Qatar Masters: Longhitter und Kurzspielspezialisten im Vorteil
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Qatar Masters: Longhitter und Kurzspielspezialisten im Vorteil

126 Spieler streiten sich ab Mittwoch um die Mother of Pearl Trophy in Doha, Qatar. Mit dabei sind Kaymer, Siem, Foos und Kieffer.

Der Doha Golf Club
Das neunte Grün des Doha Golf Club (Foto: Getty)

Das Commercial Bank Qatar Masters ist das zweite Turnier des sogenannten „Desert Swing“ und findet von Mittwoch bis Samstag traditionell auf dem Doha Golf Club in Katars Hauptstadt statt. Während der Turnierdirektor die Teilnahme von Tiger Woods aufgrund dessen Antrittsforderung von rund drei Millionen Dollar absagte, meldeten unter anderem hochkarätige Spieler wie die Nummer drei und vier der Welt, Justin Rose und Louis Oosthuizen, sowie Jason Dufner, Peter Hanson und Sergio Garcia aus den Top 20. Auch aus deutscher Sicht kämpfen einige Profis um die „Mother of Pearl Trophy“.

Vier Deutsche Spieler beim Qatar Masters

Neben Martin Kaymer sind mit Marcel Siem und Maximilian Kieffer zwei weitere deutsche Profis am Start. Marcel Siem befindet sich nach zwei Turnieren auf Rang 40 im Race to Dubai, der erst frisch auf der European Tour angelangte Maximilian Kieffer ist dank eines vierten Ranges in Südafrika 43. in der Jahreswertung. Die drei Profis werden vom 15-jährigen Amateur Dominic Foos im Hauptfeld begleitet.

Longhitter und Kurzspielspezialisten in Doha im Vorteil

Der Doha GC ist einer der schönsten Plätze im mittleren Osten und wird auch als solcher von den Spielern wahrgenommen. Er ähnelt dem Abu Dhabi Golf Club, was aufgrund des gleichen Designers, Peter Harradine, nicht ungewöhnlich ist. Und doch spielen sich die beiden Plätze grundverschieden. War es in der letzten Woche bei hohem Rough wichtig, die Grüns vom Fairway aus anzuspielen, ist dies bei der Qatar Masters nicht entscheidend. In den letzten Jahren hat sich ergeben, dass vor allem die Länge vom Tee und ein heißer Putter erforderlich sind. Kein Wunder also, dass sich Longhitter wie Robert Karlsson, Alvaro Quiros und Adam Scott sowie Kurzspielspezialist Paul Lawrie unter den letzten fünf Siegern befinden. Außerdem konnte man immer wieder beobachten, dass der Golfplatz enorm windanfällig ist und das Zurechtkommen mit windigen Bedingungen essenziell ist, um Runden in den 60ern zu spielen.

Top-Flight: Justin Rose, Louis Oosthuizen und Martin Kaymer

Das Highlight in den ersten beiden Runden der Qatar Masters wird sicherlich der Flight um die Favoriten Rose, Oosthuizen und Kaymer sein. In der letzten Woche konnte Kaymer sich im Flight mit McIlroy und Woods bereits klar behaupten, wodurch auch ab Mittwoch viel für ihn spricht. Doch seine Kontrahenten befinden sich ebenfalls in blendender Form und werden wohl um den Sieg mitspielen. Mindestens ein Auge sollte auf das südafrikanische Duo Ernie Els und Retief Goosen geworfen werden, die in Katar beide schon siegreich waren und weitere Top-3-Platzierungen erreichten. Gerade Els befindet sich nach dem Open-Sieg im zweiten Frühling seiner Karriere und zählt sich selbst als einziger amtierender Major-Champion im Feld zu den Titelfavoriten.

Der Schotte Paul Lawrie ist neben Adam Scott einer von nur zwei Mehrfachsiegern des Events. Obwohl sein Spiel eigentlich nicht zu den typischen Anforderungen des Platzes passt, geht er in dieser Woche als Titelverteidiger ins Rennen. Er konnte mit einem siebten Rang in Durban Anfang des Jahres bereits auf sich aufmerksam machen und hat aufgrund seiner guten Ergebnisse in den letzten 15 Jahren sicherlich auch ein Wörtchen mitzureden.