Schlagflächenkontrolle – Der erste Schritt zum (Golfer-) Glück ?!
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Schlagflächenkontrolle – Der erste Schritt zum (Golfer-) Glück ?!

In seinem neusten Trainingstipp zeigt Ihnen Marco Müntnich, wie sie ihre Schlagflächenkontrolle verbessern und damit zu konstanterem Spiel finden.

Optimieren Sie Ihre Schlagflächenkontrolle, um beim Treffmoment immer einen guten Kontakt zu erwischen. (Foto: Getty)
Optimieren Sie Ihre Schlagflächenkontrolle, um beim Treffmoment immer einen guten Kontakt zu erwischen. (Foto: Getty)


Golf erlernt man nicht über Nacht – dieser These werden wohl alle Spielerinnen und Spieler zustimmen. Betracht man die Entwicklung eines Spielers so liegen auf seinem Wege viele einzelne Aufgaben, die es zu lösen gilt, unkontrollierbare Ereignisse mit denen er zu Recht kommen muss, und zu überwindende Meilensteine, die ihm offensichtlich Zugang zu ganz neuen Möglichkeiten verschaffen. Einer dieser Meilensteine auf dem „Weg der spielerischen Entwicklung“ ist die Kontrolle der Schlagfläche, jenem Bereich des Schlägers, der enormen Einfluss auf die Erfolgsquote des einzelnen Schlags hat.

Das Geheimnis der Schlagflächenkontrolle

„If I hit it right, it’s a slice. If I hit it left, it’s a hook. If I hit it straight , it’s a miracle. “ - Quelle: Anonym

Verbessere Dein Spiel mit TaylorMade

Dieses zum Schmunzeln einladende Zitat wollen wir an dieser Stelle einmal durchleuchten. In Zeiten von Trackman und anderen Launchmonitoren kann mittlerweile das „Wunder“ des geraden Schlags sehr gut erklärt werden. Der Einfluss der Schlagfläche ist darstellbar geworden und mit einer Auswirkung von bis zu 75 % auf die Startrichtung des Balles bei Schlägen mit den Eisen extrem hoch.

Stellt sich die Frage, was nun tatsächlich Einfluss auf die Schlagfläche hat und wie sie kontrolliert werden kann?

Die einzige Verbindung zwischen dem Schläger und dem Spieler ist offensichtlich der Punkt, an dem die Hände den Schläger berühren – kurz gesagt, die Griffhaltung des Spielers. Weiter haben die mit den Handgelenken erzeugten Bewegungen und die Bewegungsrichtung der Hände durch den Treffmoment erheblichen Einfluss auf die Kontrolle der Schlagfläche. Der Griff eines Spielers ist äußerst individuell und von diversen anderen körperlichen Voraussetzungen und Präferenzen des Spielers abhängig.

(Foto: Screenshots YouTube.com)

(Foto: Screenshots YouTube.com)

An dieser Stelle sei daher ein Startpunkt aufgezeigt, von dem aus Sie mit Ihrem Golfprofessional Ihre individuell passende Position der Hände am Schläger finden können.

Platzieren Sie Ihren Schläger zunächst wie abgebildet auf einem Tisch oder einer Bank.

TEXT. (Foto: QUELLE)

(Foto: Marco Müntnich)

Als Rechtshänder legen Sie nun Ihre linke Hand mit Hand- und Daumenballen auf dem Tisch ab. So stellen Sie sicher, dass Ihr Arm nicht verdreht am Schläger liegt. Der Griff verläuft unter den Fingerknöcheln, der Daumen liegt bereits in seiner Position am Griff.

TEXT. (Foto: QUELLE)

(Foto: Marco Müntnich)



Greifen Sie nun den Schläger aus dieser Position und halten ihn vor Ihren Körper. Hinter Ihrem Handrücken befindet sich nun ein deutlicher, stabilisierender Knick. Gegebenenfalls müssen Sie die vordere Kante des Schlägers mit Hilfe Ihrer rechten Hand noch einmal nachjustieren, so dass die vordere Kante des Schlägers senkrecht nach oben zeigt.

TEXT. (Foto: QUELLE)

(Foto: Marco Müntnich)

Unabhängig ob Sie alle 10 Finger am Griff platzieren, der rechte kleine Finger überlappt oder sich einhaken, die rechte Hand verdeckt mit der Rinne zwischen Hand- und Daumenballen, den Daumen der linken Hand und sorgt so für weitere Stabilität.

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(Foto: Marco Müntnich)

Liegen die Hände passend am Schläger, ermöglicht dies den funktionellen Einsatz der Handgelenke und optimiert gleichermaßen die Bewegungsrichtung der Hände durch den Treffmoment. Nehmen Sie allen Mut zusammen und probieren Sie es einmal aus. Sie werden Ihren bisherigen Griff nicht aus dem Gedächtnis verlieren, wenn Sie einmal etwas neues ausprobieren – glauben Sie mir.

Schlagflächenkontrolle im Training

Sie haben Ihren Griff gefunden und fühlen sich wohl? Perfekt. Dann wird es Zeit, die Trainingszeit auf der Range mit einigen Aufgaben zu füllen: „Schäl‘ die Zwiebel“ heißt die Aufgabe, bei der Sie möglichst viel Variabilität zeigen dürfen. Sie benötigen dafür fünf Bälle, zwei Tour-Sticks und ein mittleres Eisen. Mit den beiden Sticks kennzeichnen Sie die „Nulllinie“ und bauen zehn Meter von Ihnen entfernt ein ca. ein Meter breites Tor auf. Richten Sie die Schlagfläche bei jedem Schlag auf die Mitte des Tores aus!

TEXT. (Foto: QUELLE)

(Foto: Marco Müntnich)

  1. Lassen Sie nun den ersten Ball möglichst weit rechts des Tores starten.
  2. Den zweiten Ball starten Sie so weit wie möglich links des Tores.
  3. Nun den dritten Ball wieder rechts am Tor vorbei, jedoch ein wenig näher zum Tor als es beim ersten Ball der Fall war.
  4. Selbiges auf der linken Seite des Tores mit dem vierten Ball.
  5. Den fünften Ball schlagen Sie nun genau durch die beiden aufgestellten Toursticks.

Läuft ein Trackman bei der Übung mit, sollten sich offene (positive Werte) und geschlossene Schlagflächenpositionen (negative Werte) abwechseln, bevor der fünfte Schlag die Mitte des gesteckten Tores trifft.

TEXT. (Foto: QUELLE)

(Foto: Marco Müntnich)



Wie lösen Sie die Aufgabe? Was fällt Ihnen leicht? Was ist noch schwierig für Sie? Meist fällt die Aufgabe auf einer Seite ziemlich schwer und die andere Seite ist deutlich einfacher anzusteuern. Übung macht auch hier den Meister. Bauen Sie diese Übung regelmäßig in Ihr Training im Frühjahr ein – wer rechts und links schlagen kann, der findet im neuen Jahr häufiger die Mitte. Versprochen.

Werden Sie der Golfer, der Sie schon immer sein wollten – ein passender Griff, eine kontrollierte Schlagfläche und variantenreiches Training machen es möglich.





1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Oskar Springer

    Dieser Artikel ist zu „verkopft“. Kopf hoch, Augen auf den Ball, wenn man das Tee fliegen sieht oder das Gras vom Boden “ hüpft“, hat SpielerIn den Ball optimal lange angesehen.
    Schwung ohne Gewalt und gutes Wintertraining – schon haben Golfer wieder Freude am Spiel.
    O. Springer

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