Bhatia reist mit viel Rückenwind an. Der Amerikaner triumphierte zuletzt beim Arnold Palmer Invitational und sammelte darüber hinaus diese Saison bereits zwei Top-10- sowie ein weiteres Top-20-Ergebnis. Bereits im vergangenen Jahr spielte er mit einem geteilten dritten Platz um den Sieg mit. Ein klares Signal, dass er auch diesmal zum Favoritenkreis gehört.

Ebenfalls im Blick behalten sollte man Min Woo Lee. Mit den jüngsten Resultaten, einem geteilter zweiter Platz, Rang zwölf und Rang sechs, gehört der Australier aktuell zu den formstärksten Spielern auf der Tour.

Ein Dauerfaktor in Sawgrass ist außerdem Tommy Fleetwood. Der Engländer liefert beim The Players traditionell konstante Ergebnisse, auch wenn ihm seit 2019 ein Top-10-Finish fehlt. Immerhin: In seinen drei bisherigen PGA-Tour-Starts in dieser Saison gelangen ihm bereits zwei Top-10-Platzierungen.

Etwas schwerer einzuschätzen ist Brooks Koepka. Nach einem holprigen Saisonstart zeigte der Major-Spezialist mit Rang neun beim Cognizant Classic eine leichte Aufwärtstendenz. Seine Bilanz beim The Players vor dem Wechsel zur LIV Golf League mit nur zwei Top-20-Platzierungen deutet jedoch darauf hin, dass er eher als Außenseiter in das Turnier geht.

Straka führt deutschsprachige Hoffnungen an

Aus deutschsprachiger Sicht richtet sich der Fokus vor allem auf Sepp Straka. Der Österreicher gehört inzwischen zur erweiterten Weltspitze und reist mit starken Ergebnissen nach Florida. Ein geteilter zweiter Platz beim AT&T Pebble Beach Pro-Am sowie gute Resultate bei der WM Phoenix Open (T18) und beim Arnold Palmer Invitational (T13) unterstreichen seine gute Form.
Auch seine Bilanz bei der The Players Championship bringt Hoffnung auf eine gute deutschsprachige Platzierung: In sechs Starts schaffte Straka fünfmal den Cut, hinzu kommen ein Top-10- und drei Top-25-Platzierungen. In den vergangenen beiden Jahren landete er auf den Rängen 16 und 14. Mit dieser Konstanz gilt er als die größte deutschsprachige Hoffnung auf eine Topplatzierung und vielleicht sogar mehr.

Deutsche Außenseiter mit Aufwärtstrend

Etwas weniger im Rampenlicht stehen Matti Schmid und Stephan Jäger, doch beide bringen interessante Ausgangspositionen mit.
Schmid reist mit Rückenwind an: Zwei Top-10-Platzierungen in seinen letzten beiden Turnieren zeigen eine klare Formsteigerung. Sollte er diesen Schwung mitnehmen, könnte der Deutsche auch in Sawgrass um vordere Plätze mitspielen. Bei seiner ersten Players Championship Teilnahme erreichte er Rang 26, im vergangenen Jahr verpasste er allerdings den Cut.

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Bei Jäger verlief die Saison bislang wechselhaft. Zwar gelang ihm mit einem fünften Platz bereits ein starkes Ergebnis, zuletzt zeigte die Formkurve jedoch eher nach unten. In vier bisherigen Starts bei der Players Championship überstand er zweimal den Cut, sein bestes Ergebnis bleibt ein geteilter 20. Platz im vergangenen Jahr.

Die Mischung aus wackelnden Favoriten, formstarken Herausforderern und ambitionierten Außenseitern verspricht eine besonders spannende Ausgabe der Players Championship. Sollte Scheffler nicht zu seiner gewohnten Dominanz finden und McIlroy tatsächlich angeschlagen ins Turnier gehen, könnte sich am Ende ein völlig neuer Name in die Siegerliste am TPC Sawgrass eintragen. Und vielleicht mischt in diesem offenen Rennen auch ein deutschsprachiger Spieler ganz vorne mit.

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